Werder Bremen Sechs Spiele, sechs Niederlagen

Feiernde Bremer in Leverkusen: Santiago Garcia feiert mit Florian Grillitsch seinen Treffer.

(Foto: Lars Baron/Getty Images)

Leverkusen kann im DFB-Pokal gegen Bremen nicht gewinnen. Das sechste Aufeinandertreffen der Klubs endet 3:1 für Werder.

Die Werder-Profis ließen sich nach dem Abpfiff noch minutenlang von den mitgereisten Bremer Fans feiern. Für die enttäuschten Fußballer von Bayer Leverkusen bleiben die Hanseaten der Pokal-Schreck schlechthin. Der abstiegsbedrohte Bundesliga-16. setzte sich am Dienstag im Viertelfinale des DFB-Pokals in Leverkusen mit 3:1 (2:1) durch und durfte damit den Einzug in die Runde der besten Vier feiern. "Natürlich sind wir sehr zufrieden. Es ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte Werders überglücklicher Angreifer Claudio Pizarro bei Sky: "Wir haben gezeigt, dass wir dran sind, jetzt gehen wir weiter im Pokal."

Rudi Völler schimpft: "Wir haben es einfach schlecht gemacht."

Nach einem Rückstand durch den Treffer von Javier Hernández in der 22. Minute per Foulelfmeter sorgten Santiago Garcia (31.), Pizarro ebenfalls per Strafstoß (42.) und Florian Grillitsch (82.) aus möglicher Abseitsposition für den Sieg des sechsmaligen Cup-Gewinners. Für das Foul, das Bremens 2:1 vorausging, sah Leverkusens Wendell zudem die rote Karte. Die Schuldbeim Schiedsrichtergespann wollten die Leverkusener aber erst gar nicht suchen. "Daran lag es nicht, wir haben es einfach schlecht gemacht", sagte Sportdirektor Rudi Völler. In Unterzahl konnte die Leverkusener Mannschaft, derzeit Liga-Fünfter, vor 24 104 Zuschauern die sechste Niederlage gegen Werder im sechsten DFB- Pokal-Duell nicht mehr abwenden. "Wir haben es vergeigt", gab Kevin Kampl zu.

Es war ein verdienter Sieg der Gäste von Trainer Viktor Skripnik, die sich bestens erholt zeigten vom 1:5 in der Liga am vergangenen Freitag bei Borussia Mönchengladbach. Konsequent in der Abwehr, gut gestaffelt im Mittelfeld: Viel ließ Werder nicht zu. Allerdings leisteten sie sich in der ersten Halbzeit bald einen folgenschweren Fehler im Spielaufbau: Ein Pass in der eigenen Hälfte von Levin Öztunali landete bei den Leverkusenern und letztlich bei deren Angreifer Stefan Kießling. Der wurde von Alejandro Galvez abgegrätscht, Schiedsrichter Wolfgang Stark entschied auf Elfmeter und Gelb für Galvez. Hernández verwandelte.

Doch den Bremern gelang die Wende. Der in der Meisterschaft zuletzt gesperrte Garcia traf aus Mittelstürmerposition, Pizarro traf vom Elfmeterpunkt; Wendell hatte Fin Bartels von den Beinen geholt und musste dafür vom Platz. Kurz vor Schluss zerstörte Werder alle Leverkusener Hoffnungen mit einem Konter, den Grillitsch abschloss. Trotz Reklamation der GAstgeber gab Stark den Treffer.