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Früherer Radprofi fühlt sich betrogen, Thor Hushovd gewinnt die 16. Etappe der Tour de France, deutsche Säbel-Männer holen EM-Silber, japanische Fußball-Nationalmannschaft wird euphorisch empfangen.

Der frühere Radprofi Lance Armstrong beschuldigt Behörden und verschiedene US-Medien, illegal Informationen zu Untersuchungen ausgetauscht zu haben, in denen es um die Dopingvorwürfe um den US-Amerikaner geht. Die Anwälte des siebenmaligen Tour-Siegers reichten dazu am vergangenen Mittwoch eine Mitteilung über Verstöße bei einem Bundesgericht ein. Armstrongs Anwälte verwiesen auf Informationen, die zwischen Mai 2010 und Juni 2010 weitergegeben worden sein sollen. Es wird gefordert, auch die Beziehungen von US-Richtern zu Medien zu überprüfen, denn nur auf diesem Wege sei der Zugang zu Informationen möglich gewesen.

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Neue Vorwürfe, diesmal von Lance Armstrong selbst. (© AP)

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Jede zugespielte Notiz sei mit dem Ziel weitergegeben worden, den Ruf Armstrongs zu beschädigen. "Man versucht öffentliche Unterstützung für die Untersuchung gegen einen Nationalhelden zu erhalten, der bekannt ist für seine Rolle im Kampf gegen Krebs. Diese taktischen Züge können nicht ignoriert werden, da sie einen starken Anschein der Parteinahme beinhalten", heißt es in dem Papier. Neben der New York Times und dem Wall Street Journal hätten auch das Magazin Sports Illustrated und die CBS-Fernsehsendung "60 Minutes" laut Armstrong illegal Informationen erhalten. Er hoffe, er könne die Journalisten zur Offenlegung ihrer Quellen bringen.

Thor Hushovd hat die 16. Etappe der 98. Tour de France gewonnen und sich damit seinen zweiten Tagessieg auf der Frankreich-Rundfahrt gesichert. Der norwegische Radprofi fuhr am Dienstag auf dem 162,5 Kilometer langen Abschnitt von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Gap vor seinem Landsmann Edvald Boasson Hagen ins Ziel. Bei widrigen Bedingungen mit Wind und Regen landete der Kanadier Ryder Hesjedal auf dem dritten Platz. Tony Martin fuhr als bester Deutscher auf Rang vier. Der Franzose Thomas Voeckler verteidigte das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtklassement.

Die deutschen Säbelherren haben bei der Fecht-EM in Sheffield Silber gewonnen. Das Team mit Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner (alle Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) verlor im Finale gegen Titelverteidiger Italien 38:45. Bronze ging an Weltmeister Russland.

Bei einer denkwürdigen Pressekonferenz hat Philipp Petzschner am Hamburger Rothenbaum für einen Eklat gesorgt. Völlig frustriert über seine Erstrundenpleite gegen den türkischen Qualifikanten Marsel Ilhan verweigerte der Bayreuther am Dienstag jeglichen Kommentar zu seinem Spiel. Stattdessen veralberte der eigenwillige Tennisprofi die Presseschar und antwortete auf die Frage, was er über das 2:6, 6:4, 6:7 (5:7) gegen Ilhan denke: "Ich hoffe, dass der HSV dieses Jahr den Europapokal erreicht." Kurz nach Petzschners Presseauftritt zog der Lübecker Tobias Kamke als erster deutscher Profi in die dritte Runde des Sandplatz-Turniers ein. Der Lübecker bezwang den an Nummer sieben gesetzten Argentinier Juan Ignacio Chela mit 6:1, 6:4.

Das soziale Netzwerk Twitter hat beim WM-Finale der Frauen zwischen den USA und Japan rekordverdächtige Zahlen verzeichnet. 7196 Tweets pro Sekunde sendeten die Twitterer während der Schlussphase, als Japan die USA mit 3:1 im Elfmeterschießen bezwang. Auch US-Präsident Barack Obama twitterte mit. "Jetzt zum Elfmeterschießen und lasst uns gewinnen", schrieb er unter anderem. Nach der Partie fügte er hinzu, er sei stolz auf die US-Fußballerinnen, und gratulierte Japan zum Sieg.

Die Chinesen sind in den Wassersprung-Wettbewerben bei der Heim-WM weiter unbesiegt. Vom Ein-Meter-Brett gab es bei den Frauen am Dienstag in Shanghai die nächste Goldmedaille. Shi Tingmao gewann vor Wang Han. Dritte wurde Europameisterin Tania Cagnotto aus Italien. In der fünften Sprung-Entscheidung war es das fünfte Gold für die WM-Gastgeber. Die deutschen Springerinnen Uschi Freitag und Tina Punzel hatten die Teilnahme am Finale der besten Zwölf in der Qualifikation verpasst.

Kevin Kuranyi und Dynamo Moskau haben die Chance gewahrt, sich für die Europe League zu qualifizieren. Ein Jahr nach seinem Wechsel nach Russland hat sich der ehemalige Schalker längst im Gastgeberland der Fußball-WM 2018 akklimatisiert. Nach nur drei Niederlagen in bisher 16 Saisonspielen steht der Klub auf Platz drei. Doch Kuranyi denkt nicht an die Meisterschaft: "Ziel bleibt ein internationaler Startplatz", sagt der 29-Jährige. Die Fans träumen trotzdem vom ersten Titel seit 1995 - und vom Comeback ihres Idols in der DFB-Elf. In einem Brief an Bundestrainer Joachim Löw forderten Dynamo-Anhänger Kuranyis Rückkehr, wie Moskauer Medien berichten. "Damit beschäftige ich mich aktuell nicht", sagt der 52-fache Nationalspieler. Kuranyi hatte 2008 in der Halbzeit eines Länderspiels das Stadion in Dortmund verlassen. Der Stürmer war verärgert, nicht einmal auf der Ersatzbank zu sitzen. Löw nominiert ihn seitdem nicht mehr.

Über einen möglichen neuen Teamkollegen macht sich Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel keine Gedanken: "Am Ende interessiert es mich nicht, wer mein Teamkollege ist, solange er oder sie ehrlich sind und man sich gegenseitig respektiert. Ich denke, das sind die zwei wichtigsten Merkmale", betonte der Red-Bull-Pilot in einem Interview und stellte noch einmal klar: ""Viele Leute haben das Verhältnis zwischen Mark und mir im letzen Jahr missverstanden. Auch wenn wir nicht die besten Freunde sind, respektieren wir uns gegenseitig". Mark Webber hat den Titelverteidiger vor knapp zwei Wochen in Silverstone entgegen der Teamanweisung attackiert. Dazu äußert sich Vettel: "Ich habe meinen Platz gegen Mark verteidigen müssen, und das war auch gut so". Der Vertrag von Webber läuft nach dieser Saison aus. In der WM-Wertung ist Webber vor dem Großen Preis von Deutschland Vettels erster Verfolger.

Zwei Tage nach seinem Silber-Sprung vom Turm hat Doppel-Europameister Patrick Hausding bei der Schwimm-WM in Shanghai seine zweite Medaille verpasst. Der 22-jährige Berliner landete zusammen mit dem Leipziger Stephan Feck im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett nur auf dem fünften Platz. Mit 414,39 Punkten lag das Duo des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nach sechs Sprüngen deutlich hinter den Podestplätzen. Das sechste Springer-Gold für China gewannen Qin Kai/Luo Yutong (463,98) vor den Russen Ilja Sacharow/Jewgenij Kusnezow (451,89) und den Mexikanern Yahel Castillo/Julian Sanchez (437,61). Am Sonntag hatte Hausding zusammen mit Sascha Klein (Riesa) im Synchronspringen vom Turm das erste Edelmetall für den DSV geholt.

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