Polen: Nationalpark BialowiezaEin Wald wie im Märchen

Europas letzter Urwald ist in Polen: Hier wachsen Tannen und Eichen so hoch wie Häuser mit zwölf Etagen - ein Drittel der Bäume ist mehr als 150 Jahre alt. Dass es diesen verwunschenen Wald mit Wölfen und Wisenten noch gibt, liegt an Königen und Zaren, die das Gebiet schützten - aus rein egoistischen Motiven.

Irek Smercynski drückt das schwere Holztor zum Allerheiligsten des Nationalparks auf - hier beginnt das strenge Schutzgebiet, das Besucher nicht ohne Führer betreten dürfen. Der Wald scheint aus der Zeit gefallen, ein Wald, in dem Wölfe, Luchse und die größten Säugetiere Europas leben und mit ihnen viele Pflanzen, Pilze und Tiere, die anderswo längst ausgestorben sind. Über den Köpfen breiten einige der höchsten Bäume des Kontinents ihre Kronen aus. Sie sind das Tafelsilber des Bialowieza Nationalparks im Osten Polens, des letzten Flachlandmischwaldes in Europa, der die Bezeichnung Urwald verdient.

Bild: Reuters 11. Juli 2011, 09:462011-07-11 09:46:37 © Arnd Petry, dpa/dpa