Tennis: Frauen Fast perfekt

Angelique Kerber verliert in Brisbane das Finale im Einzel und im Doppel, auch Julia Görges muss sich geschlagen geben: Die deutschen Tennisspielerinnen sind trotz drei Final-Niederlagen mit dem Auftakt ins neue Jahr zufrieden.

Der Ärger über die Final-Niederlagen war schnell verraucht: Angelique Kerber setzte in Brisbane auf eine Lach-Therapie mit Doppelpartnerin Andrea Petkovic, während Julia Görges in einem Waschsalon in Auckland ihre gute Laune wiederfand. "Der Start ins neue Jahr ist geglückt. Die Mädels konnten viel Selbstvertrauen für die Australian Open tanken und Matchpraxis sammeln", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner knapp eine Woche vor dem Start des ersten Grand-Slam-Turniers 2016 in Melbourne (ab 18. Januar).

Nach zuvor starken Auftritten hatte sich die Weltranglistenzehnte Kerber im Finale des Turniers in Brisbane der ehemaligen Nummer eins Wiktoria Asarenka unerwartet deutlich mit 3:6, 1:6 geschlagen geben müssen. Kerbers Fed-Cup-Kollegin Julia Görges (Bad Oldesloe) unterlag in ihrem ersten Endspiel seit 2012 Sloane Stephens (USA) in Auckland/Neuseeland 5:7, 2:6. Auch Petkovic (Darmstadt) ist ungeachtet ihres Viertelfinal-Ausscheidens in Brisbane auf einem guten Weg, während Sabine Lisicki (Berlin) nach drei Einzel-Niederlagen beim Hopman Cup in Perth noch viel Arbeit bevorsteht. Die Hoffnungen in Melbourne ruhen besonders auf Kerber. In Brisbane stand sie zusammen mit Andrea Petkovic auch im Doppel-Finale. Die Partie ging mit 5:7, 1:6 gegen die Weltranglistenersten Martina Hingis/Sania Mirza (Schweiz/Indien)

verloren. Grund zur Freude hatte auch Görges, die zur neuen Saison ihr komplettes Betreuerteam ausgetauscht hat. Die Arbeit mit Coach Michael Geserer sowie Fitness-Trainer und Physio Florian Zitzelsberger scheint zu fruchten. "Sie haben hart an meiner Beweglichkeit gearbeitet. Was bei meinem aggressiven Spiel wichtig ist. Es ist ein ganz neuer Start und schön zu sehen, dass es sich schon auszahlt", sagte Görges.