Lehmanns Fehler, Podolskis Tore und die Haare von Torsten Frings: die deutschen Spieler in der Einzelkritik.
Jens Lehmann: Bekam beim Aufwärmen einen Ball aufs Auge und musste kurz von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt werden. Brauchte während der Partie jedoch lange nicht seine volle Sehkraft, denn es gab sehr wenig zu tun. Beim Gegentor sah er allerdings nicht gut aus - wenn er die Linie bei einer Flanke verlässt, dann muss er den Ball auch haben. Recht lustig dabei erscheint, dass Lehmann seinerzeit den Vorzug vor Kahn erhielt, unter anderem, weil er als besserer Strafraumspieler gilt. Der ist er normalerweise auch, nicht so jedoch an diesem Abend.
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Philipp Lahm: Der 22-Jährige agierte mal wieder so abgeklärt, als spiele er seit 1871 in der Nationalelf. Es ist immer eine Freude, im zuzusehen. Gab im perfekter Mischung aus Gefühl und Vorahnung die Flanke, die Kapitän Michael Ballack per Kopf zum 2:0 nutzte. Defensiv fehlerlos, offensiv kreativ. Kurz: der beste deutsche Verteidiger. Klug genug, sich im späteren Verlauf der Partie zu schonen.
Arne Friedrich: Die gute Nachricht ist, dass er nichts falsch machte. Fühlt sich in der Innenverteidigung deutlich wohler als auf der Außenbahn, auf der er während der Weltmeisterschaft immer wieder einmal für allerlei haarsträubende Szenen sorgte. Hatte gegen die harmlosen Slowaken kaum Gelegenheit, einen Fehler zu begehen. Auf einen Beitrag zum Aufbauspiel verzichtete er klug.
Manuel Friedrich: Die gute Nachricht ist, dass er fast nichts falsch machte. Stand beim Gegentor allein gegen drei Slowaken, weil die gesamte Mannschaft zu unkoordiniert aufrückte. Nutzte ansonsten in Anbetracht der harmlosen Slowaken die Möglichkeit, mit A. Friedrich das Stellungsspiel ohne gegnerische Einwirkung zu üben.
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