Mannheim schlägt Köln Plötzliche Provokationen 

Die Adler Mannheim erzwingen im Gigantenduell der Pre-Playoffs gegen die Kölner Haie das Entscheidungsspiel. Trainer Craig Woodcroft hat dem schwächelnden Meister etwas Selbstvertrauen eingeimpft.

Seit Februar ist Craig Woodcroft Coach der Adler Mannheim - und, wenn man es gut mit ihm meint, könnte man sagen: Sonderlich erfolgreich macht der frühere Trainerassistent seine Aufgabe bisher noch nicht. Unter seinem Vorgänger Greg Ireland und ihm spielen die Adler ihre schlechteste Saison seit zehn Jahren. Von seinen zehn Spielen als Trainer gewann Woodcroft gerade einmal drei. Doch eines davon könnte sich nun als extrem wichtig erweisen.

Am Freitagabend siegten die Adler gegen die Kölner Haie 5:2 (0:0, 4:1, 1:1) vor eigenem Publikum. Nach einer 3:6-Niederlage in Köln im ersten Spiel erzwangen sie somit Spiel drei in der Qualifikation ums Playoff-Viertelfinale, in die sie sich in der Hauptrunde mit viel Glück gerettet hatten. Am Sonntag werden die Adler dann wieder in Köln gastieren (14.30 Uhr/Servus TV).

Woodcroft überrascht mit einigen Umstellungen

Die Mannheimer hatten zuvor viel über verlorenes Selbstvertrauen gesprochen. Etwas überraschend kehrte das am Freitagabend wieder zurück. Vielmehr noch: Auch die Einstellung stimmte erstmals seit langer Zeit. 12 644 Zuschauer sahen ein packendes Playoff-Match, mit vielen Nickligkeiten, Provokationen und Kampfszenen.

Vor dem Spiel überraschte Woodcroft mit einigen Umstellungen: Youri Ziffzer ersetzte den ehemaligen NHL-Torwart Ray Emery, Matt Lashoff und Brent Raedeke rückten für Mathieu Carle und Ronny Arendt in die Mannschaft. Außerdem baute er die Paradereihe Ryan McMurchy, Marcel Goc und Jochen Hecht zusammen. Nach einem torlosen ersten Drittel schlugen die Adler innerhalb einer Minute doppelt zu: Jonathan Rheault in Überzahl und der überragende Christoph Ullmann trafen (26./27.). Matthew Lashoff und Jochen Hecht legten zum 4:0 nach (30./35.), ehe Johannes Salmonsson auf 1:4 verkürzte (40.). Im Schlussabschnitt trafen Ullmann für Mannheim (43.) und Dragan Umicevic für Köln (50.).

Die Erleichterung war im ganzen Verein groß: Nach dem Spiel sang der Adler-Anhang davon, am Sonntag aus den Haien Fischkroketten machen zu wollen, Craig Woodcroft sagte: "Die Mission ist noch nicht beendet."