In der brasilianischen Metropole explodiert die Gewalt. Eine Eliteeinheit soll die Drogenbanden zwar bekämpfen. Doch diese schlagen zurück.
Vier maskierte Männer haben in Rio de Janeiro einen Bus mit deutschen und kroatischen Touristen überfallen. Die Angreifer hätten den Minibus am frühen Donnerstagmorgen mit ihrem eigenen Fahrzeug im Süden der Stadt auf dem Weg zum Flughafen gestoppt, teilte die brasilianische Polizei mit.
Polizisten halten nach der Zunahme der Überfälle Nachtwache auf der Linha Vermelha (Rote Linie) Straße in Rio de Janeiro. (© Foto: Reuters)
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Die sechs Urlauber seien mit vorgehaltenen Pistolen zur Herausgabe von Geld, Schmuck und Kameras gezwungen worden. Der Überfall habe sich auf einer Autobahn in der Nähe eines Elendsviertels ereignet.
Am 25. November waren dort 18 britische Touristen auf ähnliche Weise ausgeraubt worden.
Der neue Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sergio Cabral, hatte erst am Mittwoch den Einsatz einer Eliteinheit im Kampf gegen Kriminelle und gegen das organisierte Verbrechen angekündigt.
Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden bei bewaffneten Überfällen der Drogenmafia in der Stadt am Zuckerhut mindestens 24 Menschen getötet, darunter Zivilisten, Polizisten und mehrere Kriminelle.
Staatspräsident Luiz Lula da Silva bezeichnete die Angriffe als "Terrorismus". Acht Menschen starben vor wenigen Tagen qualvoll, als eine Gruppe Unbekannter einen Fernreisebus voller Passagiere in Brand setzte.
Nach Ansicht der Behörden handelte es sich bei der Anschlagswelle um eine Mafiawarnung gegen mögliche neue Aktionen im Kampf gegen die Kriminalität.
Überfälle auf Busse mit Touristen oder ausländischen Unternehmern sind in Rio keine Seltenheit. Allein seit Oktober 2006 hat es ähnliche spektakuläre Angriffe auf Gruppen von Chinesen, Briten, US-Amerikanern und Tschechen gegeben.
Die Behörden sind unter anderem auch wegen des Beginns der Sommersaison auf der südlichen Halbkugel besorgt, die Hunderttausende Touristen aus dem In- und Ausland nach Rio lockt.
Rio, die Copacabana, der Karneval - eigentlich ein Traumreiseziel. Doch in Stadt und Land brodelt es, die Drogenmafia kämpft gegen Polizisten, Touristen werden überfallen. Wie haben Sie Ihren Urlaub in Brasilien erlebt? Fühlten Sie sich noch sicher?
Manche Männer im Burgenland denken nur an das eine: Segeln auf dem zugefrorenen Neusiedler See. Auch wenn es manchmal ganz schön weh tut. Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/AFP/dpa)
Träumen, planen, reisen
ich empfehle auch, mit Jeans und T-Shirt Brasilien zu entdecken, Kamera nicht offen tragen und so weiter. Man muss einfach mal nachrechnen: eine Kamera für 2000 Euro um den Hals bedeutet aus Sicht eines armen Brasilianers, da läuft jemand, der hat mehr als einen kompletten Jahreslohn um den Hals hängen. Wenn in Deutschland jemand einen deutschen Jahreslohn um den Hals trägt, sagen wir mal 40 tausend Euro, dann kommt sicher auch manch Bürger Deutschlands in Versuchung, ihm den abzunehmen, wenn es einfach machbar ist. Will sagen: einfach mal rechnen und die Situation des anderen bedenken... Wer ohne "Prunk" durch Brasilien fährt, erlebt ein unglaublich faszinierendes Land, kontrastreich, spannend, voller Widrsprüche, einfach ein Hammer. Und er erlebt sehr, sehr freundliche und offene Menschen.
LG
Christoph
www.ulmer.tv
www.villasocial.de
Jedem Brasilienreisenden der nach seiner Rückehr gerne etwas spannendes erzählen möchte kann Ich folgende Verhaltensempfehlungen mit auf den Weg geben:
1.Zeig immer das Du es wert bist überfallen zu werden.
2..die Rolex gehört gut sichtbar ans Handgelenk
3.die Digicam immer schnappschussbereit halten
4.Markenkleider und insbesondere Schuhe sollten heimischer Mode wie Havaiannas stehts vorgezogen werden
5.Sprich Englisch dass wirkt gebildet und mögen die Südamerikaner, vermeide es auf alle Fälle Brasilianisch zu lernen.
6.Dein Blick solte stehts mit Angst erfüllt sein(man sollte Dir auf 10 Meilen gegen den Wind ansehen das Du Opfer bist.
7.Benutze stets ein Taxi, die Wahrscheinlichkeit vom Taxifahrer überfallen zu werden ist weitaus höher als im öffentlichen Nahverkehr(und zeugt von kulturellem Verständnis).
8.Wende Dich an Drogenverkäufer und teile ihnen subtil mit das Du sehr viel Geld mit Dir trägst und absolut wehrlos bist
9. Wenn gar nichts geht: Besoffen und nachts an der Copacabana(für ganz harte empfehl Ich Rocinho) lang schlendern.
Entschuldigt meinen Zynismus aber mal ernsthaft: natürlich ist die Wahrscheinlichkeit in Rio überfallen zu werden recht hoch aber wenn man etwas sein Hirn einschalten würde und sich etwas für die Kultur(vor allem Sprache) interressieren würde wäre es eventuel möglich Kontakt zu Einheimischen(ausserhalb de Touri-Guides und Nutten) zu bekommen die einem garantiert helfen könnten 80 Prozent der Gefahrensituationen elegant zu umgehen (jeitinho und so). Statt dessen fährt man 3 Wochen nach Brasilien meint man würde Land und Leute kennenlernen und am Ende hat man sich mit 4 Amerikanern und 2 Italienern angefreundet.
@lordchaos:
guter kommentar wenn auch ein paar Kleinigkeiten nicht stimmen:
Brasilien ist nicht arm! Brasilien hat mit das höchste BIP weltweit (lediglich die G7, China und Indien erzielen ein höheres BIP) Brasilien hat ein riesengrosses Verteilungsproblem!
Wir Deutschen haben einen falschen Eindruck von Überfällen in Brasilien. Sie gehören dort zum Tagesgeschäft wie der Motzverkäufer in der Berliner S-Bahn. Viele Menschen nehmen immer extra etwas Geld mit falls sie überfallen werden. Man bleibt ruhig, gibt den Leuten was sie wollen, Geschäft abgeschlossen. Wer unbedingt eine 500 Handy fürs telefonieren in der Öffentlichkeit braucht, die Rolex gut sichtbar zusammen mit einem Hawaihemd trägt oder den Brustbeutel mit Aufschrift "Deutsch" um den Hals baumeln hat, braucht sich nicht zu wundern wenn er zu einem sehr einseitigen Gespräch eingeladen wird.
Brasilien ist immer noch ein sehr armes, sehr korruptes Land. Auch nach 4 Jahren linker Regierung haben viele Menschen nichts zu essen. Sozialsysteme existieren so gut wie nicht, auf Politik und Polizei ist kein Verlass. Gesetze werden in den Slums von der Mafia erlassen, es herscht das Robin Hood Prinzip: Nehmt es von den Reichen und gebt es den Armen. Überfallgeschichten werden abends oft in lustiger Runde erzählt, "Ich bin gestern in der Tiefgarage überfallen worden", "Oh, hatte ich ja ganz vergessen, mich hat es auf dem Weg zum Einkaufen erwischt. Musste wieder nach Hause um nochmal Geld zu holen".
Jeder hat die Wahl ob er nach Brasilien in Urlaub will, falls er sich dazu entscheidet sollte er sich darüber im klaren sein das Überfälle zum Leben dazu gehören. Rio und Sao Paulo gehören sicher zu den Hochburgen, entspannter und schöner ist Recife im Nordwesten.
Und falls man überfallen wird sollte man immer daran denken: das Leben dieser Menschen ist um vieles schlechter als ein Hartz 4 Dasein. Man sollte ein- oder zweihundert Euro die man vielleicht verliert einfach als Solidaritätszuschlag, Kurtaxe oder Entwicklungshilfe ansehen.
Eine Messerattacke und zwei versuchte Überfälle auf der Straße waren der erste Eindruck von Brasilien innerhalb 3 Wochen. Am sichersten habe ich mich in den Regenwäldern im Amazonas gefühlt. Im Gegensatz zu Asien muß man in Brasilien auch genau beobachten, welche Personen einem entgegenkommen.