Der Appell der Kanzlerin nach mehr Geschlossenheit zeigt in der Union wenig Wirkung: Lieber fordern Teile der Union weitere Steuersenkungen.
Trotz der befürchteten Steuermindereinnahmen von mehreren hundert Milliarden Euro werden in der Union die Forderungen nach Entlastungen weiter nach oben geschraubt. Ungeachtet der Mahnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Disziplin verlangte der Vorsitzende der Mittelstands-Union, Josef Schlarmann, weitere Entlastungen schon im kommenden Jahr.
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Angela Merkel: (© Foto: dpa)
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In der Unions-Spitze war zuvor davon ausgegangen worden, dass die Entlastungen erst für die zweite Hälfte der Legislaturperiode versprochen werden sollen. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer brachte neben Korrekturen an der kalten Progression auch weitere Senkungen ins Gespräch. Gleichzeitig begannen die Steuerschätzer mit ihren Prognosen für dieses und die kommenden Jahre.
Nach Schlarmanns Ansicht genügt es nicht, wenn vom kommenden Jahr an lediglich die Krankenversicherungsbeiträge abgesetzt werden könnten. Mit dieser Reform in einem Umfang von zehn Milliarden Euro werde nur ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Um die Wirtschaft anzukurbeln, müsse im kommenden Jahr "noch mehr kommen".
Neben der Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen müssten auch "Investitionshemmnisse" abgebaut werden, welche die Unternehmensteuerreform gebracht habe.
Auch CSU-Landesgruppenchef Ramsauer listete eine Reihe von weiteren Steuererleichterungen auf, über die in der Union momentan nachgedacht würde. Es gebe auch Überlegungen für eine Erhöhung der Kinderfreibeträge, Änderungen bei der Mehrwertsteuer und der Unternehmensteuer, fügte Ramsauer hinzu. Auch an eine abermalige Korrektur der Erbschaftsteuer werde gedacht.
Nach Ramsauers Worten wird die erwartete Staatsverschuldung nicht dazu führen, dass die Pläne fallengelassen werden. "Die Steuerpolitik darf sich nicht von den Steuerschätzern abhängig machen." Es müsse trotz der Steuermindereinnahmen eine Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen erreicht werden.
Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), sprach sich nachdrücklich für Entlastungen aus. Es sei "blanke Illusion" zu glauben, dass Wachstum allein durch Sparen erreicht werden könne, sagte Röttgen. Notwendig sei eine Stärkung der Leistungsbereitschaft der Bürger. Man könne nicht zu den Bürgern, die Steuern zahlten, immer nur sagen: "Ihr seid die Esel der Nation."
In der CDU-Spitze hat es in den vergangenen Wochen eine intensive Debatte um Wahlkampfversprechen in Richtung von Steuersenkungen gegeben. Merkel hatte am Montag im CDU-Präsidium ihre Partei zu mehr Geschlossenheit aufgerufen.
Der rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) warnte angesichts dramatischer Einbrüche bei den Steuereinnahmen vor nicht haltbaren Wahlversprechen. "Die öffentlichen Haushalte haben völlig Land unter in diesem Jahr und auch in den Folgejahren", sagte Deubel zum Auftakt dreitägiger Beratungen der Steuerschätzer in Bad Kreuznach.
(dpa/bica/gba)
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Es wird für den Gesetzgeber wohl kein Weg mehr darum herumführen, Volksverdummung als Straftatbestand zu definieren und mit Bussgeldern in Milliardenhöhe zu sühnen.
Um die Ungerechtigkeiten, die nach dem Mauerfall beschlossen wurden, weil man glaubte, die Superreichen hätten ein Herz für aufbauwillige Ostdeutsche, rückgängig zu machen, ist eine gewaltige Anstrengung aller ehrlichen Menschen nötig.
Als Erstes muss die FDP endlich als die Finanz-Desaster-Partei entlarvt werden, der eine Klientelpolitik vorschwebt, welche Deutschland endgültig in den Ruin treibt.
Das sie 2009!! die Spekulationssteuer abgeschafft haben.
Das sie 2009! die Abgeltungssteuer eingeführt haben und Großkapitalrenditeempfänger jetzt nur noch 25% anstatt dem Spitzensteuersatz zahlen.
Steuern - nur auf Arbeit, das ist das Programm der Union und FDP.
Steuern auf die ungerecht verteilten Vermögen und auf Kapitalrendite - nicht mit schwarz-gelb.
Wer Kapital hat, der wird schon lange und immer weiter entlastet und der wird reicht.
Wer Arbeitet? kein Mindestlohn, Sozialabgaben, hohe Steuersätze und dann stellen sie sich scheinheilig hin und faseln von Leistung muss sich lohnen...
und ihre Phrasendrescherei man kann es schon nicht mehr hören. Mit ihrer Geschlossenheit ist es genauso wie mit ihrem Kurs, nämlich nichts.
Wo hat uns das alles hingeführt das fast vier Jahre inkompetente Gequatsche in ruinöse Verhältnisse. Und das auf der ganzen Linie. Das ist alles schlichtweg nur noch zum speien Wahlen... ich bin ja Mal gespannt.
Landesgruppenchef Ramsauer: "Die Steuerpolitik darf sich nicht von den Steuerschätzern abhängig machen."
Wenn ich mir was kaufen will, muss ich erst in meinen Geldbeutel schauen, ob ich es mir leisten kann. Das wird aber offensichtlich von Politikern, und wenn ich mir die Kommentare anschaue, auch von den Bürgern komplett ausgeblendet. Die Gier nach staatlichen Leistungen ist so immens gross, dass die einfachsten Zusammenhänge einfach ausgeblendet werden. Meinen alle, ein Staatsbankrott sei rein unmöglich?
Jetzt weiss ich gar nicht, was mit der ist : es ist fuer mich ueberhaupt nicht einsehbar, wieso jeglicher Umsat mit Steuern belegt wird, nur eben dieser nicht!!
Damit liesse sich die eine oder andere Erleichterung in anderen Bereichen finanzieren, aber das erlauben die CDu-Finanziers wohl nicht.
Paging