Außenminister Steinmeier hat zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz eine "Welt ohne Atomwaffen" gefordert. Damit stellt er sich gegen Kanzlerin Merkel, die am Prinzip der nuklearen Abschreckung festhält.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz eine "Welt ohne Atomwaffen" gefordert. Er halte an der Perspektive einer völligen Abschaffung fest, sagte er am Freitagabend. Damit setzte er sich erkennbar von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab, die wie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Standpunkt vertritt, auf "absehbare Zeit" müsse es beim Prinzip der nuklearen Abschreckung bleiben.
Grenzt sich von Kanzlerin Merkel ab: Frank-Walter Steinmeier (© Foto: ddp)
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"Wir haben es hier mit zwei Seiten einer Medaille zu tun", sagte Steinmeier. Wer die Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindern wolle, müsse auch für eine "glaubwürdige Bereitschaft der Kernwaffenstaaten" sorgen, ihre Arsenale zu verringern. Eine Welt ohne Atomwaffen halte er für eine "Vision", die aber stufenweise erreichbar sei, betonte Steinmeier. Mit Blick auf die noch in Deutschland lagernden US-Atomwaffen sagte der Außenminister, er teile "die Erwartung, dass diese zurückgeführt werden". Damit stellte er indirekt die nukleare Teilhabe der Bundeswehr in der Nato in Frage.
Mit seinen Äußerungen setzte der SPD-Kanzlerkandidat einen anderen Akzent als Kanzlerin Merkel (CDU). Gemeinsam mit Sarkozy hatte sie am Mittwoch in der Süddeutschen Zeitung betont: "Wir bleiben davon überzeugt, dass wir im Rahmen einer verantwortungsbewussten Sicherheitspolitik, bei der die Risiken der Zukunft sorgfältig abwogen werden, auf absehbare Zeit am Grundsatz der nuklearen Abschreckung festhalten müssen." Die Arsenale müssten aber auf das "absolut Notwendige" reduziert werden. Die Formulierungen tragen auch die Handschrift der Atommacht Frankreich.
Überraschend deutlich offenbaren sich Meinungsunterschiede zwischen Bundeskanzlerin und Außenminister nicht nur in der Bewertung von Atomwaffen und ihrer Stationierung in Deutschland. Es wächst insgesamt die Bereitschaft, in außen- und sicherheitspolitischen Fragen unterschiedliche Ansätze zu betonen. So waren am Freitag auch Dissonanzen in der Frage eines von Merkel ins Gespräch gebrachten Weltwirtschaftsrates zu hören.
Im Atomstreit mit Iran forderte Steinmeier Teheran auf, die Chance zu nutzen, die in der Bereitschaft der neuen US-Regierung zum direkten Dialog mit Iran liege. "Ergreifen Sie diese Chance!", sagte er. Es gehe nicht darum, einem Land das Recht zur friedlichen Nutzung von Atomenergie abzusprechen, sondern darum, zu verhindern, dass "unter dem Deckmantel friedlicher Nutzung ein militärisches Programm vorangetrieben wird".
Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani wies dies zurück und sprach von "doppelten Standards". Gegen Atomwaffen in Israel, Indien und Pakistan gebe es keine Einwände. Scharfe Kritik übte Laridschani an Israel, dem er die "bösartige Bombardierung von Kindern" in Gaza vorwarf. Außerdem verteidigte er die Leugnung des Holocaust durch seinen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Zum Holocaust, "da gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Ich bin kein Geschichtswissenschaftler, ich bin Politiker", sagte Laridschani.
Auf die Gesprächsbereitschaft des neuen US-Präsidenten Barack Obama reagierte Laridschani kühl. In der Nahost-Politik Obamas gebe es "positive Signale"; die USA müssten aber ihre Fehler eingestehen und Vorschläge für ein regionales Sicherheitsabkommen unterbreiten.
Es wurde erwartet, dass die US-Regierung die Konferenz nutzt, ihre Außen- und Sicherheitspolitik zu skizzieren, etwa das Verhältnis zu Russland. Der russische Vize-Premier Sergej Iwanow erneuerte seine Kritik an den Plänen für eine US-Raketenabwehr in Osteuropa und bot den Vereinigten Staaten Gespräche darüber an. Obama entsandte seine Vize Joe Biden nach München. Dessen Auftritt wurde für diesen Samstag angekündigt.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 7.2.2009)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Wählerstimmen...) im Spiel?! Ich muss mich doch sehr wundern! Unerhört!
Im Atomstreit mit Iran forderte Steinmeier die Regierung in Teheran nochmals auf, die Chance zu nutzen, die in der Bereitschaft der neuen US-Regierung zum direkten Dialog mit Iran liege. "Ergreifen Sie diese Chance!",
Hätte Steinmeier das Israelische Nuklearwaffenpotential thematisiert, würde ihm Antisemitismus unterstellt werden.
Deutschland ist Weltmeister von Waffenlieferungen schon vergessen Steinmeier so was Verlogenes dieser (S)PD.
Er halte an der Perspektive einer völligen Abschaffung fest.
Ja Steinmeier halte Dich mal daran fest bis zum jüngsten Tag Du wirst eh kein Kanzler diese Partei hat schon lange abgegessen.
Sarkozy hat Atombomben und die Deutschen nicht darum wollen die Deutschen immer das die anderen Abrüsten.
Wenn wir im Besitz von Atomwaffen wären, na den Gedanken will ich lieber nicht zu Ende denken.
Wer beschützt den Rest der Welt vor den Atommächten!?!
Die Vorstellung von der bundesmerkel halte ich für krank und unmöglich!
Wie kann man nur Waffen als Voraussetzung für Frieden sehen?!?
Öffentlich die Abschaffung der nuklearen Waffen zu wünschen ist schon lobenswert allerdings...zu welchem Zweck er das getan hat, würde mich auch interessieren!
Naja, waren ja bis jetzt die amis die pioniere der Menschheit die so n ding abgeworfen haben, die besten kumpels von unserer bundes lady.
"Steinmeier will eine Welt ohne Atomwaffen"
Will ich auch!
derblondeengel for Pundeskanzler! Das wird ganz großes Tennis!
Paging