Der FC Bayern will die Mitglieder des Fanklubs "Schickeria" aus dem Stadion verbannen. Per Brief kündigt der Verein jetzt Dauerkarten - auch von Unbeteiligten.
Am Dienstagmorgen bekam Martin B., Schüler aus Grafing, per Einschreiben einen Brief von seinem Lieblingsverein. "Sehr geehrter Herr B., wir beziehen uns auf das zwischen Ihnen und der FC Bayern München AG bestehende Jahreskarten-Abonnement. Gemäß Ziffer 2 der Verkaufsbedingungen Jahreskarten-Abo (März 2006) kündigen wir (. . .) fristgerecht zum 30. Juni 2007." Er war entsetzt - so wie hunderte weitere Fans, die den Brief erhielten.
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Der FC Bayern will die Mitglieder des Fanklubs Schickeria, aus dessen Reihen die Raststätten-Randalierer stammen, aus dem Stadion verbannen. Schon diese Maßnahme ist umstritten, weil der Großteil der rund 700 Ultras nicht als gewalttätig gilt. Martin B. und viele weitere Empfänger der Briefe allerdings haben mit der Schickeria nicht einmal etwas zu tun. 2005 beim letzten Spiel der Bayern im Olympiastadion trug der Schüler sich in eine Liste für Dauerkarten in der neuen Arena ein, die von der Schickeria in Umlauf gegeben wurde. "Das war damals die sichere Möglichkeit, an eine Jahreskarte zu kommen", sagt Martin B., "es war klar, dass es viel weniger Stehplätze geben würde als bisher, ich dachte, das ist sofort ausverkauft." Auch viele andere Fans und ganze Fanklubs hätten sich aus diesem Grund eingetragen.
Ein Mitarbeiter des FCB-Ticketcenters bestätigte, dass die Kündigung aufgrund der Eintragung in die offene Liste laut eines Vorstandsbeschlusses erfolgte. Insgesamt hatten sich rund 700 Personen dort eingetragen, darunter viele Nichtmitglieder der Schickeria. "Die Vereinsoberen haben wohl aus Gleichgültigkeit und Unkenntnis der Szene gedacht, das die 700 Personen auf der Liste mit den 700 Mitgliedern der Schickeria übereinstimmen" schrieb ein Fan im Internet. "Dass von der Schickeria nur 200 bis 250 regelmäßig im Stadion sind und sich jeder eintragen konnte, der in den Mittelblock hinterm Tor wollte - also der harte Kern -, haben die wohl vergessen."
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(SZ vom 16.5.2007)
Bürgermeister in Baden-Württemberg
........aber Du siehst doch, was dabei herauskommt........ Und ich sage, es gibt Leute , die lesen alles, verstehen aber nichts.
;-) Mulholland
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Frank Porzky
1. Der FC Bayern hat richtig gehandelt, wenn er jetzt allen auf dieser Liste kündigt. Er will die Schickeria loswerden und der größte Teil der Schickeria, die ins Stadion gehen stehen wohl auf dieser Liste. Um die Kündigungsfrist zu wahren, musste JETZT so gehandelt werden. Das da auch viele nicht-Schickeria-Mitglieder drauf stehen wurde inzwischen dargelegt und das wird der FCB auch mitbekommen. Und ich glaube auch, dass gänzlich unbescholtene ihre Dauerkarte wieder bekommen. Nur um die Frist zu wahren musste halt jetzt allen gekündigt werden.
2. Die Sache mit "man hätte wissen müssen dass man Hooligans unterstützt" ist Quatsch. So gesehen könnte man ja dem FCB selber vorwerfen, dass er damals den Hooligans bevorzugt Karten gibt! Das ist nun wirklich kein Argument.
ABer keine Angst, alles wird geregelt werden und die Aufregung legt sich bald-...
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