Flugverkehr EU will Flüssigkeits-Regel kippen

Seit 2006 gelten strenge Sicherheitsregeln für Flüssigkeiten im Handgepäck von von Fluggästen - bald könnte das Verbot komplett fallen.

Fluggäste in Europa dürfen einem Medienbericht zufolge ab 2010 voraussichtlich wieder unbegrenzt Flüssigkeiten im Handgepäck mit an Bord nehmen.

Ende der 100 Milliliter-Regel? Weiblicher Fluggast mit dem vorgeschriebenen transparenten Plastikbeutel für Kosmetikartikel

(Foto: Foto: dpa)

EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani wolle die geltende Beschränkung kippen, berichtete die Wirtschaftswoche am Wochenende unter Berufung auf die EU-Kommission vorab aus ihrer neuen Ausgabe.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit habe er schon alle wichtigen Hürden genommen. Im zuständigen Sicherheitsausschuss hätten alle Länder außer Deutschland für die Abschaffung der Mengenbegrenzung gestimmt. Da keine Einstimmigkeit erforderlich sei, sei der Vorschlag angenommen worden, berichtete das Blatt weiter.

Die Zustimmung des Europaparlaments gelte als sicher, da sich das Plenum schon mehrmals gegen die Beschränkungen gewandt hatte.

Derzeit dürfen Passagiere nur Flüssigkeiten und Cremes mit an Bord nehmen, wenn diese in Behältern von höchstens 100 Millilitern stecken und die Tuben oder Fläschchen wiederum in einen Plastikbeutel verpackt sind.

Die Vorschrift wurde im Jahr 2006 eingeführt, als mutmaßliche Terroristen versucht hatten, Chemikalien durch die Kontrollen zu schmuggeln.

Die Regelung sollte nur vorübergehend gelten, allerdings scheiterten bisher sämtliche Versuche, sie wieder abzuschaffen.