Generalabrechnung mit Europa: In scharfem Ton verurteilt der ehemalige sowjetische Staatschef Gorbatschow die westliche Presse - am schlimmsten seien die Deutschen.
Der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow hat die deutschen Medien wegen ihrer Russland-Berichterstattung scharf kritisiert. "Die deutsche Presse ist die bösartigste überhaupt", sagte er dem Deutschlandradio Kultur. Es müsse in Europa alles getan werden, um Russland zu verstehen, führte der Friedensnobelpreisträger aus. Das Land wolle niemanden bekämpfen; es habe alles, was es brauche.
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Der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow kritisiert die Russland-Berichterstattung deutscher Medien. (© Foto: AP)
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Mit Blick auf den Georgien-Konflikt sagte Gorbatschow: "Wenn ich das höre: Russland soll ein Aggressor sein, ein Imperialist. Das ist alles Quatsch." Gleichzeitig räumte er ein, dass in Russland auch Fehler gemacht würden: Es gebe im Land "eine Menge Brandstifter, die die Atmosphäre vergiften".
"Offensichtlich daran erfreut"
Kritik übte der frühere Staats- und Parteichef der Sowjetunion an der Nato-Osterweiterung. Diese sei ein "großer Fehler" gewesen. "Über die Nato und ihre einseitigen Handlungen sollten viele Probleme gelöst werden. Das hat nicht funktioniert."
Als "erstaunlich und enttäuschend" bezeichnete Gorbatschow das Verhalten der europäischen Länder gegenüber Russland in den vergangenen Jahren. Diese hätten während der Amtszeit des früheren Präsidenten Boris Jelzin, "als das Land darniederlag, Gehälter nicht gezahlt wurden, die Industrieproduktion um die Hälfte zurückging", zugesehen und sich "offensichtlich daran erfreut".
Über den derzeitigen russischen Staatschef Dmitrij Medwedjew sagte Gorbatschow, dieser habe noch zu wenig Erfahrung. "Er gibt sich Mühe. Er ist interessiert an der weiteren demokratischen Entwicklung." Er habe aber den Eindruck, dass Medwedjew noch mehr Kräfte hinter sich versammeln müsse, sagte Gorbatschow.
(sueddeutsche.de/afp/mikö/gba)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Gorbatschows Stelle würde ich den Friedensnobelpreis zurückgeben,die Russen sind von den westlichen Ländern nur betrogen worden.Gorbatschow wurde zum Verräter an seinem Volk
Quote:"Es gibt über Russland mal ne Menge Schlechtes zu berichten und die Pflicht der Medien besteht darin, das zu verbreiten."
Pflicht der Medien besteht nicht darin, über Schlechtes zu berichten, sondern darin, OBJEKTIVE Berichterstattung auszuüben. Auftrag der Medien ist, die Gesellschaft zu informieren und dabei zu verhelfen ein ausgewogenes, objektives und nicht ein einseitiges, negatives Bild aufzubauen. Das letztere führt in falsche Richtung.
Ich, als jemand, wer die Medien in drei Sprachen - english, deutsch und russisch - liest, kann NICHT bestätigen, dass die deutschen Medien die schlimmsten sind. Ich kann aber bestätigen, daß ein objektives Bild über Rußland unter alleiniger Verwendung deutscher Medien nicht möglich ist.
deutschen Medien sind nicht nur bösartig ,sie sind nebenbei noch gemein und hinterlistig.
Man braucht sich nur die Blödzeitung oder die Süddeutsche anzuschauen.
Wenn Gorbatschow ueber das Verhalten der westlichen Laender entaeuscht und zornig ist, kann ich das gut verstehen.
Angesichts seines mutigen Eintretens fuer Entspannung zwischen Ost und West und fuer Reformen und mehr Offenheit im eigenen Land - eine Haltung, ohne die eine deutsche Wiedervereinigung bis heute utopisch geblieben waere -, angesichts dessen ist es eine erbaermliche Schande, wie wenigb Unterstuetzung er durch den Westen, durch Reagans Amerika und Kohls Deutschland vor allem, er erfahren hat. Haette man ihn massiv unterstuetzt, auch wirtschaftlich, waere er wahrscheinlich viell laenger im Amt geblieben, zu Russlands und unser aller Segen.
Und das Verhalten des Westens in Sachen Georgien, auch das Gerede in den Medien darueber, ist wirklich einseitig und beinahe total demagogisch. Vor allem: wieso unterstuetzt man die Abspaltung des Kosovo von Serbien, aber nicht die des Baskenlandes von Spanien, nicht die Suedossetiens von Georgien????
@rolfschmid:Ich bin ganz sicher, dass ROT-GRÜN dabei NICHT mitgespielt hätte..
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Klar sonst wären ja die Jobs bei Gasprom geplatzt. Tststs
Paging