Das Verfahren gegen den Rechtsextremen Horst Mahler wegen Zeigens des Hitler-Grußes soll neu aufgerollt werden - sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Mahler haben Berufung eingelegt.
Der Rechtsextremist Horst Mahler hat Berufung gegen die vom Amtsgericht Cottbus verhängte Haftstrafe wegen Zeigens des Hitler-Grußes eingelegt. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Revision einlegt, weil das Urteil erheblich vom Antrag der Anklage abweiche, kündigte Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum an.
Bild vergrößern
Rechtsextremist Horst Mahler: legte Berufung gegen das Urteil vom vergangenen Freitag ein (© Foto: ddp)
Anzeige
Die Anklagevertretung wolle im neuen Prozess vor dem Landgericht Cottbus ein höheres Strafmaß erreichen, sagte der Oberstaatsanwalt. Das Amtsgericht Cottbus hatte den 71 Jahre alten Mahler am vorigen Freitag zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Das Gericht sprach ihn schuldig, den verbotenen Gruß im November 2006 beim Antritt einer Haftstrafe in Cottbus gezeigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Monate ohne Bewährung gefordert. Die Verteidigung wollte Freispruch für ihren Mandanten. Mahler hatte die Tat gestanden.
Die Staatsanwaltschaft prüfe jetzt, ob sich Mahler sowie seine Anwältin im Cottbuser Prozess der Leugnung des Holocaustes schuldig gemacht haben. Der nach Gerichtsangaben zehn Mal einschlägig vorbestrafte Mahler verbüßte bis August eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Seine Anwältin und Lebensgefährtin muss sich derzeit wegen Volksverhetzung vor dem Landgericht Mannheim verantworten.
Mahler war Mitgründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) sowie Mitglied und Anwalt der rechtsextremistischen NPD.
- Früherer NPD-Anwalt verurteilt Mahler erhält Gefängnisstrafe für Hitler-Gruß 23.11.2007
- Nach Interview mit Horst Mahler "Dafür soll 'Vanity Fair' büßen" 08.11.2007
- Interview mit Michel Friedman "Wir müssen uns die hässliche Fratze der Nazis vor Augen halten" 02.11.2007
- Rechtsextremismus "Heil Hitler, Herr Friedman!" 02.11.2007
(dpa/sma)
UN-Tourismusorganisation
Lieber xjj,
Ihrer Meinung schließe ich mich vollkommen an. Nur würde ich es nicht so diplomatisch und vorsichtig (wenn auch ironisch ) formulieren wie Sie.
Friedmann als Deutschlands Ex-Mahner und Moralprediger "number one" könnte man hier genauso Beihilfe oder Begünstigung zur Volksverhetzung vorwerfen. Wenn einer wie Friedmann einen wie Mahler zum Talk einlädt braucht man ja nur eins und eins zusammenzählen und weiss schon was dabei rauskommt. Das hat auch Friedmann gewusst, aber ich glaube er tut das ganz gerne. Wenns wirklich keine Na*z*is mehr gäb' ... nicht auszudenken was der Friedmann dann machen würde. Wahrscheinlich würde er ganz schnell welche aus dem Ausland herschaffen, so wie auch die vielen Damen aus der Ukraine, die gezwungen waren sich um ihn zu sorgen.
Gruß
HobbyProphet
ich finde es gut, dass er für sein "Ideale" sitzt - hoffentlich recht lang
@HansJoachim44:
Das traurige ist ja, das Herr M. sich damit als Kämpfer für die Freiheit stilisieren kann. Hätten wir den Volksverhe.tzungsparagraphenunsinn nicht, gäbe es auch keine Märtyrer, sondern nur noch Lächerliche.
dass Sie in Ihrer, Ihnen eigenen Bescheidenheit, diesem Menschen ein Forum geboten haben. Es war absolut unnötig, ein solches Interview zu führen.
10 mal einschlägig vorbestraft, zweifellos auch nach diesem Urteil nicht zum letzten mal.
Selbstverständlich ist er geständig, er ist doch stolz darauf.
Hier muss das mögliche Strafmaß ausgeschöpft werden. Denn eins ist klar.
Beim Verlassen der Vollzugsanstalt wird er seine Anhänger wieder mit erhobenem Arm begrüßen.
Paging