Helmut Kramer, ein früherer Richter am Oberlandesgericht, hat solche Fälle zusammengetragen in einem Beitrag für das soeben erschienene "Schwarzbuch Deutschland", Untertitel: "Das Handbuch der vermissten Informationen".
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Dort finden sich auch die Urteile, die belegen, wie man die Großen laufen lässt. Die Großen sind beileibe nicht nur die Ackermänner aus der Wirtschaft.
In der brandenburgischen Trennungsgeldaffäre etwa, bei der Richter und Beamte aus dem Westen (unter anderem fünf einstige Minister und Staatssekretäre) insgesamt mindestens zwei Millionen Euro Trennungsgeld zu Unrecht bezogen hatten, begnügte man sich zumeist mit der Rückzahlung der eingeheimsten Gelder.
Es gab 269 Verdachtsfälle allein im Bereich der Justiz, also bei Richtern und Staatsanwälten - aber nur eine einzige Verurteilung.
Und das Vertrauen des Arbeitgebers in die Integrität der Richter, Staatsanwälte und Beamten, das bei Supermarktkassiererinnen, Bäckerei-Filialleitern und Versicherungs-Kundenbetreuern so wichtig ist, war hier offenbar nicht nachhaltig beschädigt.
Massenfälle hier, Sonderfälle dort
Der frühere Oberlandesrichter Kramer analysiert auch eine ganze Reihe von Ladendiebstahls- und Schwarzfahrer-Fällen und kommt zu dem Schluss: "Was einfachen Bürgern vorenthalten wird, nämlich Verständnis für situativ bedingte Ausnahmesituationen, wird gutbetuchten Beschuldigten nicht selten großzügig zuteil."
Der frühere Postchef Klaus Zumwinkel erhielt für Steuerhinterziehung in Höhe von fast einer Million Euro eine Bewährungsstrafe. Das Strafmaß war hier, wenn man es mit anderen Steuerstraftaten vergleicht, nicht zu beanstanden; die Justiz konnte Zumwinkel nicht schärfer anfassen als andere Steuerstraftäter.
Die Strafzumessungspraxis bei Wirtschaftsstraftaten erscheint einem freilich einigermaßen makaber, wenn man sie damit vergleicht, wie die Justiz bisweilen auf Bagatellstraftaten kleiner Leute reagiert.
Die Strafmaßunterschiede bei U-Bahn-Schwarzfahrern einerseits und bei Steuerhinterziehung oder Korruption andererseits sind krass: Massenfälle hier, Sonderfälle dort. Strafrecht gilt deshalb in besseren Kreisen immer noch als Spezialrechtsgebiet gegen das Prekariat und den unteren Mittelstand.
Das Recht ist auch für die Schwachen da. Das ist ein selbstverständlicher Satz. Aber das Selbstverständliche ist leider nicht selbstverständlich.
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Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten – vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/odg)
Urteil am Bundesverfassungsgericht
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Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Links zum Thema:
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/nur-ein-vorwand/
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&dig=2009%2F02%2F25%2Fa0076&cHash=10208c0ae7
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/das-urteil-ist-eine-farce/
danke an herrn prantl für die wiedergabe der gerechtigkeitseinschätzung. hier wird von kaisers nur in brutaler weise das kündigungsrecht mißbraucht ohne abwägung. die arbeitnehmer sollen mit hilfe einer abgehobenen rechtsprechung geheuert und gefeuert werden. damit werden sie willig eingeschüchtert und zu niedrig löhnen verurteilt. wer sich wehrt wird mit angebl. zeugen billig ausgesondert. ich rufe zu einkaufsverweigerungen bei solchen firmen auf, aber auch zu einer änderung des bestehenden arbeitsrechtes zugunsten der arbeitnehmer. wir verbraucher können uns ja auch wehren und sozialere arbeitgeber damit belohnen.
Das Politische Versagen von Rechten und Unterstützung führt geradewegs ins Verderben, aber die Kanzlerin hat immer noch dieses unerträgliche Grinsen im Gesicht und macht auf Fatal-Optimismus in Zeiten des Untergangs.
Das kann man schon so machen, aber auf Piratenschiffen wird der Kapitän meist gelüncht, wenn man seine Mannschaft so verarscht, weil man sich im Rampenlicht sehen möchte und nicht die Bedürfnisse und Notwenigkeiten dort hin bringt.
Das Versagen dieser Kapitänsneurose, genannt Merkel, ist schier nicht mehr auszuhalten.
Meuterei wäre angesagt !!!
Ich bedanke mich bei Ihnen !
Walter Wasilewski
Nur zur Info für alle, die über dieses Urteil genauso ENTSETZT sind wie ich:
Der Kundenservice von Kaisers schrieb mir heute als Stellungnahme auf meinen Protest:
Zitat: "Leider wird der Fall in den Medien sehr einseitig dargestellt.
Selbstverständlich haben wir den Vorfall genauestens geprüft,
bevor die Kündigung ausgesprochen wurde. Auch haben wir Frau E. im
persönlichen Gespräch die Möglichkeit geboten,
den Vorfall aus ihrer Sicht darzustellen. Sie hat sich jedoch bei
ihren Ausführungen wiederholt in Widersprüche verwickelt
und zudem Kollegen zu Unrecht bezichtigt. Die ihr unterbreiteten
Angebote für eine gütliche Einigung hat Frau E. kategorisch abgelehnt.
Dieses Verhalten und nicht der Wert der veruntreuten Pfandbons hat
letztendlich bei zwei Gerichten zu einem eindeutigen Urteil
geführt. Bitte berücksichtigen Sie auch, dass wir
derartige Vorfälle nicht als Kavaliersdelikte behandeln können
auch zum Schutz aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!"
Dies ist in meinen Augen eine erbärmliche Rechtfertiung!
Weiß jemand, wie die Angebot Kaisers für eine gütliche Einigung ausgesehen haben?
Ich spekuliere mal folgendes: Frau E. hätte die Tat zugeben sollen und wäre dann ordentlich gekündigt worden...Wie nett...
Ansonsten dreht sich die Diskussion hier im Kreis. Die Juristen hier verteidigen ihr Regelwerk, als ob es makellos und ohne Fehler wäre und verschmähen alle Nichtjuristen als unwissende Stammtischler.
Ich fühle mich an Kafkas "Der Prozess" erinnert....
Paging