Todesfälle bei Unruhen Thailands Ex-Premier muss vor Gericht

Wegen der blutigen Unruhen in Thailand vor Gericht: Ministerpräsident Abhisit und sein Stellvertreter Suthep

(Foto: REUTERS)

Anklage gegen Thailands Ex-Premier Abhisit Vejjajiva: Weil während der blutigen Unruhen vor zwei Jahren ein Mann von der Armee erschossen wurde, muss sich der frühere Ministerpräsident vor Gericht verantworten. Auch ein weiterer ehemaliger Spitzenpolitiker muss auf die Anklagebank.

Der frühere thailändische Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva muss sich im Zusammenhang mit den blutigen Unruhen 2010 vor Gericht verantworten. Gegen ihn und seinen damaligen Stellvertreter Suthep Thaugsuban werde erhoben, teilten die zuständige Ermittlungsabteilung im Justizministerium sowie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Abhisit und Suthep werden beschuldigt, den Befehl für tödliche Schüsse auf Demonstranten gegeben zu haben.

Demnach müssen sich Abhisit und Suthep in der kommenden Woche Anklage wegen des Todes eines Taxifahrers verantworten, der von der Armee erschossen worden war. Die Entscheidung für die Anklage sei auf der Grundlage von Zeugenaussagen sowie eines Urteils gefallen, wonach der Taxifahrer von thailändischen Soldaten erschossen wurde, hieß es weiter. Der damalige Regierungschef und sein Vize würden zum 12. Dezember zur Anhörung vor Gericht geladen.

Bei den wochenlangen Protesten der sogenannten Rothemden gegen die damalige Regierung waren im Frühling 2010 mehr als 90 Menschen getötet und 1900 weitere verletzt worden.