Einen Krieg auf dem Schlachtfeld zu gewinnen, zählt nicht mehr viel. Der wahre Kampf tobt um die Köpfe und Herzen der Menschen. Eine Einführung in die psychologische Kriegsführung anhand von vier Beispielen.
"Wir müssen die Herzen der Menschen gewinnen", wiederholt Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit Blick auf Afghanistan und den Kosovo bei jeder Gelegenheit. Er weiß, dass militärische Erfolge wertlos sind, wenn Medien und Öffentlichkeit die Erfolgsgeschichte nicht akzeptieren.
Tolle Lügnerin: "Krankenschwester Nayirah" vor dem US-Menschenrechtsausschuss (© Screenshot: ARD)
Anzeige
Nahezu alle Staaten der Welt rüsten im Bereich der psychologischen Kriegsführung auf, für den man heute lieber den englischen Nato-Begriff "psychological operations (PSYOPs)" nutzt. Dahinter steht der Kampf um Umfragewerte, die Manipulation der Medien, PR-Kampagnen. Gemeinsames Ziel: die Köpfe und Herzen der Bevölkerung.
Als "Waffe" dieser Kriegsführung dient alles, was Nachrichten überträgt: Radio- und Fernsehstationen, Zeitungen, Lautsprecherwagen, das Internet. Auch klassische Flugblätter, Plakate, Give-aways, Computerspiele und SMS-Botschaften kommen zum Einsatz.
Um das gesetzte Ziel zu erreichen, genügt es nicht immer, die Wahrheit zu verbreiten. Die Kunst der wirksamen Wahrheitsbeugung ist gefragt. Vier Beispiele:
Zielsicher danebenballern: Propagandakrieg an der innerdeutschen Grenze
Bereits in den frühen fünfziger Jahren tobte ein heftiger Schlagabtausch zwischen Bundesrepublik und DDR. Im August 1958 erklärte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß sogar öffentlich, dass gegen die verstärkte Ost-Propaganda endlich ein "aktionsfähiges Zentrum" gegründet werden müsse.
Gesagt, getan: Nach etwa zweijähriger Aufbauarbeit intensivierten Spezialeinheiten der Bundeswehr elf Jahre lang den Propagandakrieg gegen die DDR. Per Flugblatt regneten Aufforderungen zur Flucht in den Westen ebenso herab wie schöne Geschichten über die wirtschaftliche Überlegenheit des westdeutschen Systems.
Ein weiteres Hauptziel der westdeutschen Propaganda war der Schießbefehl für Soldaten der Grenztruppen an der innerdeutschen Grenze. Detaillierte Anweisungen wurden abgeworfen, wie man zielsicher danebenballert, ohne dass es Außenstehenden auffällt. Außderdem kamen über den kostenlosen Luftweg Kataloge mit Ausreden fürs Danebenschießen. Noch 1970 wurden fast zwanzig Tonnen "Informationsmaterial" mit speziellen Luftballons in die Deutsche Demokratische Republik geschickt.
Die Propagandaschlacht endete erst im Frühsommer 1972, als sich die Unterhändler beider Seiten im Vorfeld des Grundlagenvertrages auf einen medialen Waffenstillstand einigten.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 4 nächste Seite
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Staatsbesuch in Israel
Der Krieg wird entschieden, wenn man die Herzen der Menschen gewinnt - ein Ansatz, über den es sich nachzudenken lohnt. Denn er macht unter anderem deutlich, wie manipulierbar und archaisch wir lim Grunde genommen geblieben sind. Auch (oder gerade) in den Zeiten globusumspannender Internet-Verflechtungen.
@CA-KE-KOE: Wenn eine große Zeitung von so etwas berichtet, dann beugt sie vor
Ihre aussage:
Zitat:
Wer hatte vor diesen Bush gewarnt? Etwa 1983 (als er erst im Anmarsch war), etwa 1991 (als er noch im Amt) oder erst 2006 und 2007 (als die Schäden offenbar) ? In den 80er und 90er Jahren durften die USA nicht kritisiert werden. Das war auch noch Anfang der 2000er so.
Heute ist vielen klar: der 11. September 2001 war herbeitrickst. Ebenso wie die Gründe für -den Einmarsch in den Irak. Wo alles noch hatte Washington gelogen?
-----
Dazu:
soweit ich weiß, haben sehr viele gewarnt.
einige sogar sehr intensiv mir allen verfügbaren Mitteln.
Doch das wollte niemand hören.
Wer immer - auch heute noch-gegen die gängien Ansichten redet, wer immer sich gegen erkannte Lügengebäude auflehnt, der wird doch ganz schnell in die enge getrieben, -das sind dann gmeinhin spinner-Verleumder- Demagogen und was n noch alles.
Da heißt, zu einem bestimmten Zeitpunkt, will der Mensch das unangenehme gar nicht hören, weil das andere im dem Moment einfacher,plausibler ist. Jenachdem, wie die Gesinnung ist., findet er dann Bestätigung für seine eigenen Fantasien, gegen jemanden vorzugehen.
Wer ein Minimum an Wahrheit herausfinden will, hat schon einige Möglichkeiten,
auch dank Internet. Es erscheinen immer wieder Gruppierungen, die erfolgreich aufdecken, nur , es hört niemand hin. Was nicht sein darf kann nicht sein, ist auch nicht-
Alles andere ist Verschwörung. Und gegen wen? Gegen den der lügt?
Man erfindet immer wiede Schlagwörter, Totschlagargumente, mit denen man die Fündigen zum Schweigen bringt. - man will die Wahrheit gar nicht hören.
Das wissen die Politiker, anders hätte diese Methode gar keine Chance.
Dafür schreckt man wieder erneut vor Lügen nicht zurück.
Es folgt Lüge auf Lüge, Szenario auf Szenario, die Bösen kommen und und und , wir , müssen zuvorkommen --- und es funktioniert.
Das Entsetzen ist erst groß, wenn Nachteile entstehen.
So träumen sie weiter, heulen mit den Wölfen . Der Mensch ist vom Herdentrieb gesteuert. Wenn das alle sagen, muß es stimmen..
Keiner überprüft die Gegenargumente, die immer nur von Minderheiten kommen.
Die meisten Medien heulen ebenfalls mit den Wölfen.
Wenige wagen noch kritisches Hinterfragen von manchen erkennbaren L
Beste Beispiel zu Thema finde der Fall Litwinenko.
Ich habe folgende Hypothesen zur Fall:
1.Der Mann wollte mit Plutonium handeln und hat sich versehentlich vergiftet.
Er hat sich doch zu irgend einem Zweck mit Italienischem Waffenhändler getroffen.
2. Er wollte Schmutzige Bombe bauen und hat sich...s. oben
Wieso? Er hat vor kurzem zu Islam getreten.
3. Er wurde von Britische Geheimdienste ermordet, um es dem Putin anzuhängen.
Im Medien gabs nur eine Theorie:
Putin hat ihm Ermordet, und zwar noch bevor die Untersuchungen so richtig angefangen haben.
Und wer erinnert sich noch an Selbstmord von John Kelly, der Beobachter der keine Massenvernichtungswaffen in Irak gefunden hat?
Sein Selbstmord war sehr passend für Britten.
@Paulus_Oberbayern
(02.11.2007 09:41:53, "Der Einfluss der Medien...")
Sie schrieben:
"Ein mündiger Bürger muss schon ein wenig Zeit investieren um
Informationen auszuwerten... und muss sich noch 2 oder 3 weitere
Meinungen einholen und dann erst versuchen sich ein eigenes Bild
zu machen, welches natürlich nie eine hunderprozentige Sicherheit gibt."
Da bin ich ganz Ihrer Meinung.
Das m.E. größte Paradoxon unserer Zeit ist die Tatsache, daß wir uns
zwar "die information" jederzeit und an jedem Ort in beliebiger Menge
holen können, jedoch genau dies ausgerechnet dazu führt, daß das
menschliche Hirn sich gegen genau diese überflutung wehrt.
Und folgerichtig ständig "vergißt", was soeben, vor gar nicht so langer
Zeit gelesen/gesehen worden ist. Anders ausgedrückt, wir tun die
gleichen Speicherbereiche in unserem Hirn immer auf´s neue
"überschreiben".
Aber warum ist m.E. genau DAS so wichtig(?):
WEIL genau dies eine Art Sucht entfacht ("TV-Berieselung") und
uns X-beliebiges auf´s neue aufgetischt werden kann.
Denn wo kein (kollektives) "Gedächtnis" mehr vorhanden, da läßt
sich die Geschichte beliebig neu und nach Bedarf schreiben. Man
könnte es - bewußt zugespitzt - als einen Zustand der globalen
Hirnwäsche bezeichnen, ohne die üblichen Verschwörungstheorien
wennauch im geringsten zu bemühen (also nicht "globalgesteuert"
gemeint).
"Aber so handhaben es vielleicht die wirklich Informations-
interessierten, beängstigend ist dagegen dass die Masse
sich dann doch eher von den üblichen Verdächtigen die
Meinung vorsagen lässt, egal ob dies Printmedien oder
das TV ist."
Genau, die geben sich mit "2min-Infoterine" der Tagesschau, oder
DEM selbsternannten "Deutschlands Aufklärungsmedium Nr.1" kaum
zufrieden, lesen zwischen den Zeilen und versuchen immer zu einem
Thema mehrere unterschiedliche Quellen zu befragen, usw.
Das ist Arbeit, viel Arbeit.
Jemand (?) hat es so schön auf den Punkt gebracht:
"Wir leben in einer Informations-, nicht in einer Wissensgesellschaft."
Aber genau in den Medien wird uns ständig weisgemacht, wir
würden aufgeklärt, ja quasi "mit Wissen versorgt".
MfG
Zack
ps.
Paradebeispiel: Kriege im ehem. Jugoslawien, 1991-1999
@ Zack34
Ja, ich stimme Ihnen zu, dass solch eine Beeinflussung der Bürger höchst undemokratisch ist. In unserer Gesellschaft muss man mit jeder Information sehr vorsichtig sein und am besten doppelt und dreifach überprüfen woher sie stammt und welche Einstellung der Autor vertritt. Ein mündiger Bürger muss schon ein wenig Zeit investieren um Informationen auszuwerten. Man kann sich im Internetzeitalter nicht auf eine Information verlassen und muss sich noch 2 oder 3 weitere Meinungen einholen und dann erst versuchen sich ein eigenes Bild zu machen, welches natürlich nie eine hunderprozentige Sicherheit gibt. Aber so handhaben es vielleicht die wirklich Informationsinteressierten, beängstigend ist dagegen dass die Masse sich dann doch eher von den üblichen Verdächtigen die Meinung vorsagen lässt, egal ob dies Printmedien oder das TV ist.
Paging