Mit einer Grundsatzrede in Kairo will US-Präsident Obama das Vertrauen der Muslime gewinnen, ohne Israel zu verprellen.
3000 FBI- und CIA-Leute sollen schon da sein. Jetzt werden gepanzerte Limousinen erwartet, Hubschrauber, Kameras, Waffen, technisches Gerät. Die US-Experten gewährleisteten in Ägypten in eigener Regie die Sicherheit des Staatsgasts, berichte die Zeitung Al-Mesryoon. Die Behörden seien aufgefordert worden, Namenslisten aller einheimischen Polizisten zu übergeben: Wer immer in die Nähe des Präsidenten komme, werde von den Amerikanern überprüft.
Als neuer Tutanchamun, der berühmte ägyptische Pharao, wird US-Präsident Barack Obama auf diesem Schild in Kairo schon gepriesen. (© Foto: AP)
Anzeige
Über der Kairo-Universität weht unterdessen seit Tagen eine besonders schöne ägyptische Flagge. Wände werden gestrichen, Blumenbeete geharkt, die anstehenden Examen sind verschoben worden. Kurz: Kairo bereitet sich auf den Besuch von US-Präsident Barack Obama am Donnerstag vor.
Der hat eine Grundsatzrede an die arabische und islamische Welt angekündigt. Bei seinem Auftritt in der ägyptischen Hauptstadt steht der Mann aus dem Weißen Haus unter enormen Erfolgsdruck. Er will versuchen, in einer wegweisenden Ansprache das Verhältnis der USA zur arabischen Welt zu kitten, den Muslimen weltweit Vertrauen einzuflößen.
Obamas Aufgabe könnte schwieriger kaum sein
Der Präsident muss dabei eine schlüssige Nahost-Politik skizzieren - und zugleich das Gefühl vermitteln, dass kein "Krieg der Kulturen" herrscht, sondern es gemeinsame Werte und Interessen gibt zwischen der muslimischen Welt und den USA und den westlichen Staaten.
Dass Obama muslimische Vorfahren hat und den Mittelnamen Hussein trägt, mag helfen - weit reichen wird es nicht. Denn der Amerikaner trägt Ballast mit sich: Acht Jahre US-Politik unter George W. Bush, der 11.September, der Irak-Krieg, die parteiische Rolle der USA im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern.
Zudem sind die Interessen aller beteiligten Staaten und Gruppen gegensätzlich und doch aufs Engste miteinander verknüpft: Obamas Aufgabe könnte schwieriger kaum sein. Doch im Gegensatz zu anderen US-Präsidenten hat er dem Thema Nahost von Beginn seiner Amtszeit an viel Raum eingeräumt, trotz der alles überschattenden globalen Finanzkrise. Obama spannt den Bogen weit: Er sucht nach zusammenhängenden Lösungen in "Greater Middle East", dem Raum vom klassischen Nahen Osten mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt über Syrien, Libanon, Irak und Iran bis hinauf in die Kriegs- und Krisenregion von Afghanistan und Pakistan.
"Der Ausbau der Siedlungen muss enden!"
Zwei Themen dürften im Mittelpunkt stehen: Die Lösung des Palästina-Problems und der Versuch, Iran von seinem Atomprogramm abzubringen. Was Palästina angeht, scheint Obama entschlossen zu sein, die lange versprochene Zwei-Staaten-Lösung durchzusetzen und das zentrale Problem des Nahen Osten zu lösen. Er hat Israel gewarnt: "Der Ausbau der Siedlungen muss enden!" In Jerusalem sieht man dies anders: "Es gibt vernünftige und es gibt unvernünftige Forderungen", reagierte Premierminister Benjamin Netanjahu kühl.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Westjordanland Israel will Siedlungsbau nicht stoppen 31.05.2009
- Politik kompakt Iran: USA haben Anschlag geplant 29.05.2009
- Obama trifft Abbas "Ich will Fortschritte sehen" 29.05.2009
- USA und Israel Streit um Siedlungen 28.05.2009
- USA Jones: Obama hat die USA sicherer gemacht 28.05.2009
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
Was Obama dort macht ist, wasch mir das Fell und mach mich nicht nass. Er kann und darf Israel nicht verprellen,sonnst ist seine Amtszeit voerbei und in der Presse werden Skandale Inzeniert,ob war oder nicht,es bleibt schon was haengen. Das Israel das Westjordanland nicht freigeben wird hat man ihm schon deutlich gemacht,die Eingebornen dort bekommen ihre ( Indianer ) Reservate und Monatlichen Allmosen. Es werden in Kairo nur Schlaftabletten verteilt werden.
Ein Land, das internationales Recht bricht und illegal besetztes Land besiedelt, definiert dies als "vernünftig". Die Forderung, geltendes internationales Recht anzuwenden wird hingegen als "unvernünftig" eingeschätzt.
Ich stelle mir gerade vor, wie es wohl bei uns zugehen würde, wenn die Justiz jeden Straftäter selbst entscheiden lassen würde, welches Gesetz er heute gerade für "vernünftig" hält: "Also, Euer Ehren, sie müssen zugeben, dass es total unvernünftig ist, dass dem faden Typen der tolle Ferrari gehört, den ich schon immer haben wollte. Das ist doch nur vernünftig, wenn ich mir den einfach nehme."
"U.S.: We will continue to support Israel at UN " Haaretz
Bei so einer Position kann Obama seine tolle Rede auch gleich wieder einpacken, weil sie dann nämlich nichts anderes sit als heisse Luft. Solange israel weiter Siedlungen baut und die USA zu feige sind, endlich einmal echten Druck zu machen, kann er sich die schönen, leeren Worte alle sparen.
An sie SZ: Wann wird hier eigentlich endlich einmal der Unterschied zwischen arabischen Völkern und arabischen Herrschern zur Kenntnis genommen? All die schönen Analysen sind völlig wertlos, weil sie von absolut falschen Voraussetzungen ausgehen. Die Araber (als Volk) stehen hinter dem iranischen Atomprogramm und betrachten es auch asl eine Frage des arabischen Stolzes, dass sich ein islamisches Land den westlichen Erpressungen nicht beugt. Die arabischen Marionetten-Herrscher von US und Israels Gnaden stehen natürlich ander Seite ihrer Herren und werden von ihren Völkern deshalb gehasst.
untersteht einer gewissen Entwicklung.
Was heißt hier durchsetzen........ was, "zahnloser Löwe".......?
Obama wird sich diesem fragilen Thema sicher nicht als ein "Elefant im Porzellanladen" erweisen.....
Bush's Hinterlassenschaften sprechen doch für sich......
Allerdings haben wir es hier mit einem ganz besonderen Land mit einem ganz besonderen Verhältnis zur Welt zu tun. Sie erkennen das daran, dass, würde ich dieses Verhältnis näher skizzieren, mein Kommentar umgehend gelöscht würde.
Paging