Der Ausbau der Kinderkrippen ist ohne zusätzliche Ausgaben des Staates möglich. Das Deutsche Jugendinstitut erwartet stattdessen Milliardeneinnahmen - weil mehr Frauen arbeiten und Steuern zahlen.
Der Ausbau der Kinderkrippen ist ohne zusätzliche Milliardenausgaben des Staates möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung des Deutschen Jugendinstituts (DJI), die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
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Demnach kann der Staat im Jahr 2013 knapp drei Milliarden Euro Mehreinahmen erwarten, wenn bis dahin 500000 neue Krippenplätze geschaffen sind. Dem stünden nach Schätzungen des Bundesfamilienministeriums Ausbaukosten von ebenfalls etwa drei Milliarden Euro jährlich gegenüber.
Diese ausgeglichene Bilanz hat mehrere Ursachen. So erhielte der Staat 1,2 Milliarden Euro Steuern und Sozialabgaben zusätzlich, wenn jede dritte Mutter eines Krippenkindes eine Halbtagesstelle annehmen würde. Außerdem würden im Jahr 2013 zusätzlich 80.000 Erzieherinnen und Tagesmütter in Vollzeit beschäftigt.
Für ihre Gehälter fielen Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 1,3 Milliarden Euro an. Daneben würde der Staat beim ArbeitslosengeldII schätzungsweise 250 Millionen Euro sparen, weil eine kleine Gruppe von Frauen dank eigenem Verdienst nicht mehr auf Hilfe der Behörden angewiesen wäre.
Schließlich, so rechnet das DJI vor, sinkt die Zahl der Kinder bis zum Jahr 2013 deutlich. Der Bund muss dann pro Jahr knapp eine Milliarde Euro weniger Kindergeld für Kinder unter 14 Jahren zahlen.
Insgesamt erzielt der Staat demnach Mehreinnahmen und Ersparnisse von 3,8Milliarden Euro. Der DJI-Direktor Thomas Rauschenbach wertet dies als "gewaltigen positiven ökonomischen Nebeneffekt des Krippenausbaus." Allerdings weist er - wie Dieter Dohmen vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie - darauf hin, dass die Sozialversicherungen den größten Nutzen hätten, weil ihre Einnahmen um 1,7Milliarden Euro steigen würden.
Die Kommunen, die den Ausbau zahlen, würden nur um knapp 400 Millionen entlastet. "Hier ist eine gerechte Verteilung von Nutzen und Lasten notwendig; Bund und Länder sind gefordert", sagt Rauschenbach.
"Verschleppen, ausbremsen, torpedieren"
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat unterdessen ihr Finanzierungskonzept für den Krippenausbau fertiggestellt, will es aber noch unter Verschluss halten. Anders als geplant, will sie ihren Vorschlag nicht am Montag dem Koalitionsausschuss präsentieren, sondern ihn zunächst mit Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) abstimmen, sagte ein Ministeriums-Sprecher am Freitag in Berlin.
Dies sei "keine Zurücksetzung des Anliegens oder der Ministerin", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Der gemeinsame Finanz-Vorschlag von Steinbrück und von der Leyen solle bei den Haushaltsberatungen im Mai auf den Tisch kommen.
Die SPD kritisierte von der Leyen als zögerlich und warf der Union Konzeptlosigkeit vor. Die Haushaltsberatungen seien nicht der geeignete Ort, um die parteiinternen Widersprüche der Union zu klären, sagte Generalsekretär Hubertus Heil. Fast täglich gebe es neue Kapriolen in der Union unter dem Motto "verschleppen, ausbremsen, torpedieren".
Auch die Grünen hielten von der Leyen vor, dass sie sich "wegduckt, wenn es ans Eingemachte geht". Die Ministerin habe jede Woche eine neue Ausrede, weshalb sie noch kein Finanzkonzept vorgelegt habe, sagte Grünen-Chefin Claudia Roth. Sie forderte ein Abschmelzen des Ehegattensplittings für mehr Krippenplätze.
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(SZ vom 14./15. März 2007)
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gesabert, Physikerinnen oder Maschinenbauerinnen fragen; wenn es nur welche gäbe.
wie woksoll als frutsrierte Feministin abgestempelt wird, weil er eine andere Meinung vertritt. Wirklich billig. Und auch peinlich, daß solche Äußerungen nicht aus dem Forum fliegen.
Und an all die anderen: Gehen Sie 'mal los und fragen Sie Physikerinnen und Maschinenbauereinnen, was die von Krippenplätzen halten. Fragen Sie auch gerne mal die die seit der Kinderpause nur noch Aushilfsjobs in der Praktikumsbetreuung an der Uni, etc. bekommen. Aber die gibt's ja alle gar nicht, richtig? 0% Frauenquote in allen Natruwissenschaftlichen und technischen Studiengängen? AUGEN AUF!!!
Berth hat ohnehin keinen Durchblick.
In den neuen Ländern werden 60 % aller Babys in Lebensgemeinschaften geboren -- ohne Ehering. Wo ist das Splitting?
In Bayern wird schon geheiratet:
- wegen der Leute
- wegen der Erbschaft
- wegen der Kirche
- wegen der Steuer
- damit das Kind den richtigen Namen bekommt...
Stark steigend ist leider die Zahl der Teenagerschwangerschaften - ich kann das nicht gutheißen. Man sollte schon volljährig sein und einen Beruf haben, eigenes Geld verdienen... aber Illussion und Realität sind zwei verschiedene Dinge.
Jedenfalls ist es toll, daß Geld für Familien locker gemacht wird. Aber an die Krippen, die schwarze Zahlen bringen und sich aus riesigen Beiträgen finanzieren, glaube ich im Leben nicht.
Ursula von der Leihmutter ist ja nun auch mit dem Finanzminister aneinandergeraten - weil es eben nicht geht.
unglaublich, wie hier unter dem Deckmäntelchen des wissenschaftlich Feststellbaren Tendenzberichterstattung betrieben wird. Aber welch Geistes Kind Herr Berth ist, hat er uns ja gestern auf der Meinungsseite der Printversion gezeigt, ein Kommentar, der so erbärmlich ist, dass selbst die Online-Redaktion davon absieht, ihn nochmal wiederzugeben. Da wird das Ehegattensplitting und die Familien, die auf die so ermäßigte Steuerentlastung angewisen sind, pauschal diffamiert (" Schatz, dein Job lohnt doch nicht, und die 150 Euro können wir wunderbar für den neuen Audi brauche.") Solcherart der persönlichen Herabsetzung kennt man sonst bestenfalls aus Springer-Verlag-Postillen, aber wenns dem persönlichen Welt- oder Feindbild dient, scheut sich auch die SZvor (fast) gar nichts mehr. Ob Herr Berth eine Vorstellung davon hat, wie eng es finanziell in manchen Familien zugeht und wie schwierig es sein kann, einen Job zu haben (und zu behalten). Was, wenn der arbeitswillige Partner keinen Job bekommt? Soll dann die Familie auch noch steuerlich bestraft werden? Übrigens ist das Ehegattensplitting die Antwort auf die auch finanzielle Schicksalsgemeinschaft Ehe, der Staat gibt hier nur etwas zurück, was er sich zuvor steuerrechtswidrig genommen hat! Feinheiten, die Herrn Berth nicht interessieren, weil ihm die ganze Richtung nicht passt
"Den Verdacht, dass woksoll in Wahrheit eine Frau ist, habe ich auch schon gehabt. Die Berufsgruppe könnte auch hinkommen, jedenfalls hat die/der Gute noch nicht viel gearbeitet bzw. Steuern gezahlt, das hat sie/er schon mit der Fehlinterpretation der DESTATIS Statistik bewiesen"
Aha, der Herr Aposto hat einen Verdacht! Hört! Hört! :-)
Na, dann bin ich halt eine Frau, wenn es der Wahrheitsfindung dient. Ich werde mir dann überlegne, wie ich es meiner Gattin und meinen Kindern beibringe. :-)
Träumen Sie schön weiter. Was ich von Ihren Halluzinationen und den finanziell unsachlichen Aussagen des Herrn Mixa halte, darf ich hier leider nicht sagen. Die Redaktion ist wieder sensibel.
Paging