Der scheidende britische Premierminister Blair wird nach Medienberichten beim Treffen des Nahost-Quartetts zum neuen Nahost-Sondergesandten erklärt. Die Vorbehalte gegen seine Person sind groß, Blair selbst zeigt sich bereit für die neue Aufgabe.
Tony Blair, der sein Amt als Regierungschef am Mittwoch in London niederlegt, wird von einem Büro in Jerusalem und einem im Westjordanland aus arbeiten, schreibt der Guardian. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Präsident George W. Bush gelten als Unterstützer Blairs. Der Brite solle mit den palästinensischen Behörden beim Aufbau von Institutionen für einen lebensfähigen Staat zusammenarbeiten.
Bereit für eine neue Aufgabe: Tony Blair. (© Foto: AFP)
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Auf seiner letzten Pressekonferenz als Regierungschef in London sagte Blair, dass er bereit für das Amt sei. "Ich würde tun, was ich tun kann", sagte er. Jeder wisse, dass eine andauernde Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts notwendig sei. "Wie ich schon oft gesagt habe, würde ich alles tun, was in meiner Macht steht, um zu einer Lösung beizutragen."
Beratung des Nahostquartetts
Das Treffen des Nahost-Quartetts in Jerusalem, an dem Botschafter und Gesandte der Vereinten Nationen, der EU sowie der USA und Russlands teilnahmen, ist jedoch ohne eine offizielle Mitteilung zu Ende gegangen.
Eine Sprecherin erklärte, der EU-Nahostbeauftragten Marc Otte wolle erst später zum Inhalt der Gespräche Stellung nehmen. In der Zwischenzeit wolle er Brüssel und die anderen Beteiligten informieren, sagte die Sprecherin. Britische Medien hatten berichtet, das Quartett wolle den scheidenden britischen Premierministers Tony Blair offiziell zum Nahost-Sondergesandten ernennen.
Es war das erste Treffen des Quartetts seit der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen vor etwa zwei Wochen und einen Tag nach dem Nahostgipfel in Scharm el-Scheich.
Laut Guardian gab es innerhalb des Quartetts atmosphärische Störungen, weil die Details der US-Gespräche mit Blair nicht mit den anderen Mitgliedern geteilt worden seien.
Vorbehalte gegen Blair
Das deutsche Außenministerium erklärte, über die sensiblen Verhandlungen nicht informiert gewesen zu sein, obwohl Außenminister Frank-Walter Steinmeier derzeit Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft ist.
Zudem haben verschiedene Beteiligte Vorbehalte gegenüber Blair. Die Times schreibt, Russland und die EU, hier insbesondere der Außenbeauftragte Javier Solana, bezweifelten seine Eignung für den Posten. Blair habe Großbritannien in den Irakkrieg geführt und auch während des Krieges zwischen Israel und Libanon im vergangenen Jahr nicht auf einen Waffenstillstand hingewirkt.
Kofi Annan, bis vor kurzem UN-Generalsekretär, soll Joschka Fischer als Nahost-Sondergesandten vorgeschlagen haben.
Bei dem Treffen auf Beamtenebene am Dienstag soll es nach Informationen des Rundfunksenders BBC auch um die Ausgestaltung der neuen Funktion Blairs als Sonderbeauftragter gehen. Ein ähnliches Amt hatte bis April 2006 der frühere Präsident der Weltbank, James Wolfensohn, inne.
Blair habe lang gezögert, das Amt zu übernehmen, schreibt die Times unter Berufung auf einen engen Mitarbeiter. Blair habe realistische Aussichten auf einen "politischen Prozess" in den Friedensgesprächen eingefordert, um "die ganze Palette seiner Mediations-Fähigkeiten" einbringen zu können.
Sean McCormack, Sprecher des US-Außenministeriums hat bereits angekündigt, Blairs Mandat würde weit umfassender sein als die "sehr diskrete und begrenzte Amtsführung" Wolfensohns, der zudem den Nachteil hatte, als Mann der UN zu gelten und nicht von den USA unterstützt zu werden.
Olmerts Zusage
Auf dem Gipfel in Scharm el-Scheich hatten Israels Ministerpräsident Ehud Olmert, Jordaniens König Abdallah II. und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak dem Palästinenserpräsidenten Machmud Abbas demonstrativ den Rücken gestärkt. Olmert kündigte die Freilassung von 250 zu Abbas' Fatah-Organisation gehörenden Palästinensern an. Konkrete Zusagen im Hinblick auf Erleichterungen für das Westjordanland blieben aber aus. Die Gipfelteilnehmer lehnten jegliche Zugeständnisse an die Hamas ab.
(dpa/sueddeutsche.de)
Verrückter Eisladen in der Maxvorstadt
Das macht den Bock zum Gaertner. Nachdem die Briten diesen von "Gott" inspirierten fundamentalistischen Kreuzritter losgeworden sind soll er also im Nahen Osten weiter sein Unwesen treiben. Offenbar hat dieser Mensch noch nicht genug Unheil angerichtet. Was hat auch den Papst dazu inspiriert Mr. Bliar anzuhoeren. Jetzt will er auch noch in den Himmel kommen. Offenbar ist er auch noch von den Anglikanern abgesprungen und ein frommer Katholik geworden. Deren Oberhaupt aber hat vor dem Ueberfall in den Iraq gewarnt. Mach nichts. Offenbar hatte Bliar I den besseren Draht gen Himmel.
Habe gerade die zugehörige Stellenanzeige gefunden. Die Überschrift lautet ttasächlich: "Bock als Gärtner gesucht; gern auch Pudel ..."
richtige entscheidung! tony blair ist doch der einzige politiker in europa, der in der premier league spielt. was haben denn unsere "frontmaenner" des ewigen konsenses, fischer (gott oder wer auch immer hat uns vor ihm auf diesem posten bewahrt)und steinmeier mit eben dieser diplomatie erreicht........nichts!! ausserdem sind die englaender(zusammen mit den amerikanern) die einzigen, die auf augenhoehe mit israel und den palestinensern verhandeln koennen.
Da macht man aber den Bock zum Gärtner ...
Herr Blair hatte im eigenen Land erhebliche Schwierigkeiten. Er hatte sie insbes. wegen der Nibelungentreue zu Herrn Bush. Diese Schwierigkeiten hatte er zu Recht. Der Irakkrieg wurde von ihm begrüßt und gefordert. Der Krieg dauert ungelöst an. Er fordert immer mehr Opfer und ist in einer Sackgasse angelangt. Der Krieg gründete auf Lügen und Unwahrheiten. Herr Blair wurde der Kenntnis dieser Lügen überführt. Die Konsequenz ist doch, dass Herr Blair entweder diesen Krieg selbst wollte oder aber dass er der Waldi an Bushs Seite sein wollte - und zwar vorbehaltlos.
Der Irakkrieg ist freilich ein Auswuchs der Nahostkonflikte. Zu Recht haben viele arabischen Länder kein Vertrauen in die arabische Politik der Vereinigten Staaten wie des Vereinten Königreiches. Zu viel Blut ist geflossen, allzu fröghlich zog man gegen Araber in einen schein-"heiligen" Krieg.
Herr Blair wird sich mit der arabischen Mentalität sehr schwer tun, weil diese durch mehrere Ebenen geprägt ist. Die Verachtung und das Mißtrauen, die er sich durch sein unredliches Eintreten f ü r den Irakkrieg redlich erworben hat, wird er nicht mehr ablegen. Er wird also möglicherweise freundlich empfangen, ist aber deshalb zur Ineffektivität verdammt. ähnliches widerfuhr auch Herrn Fischer. Die Vergangenheit wirft man nicht so leicht ab.
Es stellt sich schon die Frage, warum man diesen Posten oder dieses "Pöstchen" ausgerechnet mit so einer Person besetzt, die keine Glaubwürdigkeit bei allen Parteien besitzen kann. Es verhandelt sich sehr schlecht mit Blut an den Fingern
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