Fußball, Africa-Cup: Co-Gastgeber Äquatorialguinea hat das Auftaktspiel des Afrika-Cups 2012 1:0 (0:0) gegen Libyen gewonnen. Das späte Tor zum Sieg am Samstagabend erzielte Javier Balboa nach Vorarbeit von Daniel Ekedo erst in der 87. Minute. Vor dem Anpfiff war es zu turbulenten Szenen rings um das Stadion in Bata gekommen. Tausende Fans gelangten durch geöffnete Absperrungen in die Arena. Die Polizei versuchte das Gedränge mit Tränengas aufzulösen. Das Vorhaben, jeden Fan beim Einlass einzeln zu kontrollieren, scheiterte offenbar am großen Andrang. Sicherheitsberater aus Israel ordneten mehrfach an, die Tore zu öffnen, um für Entlastung zu sorgen. Fans strömten unkontrolliert aufs Stadiongelände. In mindestens einem Fall kam Tränengas zum Einsatz.
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Kenenisa Bekele ist vom äthiopischen Leichtahtletikverband suspendiert worden, seine Olympiateilnahme in London steht damit auf dem Spiel. (© dapd)
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Die Sicherheitsmaßnahmen rings um die 37.500 Plätze fassende Arena waren enorm. Die Polizei hatte alle Zufahrtswege mit Betonblöcken versperrt, Fahrzeuge mussten einen Metalldetektor passieren. Polizisten mit Ganzkörperschutz und Gewehren durchsuchten Fans. Nichtsdestotrotz war die Stimmung bei einem Großteil der Anhänger gut. Vuvuzelas und Fahnen bestimmten das Bild.
Leichtathletik, Äthiopien: In einer beispiellosen Aktion hat Äthiopiens Leichtathletik-Verband 35 Athleten inklusive der Doppel-Olympiasieger Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba für alle Wettkämpfe gesperrt. Dabei handelt es sich offenbar um eine Panikreaktion der Funktionäre angesichts der öffentlichen Kritik nach der WM-Pleite 2011 in Daegu/Südkorea. Dort hatte Äthiopien nur einmal gesiegt und viermal Bronze gewonnen, der große Rivale Kenia jedoch sieben Goldmedaillen und insgesamt 17 Medaillen gewonnen.
Den Athleten wird aktuell vorgeworfen, sie wären der Aufforderung des Verbandes nicht nachgekommen, sich mit Blick auf die Hallen-WM in Istanbul (9.-11. März) und Olympia in London (27. Juli bis 12. August) ins zentrale Trainingslager zu begeben. Dieses hatte der Verband vor zwei Monaten angeordnet. Die suspendierten Athleten waren kommentarlos ferngeblieben.
Köln, Karneval: Mit einer nie da gewesenen Aktion im Kölner Karneval versucht das Festkomitee Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski die Entscheidung im Vertrags-Poker mit dem Bundesligisten 1. FC Köln so schwierig wie möglich zu machen. Wie der Kölner "Express" vermeldete, will das Festkomitee Podolski einen eigenen, 18 Meter langen Persiflage-Wagen für den Rosenmontagszug bauen. Diese Ehre ist bislang keinem Sportler zuteil geworden. Festkomitee-Chef Markus Ritterbach sagte dem "Express": "Wenn Poldi seinen Vertrag verlängert und unterschreibt, dann schenken wir ihm die Aufbauten seines Wagens." Podolski freute sich über die Aktion: "Einen eigenen Wagen zu haben, ist eine Riesen-Ehre."
Ski alpin, Kitzbühel: Der Schweizer Didier Cuche hat die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen und mit seinem fünften Erfolg auf der legendären Streif die österreichische Ski-Ikone Franz Klammer als Rekordsieger überflügelt. Zwei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung zum Saisonende fuhr der Altmeister am Samstag auf der stark verkürzten Strecke ein souveränes Rennen und hatte im Ziel 0,24 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Romed Baumann. Dritter auf der österreichischen 'Heimstrecke' wurde Klaus Kroell (Österreich/+0,30). Eine starke Leistung bei schwierigen Sichtverhältnissen zeigte der 28-jährige Stefan Keppler (Ebingen/0,48) als Achter. Wegen dichten Schneetreibens war der Start nach unten vor die Einfahrt zur Alten Schneise verlegt worden. Am Freitag war bereits der Super-G wegen der Regen- und Schneefälle abgesagt worden, um die Strecke zu schonen.
Eishockey, NHL: Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Marcel Goc hat mit den Florida Panthers in der nordamerikanischen Profiliga NHL bei den Chicago Blackhawks 1:3 verloren. Goc stand dabei 17:16 Minuten auf dem Eis. Damit liegt Florida nach 46 Spielen auf dem achten von 15 Plätzen in der Eastern Conference.
Fußball, Wettskandal: Im ausgedehnten Wett-und Manipulationsskandal, der seit Wochen Italiens Fußball erschüttert, ist es zu ersten Geständnissen eines Serie-A-Spielers gekommen. Andrea Masiello, Verteidiger des Erstligisten Atalanta Bergamo, gab Absprachen in der vergangenen Saison zu, als er beim süditalienischen Klub AS Bari unter Vertrag stand. Neun Spiele, die Bari in der vergangenen Saison in der Serie A bestritten hatte, sollen manipuliert worden sein, berichtete der 25-jährige Masiello, gegen den die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Cremona wegen Sportbetruges ermittelt. AS Bari war am Saisonende in die Serie B abgestiegen. Gegen weitere vier Spieler des Klubs laufen Ermittlungen. Sie sollen von internationalen Wettorganisationen Geld kassiert haben, um Spiele zu verlieren.
Fußball, FC Bayern: Daniel van Buyten vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat beim 1:3 (0:2) zum Rückrundenauftakt bei Borussia Mönchengladbach anscheinend eine schwere Verletzung erlitten. Beim belgischen Nationalspieler besteht der Verdacht auf einen Mittelfußbruch. Dies bestätigte Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick am Freitagabend im Borussia-Park. Van Buyten hatte im ersten Spiel nach der Winterpause wegen der Verletzung in der 76. Spielminute ausgewechselt werden müssen. Der Abwehrspieler wird den Bayern voraussichtlich längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.
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(SZ.de/dapd/dpa/jüsc)
Bundespräsident zur Islam-Debatte