Zur Krisenbewältigung gehören nicht nur Geldpakete, sondern auch Aufklärung darüber, wie und warum es zur Krise kam.
In der vergangenen Woche war die Enttäuschung über den politischen Aschermittwoch groß in Deutschland. Allüberall wurde so getan, als hätte dieser Tag die einschlägige Gelegenheit für die Erscheinung des deutschen Obama sein sollen.
Die Kurse stürzen ins Bodenlose, doch wer ist wirklich schuld an der Misere? Die Frage der Verantwortung bleibt unbeantwortet. (© Foto: iStockphotos)
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Weil aber in Passau, in Cuxhaven und in Vilshofen dann doch nur Seehofer, Steinmeier und Co auf die Bühne traten, wurde allseits gejammert darüber, dass die Redner an diesem Tag vor allem ihre Kraftmeiereien präsentierten. Diese Klage ist ebenso ein Ritual wie der politische Aschermittwoch selbst.
Das Problem des politischen Aschermittwochs ist nicht das Ritual, sondern dass sich dieses nicht auf den politischen Aschermittwoch beschränkt. Die Parteien gehen täglich so miteinander um, sie reden und handeln also fortwährend so, als sei jeder Tag politischer Aschermittwoch und als müssten sie jeden Tag darlegen, dass die jeweils andere Partei ein nationales Unglück sei und deren Politik gefährlich für die Zukunft des Landes. Dieses Ritual samt Verteidigung irgendwelcher reiner Lehren geht den Leuten in den Zeiten der Krise besonders auf die Nerven.
Es ist ohnehin staunenswert, ja fast verwunderlich, wie sehr die Menschen trotzdem noch immer die Nerven behalten, wie sie jede weitere Zumutung ertragen und wie sie geduldig zusehen, wie die staatlichen Milliarden in die sogenannten Pakete gestopft werden, wie die torkelnden Landesbanken immer und immer wieder gestützt werden, wie eine Hypo Real Estate sich als Fass ohne Boden erweist und wie der Staat, um die Finanzwirtschaft zu retten, sich in abenteuerliche Schulden und Risiken stürzt.
Das Merkwürdige bei alledem ist, dass niemand sich Asche aufs Haupt streut - niemand in der Politik, niemand in der Wirtschaft. Niemand legt Rechenschaft ab, niemand übernimmt Verantwortung. Niemand will schuld daran sein, dass der Kapitalismus außer Rand und Band geriet. Diejenigen, die dem Kapitalismus dabei geholfen haben, schweigen heute oder machen mit bei der Klage über die kapitalistischen Auswüchse, die sie selbst befördert haben. Das Verhalten der Politik und der ministeriellen Finanz- und Wirtschaftsbürokratie erinnert an den Brandstifter, der später beflissen beim Löschen mitmacht.
Am Beginn der großen Krise stehen womöglich Kapitalverbrechen im Wortsinn - aber die Fragen nach Verantwortung und Schuld stellt kaum jemand. Das Schatten- und Zombiebankensysten war ja nicht geheim - die staatliche Bankenaufsicht, auch die deutsche, hat zugeschaut, wie der Giftmüll im internationalen Finanzsystem abgelagert wurde. Die offizielle Politik hat das lange Zeit, zumal unter der Regierung Schröder, gekannt, geduldet und gefördert, sie hat darauf vertraut, es werde schon irgendwie gutgehen. Es ist nicht gutgegangen.
An der Satansmühle haben viele gedreht. An der Entfesselung des Kapitalismus haben viele mitgewirkt - auch die deutsche Politik. Zur Krisenbewältigung gehören daher nicht nur Geldpakete. Zur Krisenbewältigung gehört auch Aufklärung. Ohne Aufklärung der alten Verantwortungslosigkeiten, Irrwitzigkeiten, Fahrlässigkeiten und Vorsätzlichkeiten, ohne Analyse der furchtbaren Fehler, Irrwege und Denkmuster kommt man nicht aus der Krise, macht man nur neue Fehler, geht man neue Irrwege, verfällt man in alte Denkmuster.
Die eilfertige Selbstverständlichkeit, mit der in der Wirtschaft nach Milliarden gerufen und mit der in der Politik Milliarden ausgegeben werden, soll wohl auch davon ablenken, dass bisher jede Rechenschaft für das Großdesaster verweigert wurde. Das Ablenkungsmotto heißt: Wenn es brennt, muss man löschen, und nicht lang fragen, warum es brennt. Aber nicht einmal das stimmt. Wer die Ursachen des Feuers nicht kennt, löscht womöglich mit den falschen Mitteln - und er riskiert das nächste Feuer.
(sueddeutsche.de/gba)
UN-Tourismusorganisation
Da wird aus meiner bescheidenen Sicht mit nicht brennbaren E-Cash- Mitteln gelöscht? Die Immobilien- und Kreditkarten-Kreditnehmer in den USA sollen ja die Schuldigen sein. Haben eben über ihre Verhältnisse gelebt. Wo ist aber deren Geld geblieben? Soll es etwa verbrannt sein? E-Cash brennt nicht. Wer hat es heute? Auf jeden Fall nicht die auf der Straße liegenden oder zahlungsunfähig gewordenen Kreditnehmer. Auch nicht die uns täglich gemeldeten Bankrotteure (Staatsbanken, Banken, Versicherungen, Hedge-Fonds, Spekulanten, Opel, Schaeffler, etc.). Wer sind die modernen Geld-Sammler und -Jäger unserer Zeit, die keiner benennen will. Die verdienten Milliarden der Börsen-Zocker der Welt stehen doch in keinem Verhältnis zu den bereits weltweit locker gemachten Billionen und den weiter vermuteten Risiken weiterer Billionen Giftpapiere, die noch in irgendwelchen weiteren Depots (?) lagern und darauf warten aufzufliegen. Geschickt war es schon so eine Finanzblase über Jahre unbemerkt im Schutz der FED entstehen zu lassen und diese u.a. auch noch unseren deutschen Staatsbanklenkern in den genannten Größenordnungen etc. unterzujubeln. Von wem haben die eigentlich die Papiere her? Das muss doch herauszukriegen sein? Da müsste es doch Daten geben Herr Schäuble und Herr Steinbrück? Oder lagern diese nur in den Steueroasen, wo keiner mehr Einblick hat? Da haben wir es wohl mit Menschen zu tun, die die cleveren Erfinder des Jahr-2000-Problemes noch um einiges übertreffen, so eine Art Gottelite. Ich fürchte, die stehen schon in den Startlöchern und wollen jetzt auch noch die 2. Welle Staatsknete in Ihre Sammelstellen leiten, z.B. mit einer 100% privaten Rentenversicherung in Deutschland. Vorsicht vor diesen Beratern der Wähler. Aufgepasst ihr jungen Leute! Es sollten nun aber wirklich umgehend ein paar wirksame Fallen aufgestellt werden, sonst kommt der Geldkreislauf bald wieder zum Erliegen. Wie soll man dann mit dem Gelddrucken nachkommen? Kein Problem, natürlich mit E-Cash!
Niemand ist schuld an der Krise.!
Diese Krise kam aus heiterem himmel, wie Phönix aus der Asche, sie war plötzlich da.
Warum?
Weil niemand was sehen, was hören-was wahrnehmen wollte.
Die Anzeichen waren zahlreich, die Hinweise ebenfalls, die Mahner redeten sich den Mund franzig, doch niemand hörte hin.
Wie dumm sind wir alle geworden?-Die Schuldigen, die kann man ebenfalls überall sehen,.
Jeder wusste, so kann auch Marktwirtschaft nicht funktionieren. Jeder konnte wissen, wo Raubtiergehege geöffnet werden, wird alles aufgefressen.
Das Ende kennen jetzt alle.
Dennoch gibt es einen - für mich jedenfalls - Hauptschuldigen: Das ist die Politik.
Sie hat alle gewähren lassen, öffnete Tür und Tor für alle Machenschaften. Dann wundertt sie sich, dass diese ungeahnten Möglichkeiten alle genutzt wurden .
dumm und naiv, vertrauenselig oder unwissend, was auch immer sie waren- sie ahben jämmerlich versagt.
Fazit: Abwahl!
Wir brauchen jemand, der alles in den Griff bekommt. Die jetzigen schaffen es nicht.,
Um die Logik der KAPITALSTOCKMAXIMIERUNGS-Herrschaft anschaulich zu machen -: das Transrapid-Projekt 'München-Airport' war eine bayerische Ausgabe des nach wie vor in Deutschland herrschenden Wachstumszwang-Regimes.
Es geht diesem fast-geheimen Rumpelstilzchen-Clan nur um die Generierung der 2%-Wachstumsrate. Ohne diese 2% muß die Kapitalmacht in Deutschland wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und einem evolutionsprozess-logisch effizienteren und anderen Steuerungssystem 'des nachhaltigen Wirtschafts' Platz machen. Das alles weiß Angela Merkel und sie arbeitet auf den Tag hin, an dem sie darüber sprechen kann. Das wäre ihre Perestroika-Rede.
Der Grund, warum die fundamentalen, ursächlichen Zusammenhänge, die zur globalen Wachstumsabsturzkrise geführt haben, nicht öffentlich diskutiert werden, liegt in seiner Einfachheit natürlich auf denr Hand: das globale KAPITALSTOCKMAXIMIERUNGS-Projekt des absolutistisch herrschenden Wachstumszwang-Regime wäre sofort zerstört und das evolutionprozess-logische Folgeprojekt (= ÖKOSOZIAL FINANZIERTES HUMANKAPITAL-Projekt) würde im Konsens aller Staaten und Menschen gestartet werden. Das Häuslibauer-Projekt in den USA war nur eines von vielen Einzelprojekten zur Fortsetzung der Kapitalstockmaximierung in den frühentwickelten Industriestaaten.
Den Exodus aus dem Ancien Regime der Kapitalstockmaximierer haben wir noch vor uns.
Banken ,die Wirtschaftsbonzen und die Medien versuchen zusammen mit der Politik, den kleinen Bürger für dumm zu verkaufen.Genau dazu zählt auch der Beitrag des Herrn Heribert Prantl.Verdummung hoch zehn.
Paging