Wolfgang Schäuble gilt der Islamismus zwar als die größte Bedrohung für die Bundesrepublik. Doch auch das NPD-Verbotsverfahren und die Gefahren durch Wirtschaftsspionage bereiten dem Innenminister Sorge.
Islamistische Terroristen sind nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die größte Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands. Bisher sei es glücklicherweise nicht zu Anschlägen gekommen, sagte Schäuble bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 in Berlin. Das liege an der guten Arbeit der deutschen Sicherheitsdienste, die geplante Anschläge vereitelt hätten.
Für Innenminister Schäuble steht fest: Der Islamismus ist die größte Gefahr für die Bundesrepublik. (© Foto: AP)
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Als Gründe dafür, dass Deutschland nach wie vor im Fokus islamistischer Terroristen stehe, nennt der Verfassungsschutzbericht das wachsende Engagement der Bundeswehr in Afghanistan und das Erstarken des Terrornetzes al-Qaida.
Schäuble setzte sich erneut dafür ein, dass die Nachrichtendienste mehr Kompetenzen bei der Informationsbeschaffung bekommen. Dies sei eine Grundvoraussetzung für die Verhinderung von Anschlägen. Zudem lobte er die gute Kooperation mit Geheimdiensten anderer Staaten.
Die Zahl politisch motivierter Straftaten sank 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht auf 28.538. Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten ging leicht auf 980 zurück, die der linksextremen Gewaltdelikte auf 833.
Auch wenn die Zahl der Neonazis im Vergleich zu 2006 angestiegen ist - der Bericht spricht von derzeit 4400 Menschen Neonazis. Ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD hat laut Schäuble keine Aussicht auf Erfolg. Es gebe momentan keine Erkenntnisse über die Partei, die mit Sicherheit die Kriterien des Bundesverfassungsgerichtes für ein neues Verfahren erfüllten, sagte der Minister.
2003 war ein Verbotsverfahren in Karlsruhe gescheitert, weil sich herausgestellt hatte, dass ein Teil der Partei durch Mitarbeiter des Verfassungsschutzes gesteuert worden war. Schäuble sagte, für ein neues Verfahren müsste der Verfassungsschutz seine Verbindungsleute zunächst "abschalten".
Fest steht für Schäuble, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei Die Linke weiter beobachten und auch deren nächsten Bundesparteitag verfolgen wird. Die Gründe dafür seien, dass die Linke nach ihrer Programmatik die herrschende Staats- und Gesellschaftsform überwinden wolle. Es gebe offene extremistische Gruppierungen in der Partei. Unter diesem Blickwinkel werde auch der Bundesparteitag Ende Mai in Cottbus "zur Kenntnis" genommen, sagte Schäuble.
Auch CDU-Generalsekretär Ronald Profalla sprach sich dafür aus, die Partei Die Linke künftig vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Was sich in der linksextremen Szene zusammenbraut, dürfe nicht aus den Augen verloren werden, sagte er und bezeichnete die Partei als "Sammelbecken für Linksextremisten und SED-Altkader". Auch die Parteispitze propagiere offen den Systemwechsel und lehne sowohl die freiheitliche Ordnung des Grundgesetzes so wie die Soziale Marktwirtschaft ab.
Der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, verwies darauf, dass sein Amt für diese Beobachtung nur sehr wenig Personal habe "und brauche".
Kritisch sieht Fromm die Entwicklung, dass die deutsche Wirtschaft zunehmend ausspioniert wird. Das Bundesamt für Verfassungsschutz werde seine "Bemühungen im Bereich des Wirtschaftsschutzes" verstärken, sagte er. Es gebe zunehmend ein Interesse anderer Staaten, Informationen aus der deutschen Wirtschaft auf illegale Weise zu beschaffen.
Ferner wehre das Amt Spionage-Aktivitäten im Bereich der sogenannten Proliferation ab: Es müsse verhindert werden, dass Material das Land verlasse, das zur Herstellung und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen dienen könnte, so Fromm.
(sueddeutsche.de/dpa/bica/gal)
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Die vollkommene überzogene Angstmache der Regierenden, das sich vor allem in dem mangelhaften sozialen Netz ausdrückt, oder die hochgespielte Terrorangst - also die größte Bedrohung,) sind stärkste Helfer, jeden einzelnen Menschen möglichst irgendwie speziell abhängig und oder kleingeistig und ja kurzaltrig zu halten. Das ist der Grund - so meine ich.
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Und wieder meckert der Bock ueber die grosse Gefahr fuer Deutschland, unwissewnd haben wir ihn selbst zum Gaertner gemacht.
Vor allem durch sein größeres Engagement in Afghanistan rückte Deutschland laut Bericht verstärkt in den Fokus der Terroristen, so im neusten Verfassungsschutzbericht, den der Innenminister und sein Verfassungsschutzchef Heinz Fromm vorstellte. Damit hat dieser Kommentar den Nagel auf den Kopf getroffen. Doch seine Konsequenzen ist nicht die Anmahnung des Grundgesetzes, nach dem der Einsatz in Afghanistan im Bereich des verfassungswidrigen Verhaltens zu setzen ist. Nicht die Überwachung des Verteidigungsministeriums, nach Artikel 26 - 1 des Grundgesetzes wird angestrengt, sondern sie verlangen nach mehr Überwachung der Bürger im Inneren um den Terrorismus zu verhindern. Diesen Terrorismus den die Regierung, mit ihren Kampfeinsatz in Afghanistan geradezu heraufbeschwört.
Bei sorgfältiger Sichtung des Verfassungsschutzberichtes werden die üblichen Verdächtigen in das Visier genommen. Bei den politisch motivierten Straftaten ist kein Wort über die Straftat des Kampfeinsatzes in Afghanistan. Insbesondere wird nicht auf den Einsatz von Aufklärungsflugzeugen im südlichen Afghanistan hingewiesen, deren Ergebnisse das US Militär benutzt um angebliche Stellungen der Taliban zu Bombardieren. Dass dabei die Zivilbevölkerung terrorisiert wird ist mit keinem Wort erwähnt.
Wer diese Zusammenhänge prüft, wird zur Feststellung kommen, dass sich die größten Verfassungsfeinde auf der Regierungsbank in Deutschland befinden und nach Artikel 26 (1) des Grundgesetzes, ich Zitiere; in diesen Verfassungsschutzbericht genauso gehören, wie vor das Gericht gestellt.
Man sollte rechte und linke Extremisten an ihren Handlungen erkennen. Schäuble installiert Überwachungsgesetze, wie sie in beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts zur Volkskontrolle benutzt wurden. Nicht in dem Ausmaß, nicht in der Schärfe, aber deutlich jenseits der Grenze dessen, was als maßvoll, demokratisch vertretbar und ganz besonders zweckdienlich wäre; wobei ich hier einfach den Zweck annehme, den er äußerlich vorgibt, nämlich den Kampf gegen Terror und organisiertes Verbrechen.
"Der Russe" steht nicht mehr vor der Tür; nun, die Abkömmlinge seines zur totalitären Herrschaft installierten Parteiapparates sitzen heute als "Linke" in diversen Parlamenten. Also müssen Eingriffe in die Freiheit nun mit einem anderen Angstbild justifiziert werden, auch das weiß jeder mit ein bisschen Verstand.
Also muss man differenziert Tendenzen erkennen und anprangern. Wenn eine Wagenknecht wieder Wirtschaft (und hernach wohl auch wieder Denken) verstaatlichen oder ein Schäuble die Kommunikation der Bürger flächendeckend überwachen will, muss man hier als Bürger zeigen, dass man sich das nicht gefallen lässt. Möglichkeiten gibt es durchaus; das Problem ist leider, dass vielen wichtiger ist, was heute Abend im Marienhof passiert...
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