Westdeutschland war nicht besser als die DDR und Konrad Adenauer war ein DDR-Politiker - diese und weitere Ansichten von Schülern aus Brandenburg erschüttern selbst die hartgesottenen Forscher.
"Brandenburg wird nicht umsonst die 'kleine DDR' genannt", sagt Klaus Schroeder bitter.
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DDR-T-Shirt: Seit Jahren schon wird die ehemalige Diktatur verklärt. Die Ergebnisse der Schüler-Studie stellen einen vorläufigen Tiefpunkt im Wissen über die DDR dar. (© Foto: AP)
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War sein Forscherteam an der Freien Universität Berlin schon entsetzt über die im November veröffentlichten Forschungsergebnisse zum DDR-Bild von Schülern in Berlin und Nordrhein-Westfalen, kam es jetzt sogar noch dicker.
Denn was die brandenburgischen Schüler in den Fragebogen ankreuzten, übertraf noch die schlimmsten Befürchtungen. "Wenn ich in Brandenburg die PDS wäre, würde ich darauf einen trinken", fasst Schroeder die Ergebnisse sarkastisch zusammen.
Die FU-Forscher prüften 2006 und 2007 das Wissen von rund 750 Schülern der 10. und 11. Klassen in Brandenburg. Insgesamt waren es rund 5000 in Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen und der Mark. Die bayerischen Ergebnisse liegen noch nicht vor. Von den 18 Wissensfragen zur DDR konnten mehr als 70 Prozent der märkischen Schüler nicht einmal die Hälfte richtig beantworten.
Erschreckend sei, dass mehr als die Hälfte (54,4 Prozent) das Jahr des Mauerbaus nicht kannten. Nur etwa jeder Dritte wusste überhaupt, dass die DDR die Mauer gebaut hatte. Ebenfalls jeder dritte Schüler hielt Konrad Adenauer und Willy Brandt für DDR-Politiker.
Weitere Kostproben: Fast 70 Prozent meinen entweder, dass die Bundesrepublik vor 1989 nicht besser als die DDR war, oder sie legen sich nicht fest. 71,8 Prozent finden "es gut, dass in der DDR jeder einen Arbeitsplatz hatte, auch wenn der Staat die Löhne bestimmte und der Wohlstand gering war". Fast jeder Fünfte glaubt, dass die DDR-Wirtschaft, die 1989 vor dem Bankrott stand, besser als die der BRD war. Mehr als die Hälfte widerspricht nicht der Aussage: "Die DDR war keine Diktatur".
Erstaunt waren die Forscher bereits bei der Auswertung der nordrhein-westfälischen Ergebnisse gewesen. Die 900 Schüler offenbarten breite Wissenslücken über das Leben im geteilten Deutschland. So glaubten auch in Aachen und Bochum nicht wenige, dass Adenauer ein DDR-Politiker war und dass die Alliierten die Berliner Mauer gebaut haben. Ein Viertel hält die Stasi für "einen ganz normalen Geheimdienst". Weniger als die Hälfte weiß, dass das SED-Regime nicht durch freie Wahlen legitimiert war. Und auch bei den "West-Schülern" führen Unkenntnis und Zukunftsängste dazu, vor allem im sozialen Bereich die DDR sehr positiv zu beurteilen.
Mehr als 80 Prozent der Brandenburger gaben zu, wenig oder nichts von der DDR zu wissen. Damit hatten sie von den vier Bundesländern "die Rote Laterne". "Dies ist angesichts der Tatsache, dass Brandenburg Teil der DDR war, ein beschämendes Ergebnis", heißt es in der Studie. Dabei würden sich grundsätzlich mehr als zwei Drittel der Jugendlichen für das Thema interessieren. "Im persönlichen Gespräch haben aber viele Schüler beklagt, dass die DDR bei den Lehrern eine Art Tabuthema ist", sagt Schroeder. Hier sei einiges schief gelaufen.
"Ich vermute, dass es vor allem an den Altbeständen der Lehrer liegt." Ganz unbekannt ist das Problem im brandenburgischen Bildungsministerium offenbar nicht. Als hätte man geahnt, welches vernichtende Urteil die Studie über die politische Bildung an den märkischen Schulen fällen würde, hat man erst kürzlich Verbesserungen angekündigt. Schroeder beeindruckt das wenig: "Das wollen die schon seit 15 Jahren."
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(dpa/gba)
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Zur Geschichte der DDR u. Mauer
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie über die Veröffentlichung meines neuen Zeitzeugenromans informieren, der sich vom Inhalt her erstmalig auf dem Buchmarkt befindet:
“Im Auftrag des Großen Bruders“, ISBN 9783862545513, Autobiografie, AAVAA-Verlag, Berlin. Handlungszeitraum: 1963 – 90.
Gründe des Niedergangs der DDR, ihre militärische Stellung im Warschauer Pakt (Hegemonie der ehemaligen Sowjetunion) und damit verbundene Probleme in der Wirtschaft werden hier aufgezeigt. (Nicht zu vergessen: Ausbau/Instandhaltung innerdeutsche Grenze 1400 km und Mauer 167 km.)
Die Auswirkungen sind heute noch erkennbar.
Das Land ist schließlich mit ehemaligen NVA-Standorten übersät – von außen unsichtbare Atom- oder Führungsbunker wuchsen damals wie Trüffeln in der Erde. Noch 1988 investierte man in Größenordnungen – ein Schlag ins Kontor der DDR-Wirtschaft. (Einsatz von Materialien bester Güte – auch aus dem Westen importiert)
Nur ein sehr kleiner Personenkreis war über die verbauten Milliarden informiert. Auch darauf waren die Aktivitäten des KGB und der Stasi gerichtet.
Ziel im Roman war, die Grenze zur erzählerischen Fiktion nicht zu überschreiten. Es werden Fakten in Handlungen gepackt und mit Dialogen gespickt. Sie sollen vor allem das Leben der Menschen in der DDR unter genannten Umständen veranschaulichen. („Aus dem Leben eines Bauschaffenden …“)
Thomas Schmidt
Niemand, wenn er nicht muß und dann auch nur widerwärtig.
Ich war auch mal Schüler und bin über den Holocaust und die anderen schlimmen Sachen nicht nur informiertund unterrichtet, sondern malträtiert worden. Das Thema hängt mir zum Hals heraus. ( I am fed up). Dabei hat mir die andere Art von deutscher Geschichte viel besser gefallen, insbesindere die mit Hermann den Cheruskuerfürsten, der die Römer vernichtend geschlagen hat. Das war doch etwas furchtbar positives.
Daß das leidige Thema mit dem Holocaust einmal an Aktualität verliert, es durch Zeitablauf einmal weniger wird, hat sich als trügerische Illusion erwiesen. Alle 3 Jahre stellt man immer wieder fest, daß die Jugend überhaupt nichts weiß von dem, was im dritten Reich alles vorgefallen ist und dann muüssen neue Missionare ran, um die unwissende Jugend endlich mal richtig aufzuklären. Ich zum 16 mal.
Unabhängig davon erfahre ich auch noch zwischendurch und nebenei, daß nicht nur in NAzi-Deutschland, sondern bereits unter dem guten alten Kaiser Wilhelm II. böse Deutsche ihr Unwesen trieben (zur Abwechsliung mal mit einer ganz anderen Bevölkerungsgruppe, den Herreros in Afrika).
Holocaustmäßig gesehen, bin ich überinformiert. Die seelische Hornhaut, die ich mir zur Wahrung meiner psychischen Equilibrierung zugelegt habe, außert sich in totaler Gleichgültigkeit was das Schicksal von Roma, Sinto oder Herreros anbelangt.
Bei allem aber vermisse ich so sehr die Geschichte mit den guten siegreichen Deutschen, die als wilde ungehobelte Germanen die Römer .. usw, (bekann) .Kurz:. Ich sehne mich nach dem Positiven.
. Welches Volk definiert sich über seine Schandtaten? Ich möchte Siegessäulen, Triumpfbögen Bismarcktürme, Siegesdenkmäler sehen 2700 Stelen in Berlin nmachen mich ratlos
"Fast 70 Prozent meinen entweder, dass die Bundesrepublik vor 1989 nicht besser als die DDR war, oder sie legen sich nicht fest."
Das ist doch keine Frage nach Fakten sondern eine Frage nach Meinungen ...
10 und 11 Klässer sind die Jahrgänge um 1989/90 ... diese sind nicht damit aufgewachsen und somit ist dies für sie genauso gegenstandslos wie das Dritte Reich.
Meinungen über die DDR und BRD werden überall anders behandelt (z.B. böser Wessi, blöder Ossi...) Eltern vermeiden es, mit Ihren Kindern darüber zu reden ... zu nah am Geschehnis und zu sehr geprägt vom jeweiligen Staat
Schulen Enden mit der Vermittlung des Wissen in den 1950ern - falls sie überhaupt soweit kommen ... also, woher sollen diese Kinder irgendetwas über die DDR wissen?
Das ist natürlich ein hanebüchener Unsinn.
Bei der "Stasi" gab´s kein "waterboarding" und wie die raffinierten Foltermethoden sonst noch heißen, die unsere freiheitliche Führungsdemokratie an der "School of Americas" seine Vasallen lehrt.
Bei uns im freien Westen heißt die "Stasi" Verfassungsschutz, klingt doch viel schöner, hat nur mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
"Wenn ich in Brandenburg die PDS wäre, würde ich darauf einen trinken"
Wieviel Prozent der Wissenschaftler und Journalisten sind eigentlich der Meinung, dass Parteien trinken können? Und was?
Und dass 71 Prozent es okay finden, dass alle einen Arbeitsplatz haben und der Staat die Löhne bestimmt und der Wohlstand gering war, ist jetzt auch nicht soo schlimm. Dies sagt mehr über die jetzigen Verhältnisse im Osten aus als über den Bildungsgrad: Geringer Wohlstand, hohe Arbeitlosigkeit, der Staat bestimmt zusammen mit der Wirtschaft (und mittels Hartz4) die (niedrigst-)Löhne. So what?
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