Die Bestellung des FPÖ-Politikers Graf zu einem der Präsidenten des österreichischen Nationalrats führt zu einem neuen Eklat in Wien - selbst rechte Parteien distanzieren sich.
Die im In- und Ausland scharf kritisierte Bestellung von Martin Graf, Mitglied der rechtsradikalen Freiheitlichen Partei (FPÖ), zu einem der Präsidenten des österreichischen Nationalrats rächt sich bitter.
Im Europawahlkampf wird die FPÖ wegen ihrer schrillen Parolen angegriffen. (© Foto: Reuters)
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Die Grünen-Fraktion präsentierte am Mittwoch einen Kommentar von Graf aus dem FPÖ-nahen Wochenblatt Neue Freie Zeitung, in der Graf den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, frontal angeht: "Verlängerter Arm des Herrn Muzicant ist der gewalttätige linke Mob auf den Straßen. Mit seinen Beschimpfungen schafft der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde ein Klima der politischen Brutalität, weswegen sich schon viele Bürger fragen, ob er nicht als Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus bezeichnet werden sollte."
Außer der FPÖ distanzierten sich alle Fraktionen von Graf - auch die des Bündnisses Zukunft Österreich (BZÖ), das sich von den Freiheitlichen abgespalten hat. Desgleichen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP). Der Kanzler meinte, es sei undenkbar, dass sich ein Parlamentspräsident einer so unglaublichen Entgleisung schuldig mache.
Graf war mit den Stimmen der großen Koalition und nur gegen die der Grünen zum Dritten Nationalratsvorsitzenden gewählt worden. Er ist Mitglied einer deutschnationalen schlagenden Verbindung. Zwei seiner Parlamentsmitarbeiter haben sich bei einem einschlägigen deutschen Internetversand rechtsextremistische Materialien besorgt. Parlamentspräsidenten können vor Ende der Legislaturperiode nicht wieder abgewählt werden.
(SZ vom 28.05.2009/ihe)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
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...lediglich die Grünen votierten als einzige Gruppe gegen Herrn Martin Graf..als u.a. bekannt wurde, dass seine Olympia einen Holocaust-Leugner einluden und Herr Graf im ZIB Interview cool antwortete, mit dessen Einladung nichts zu tun zu haben....es ist das alte Spiel in Öterreich, antisemitische Äußerungen nicht persönlich zu äußern, sondern emotional unterschwellig, wie es bereits nach dem 1.WK der Wiener Bürgermeister Dr.Karl Lueger praktizierte...eine ekelerregende Tradition, wie mir scheint...und vemutlich nicht nur mir.....
keine A-Bombe. falls Strache mal Bundeshauptmann werden sollte kann er also nicht den kimjongill gegen das verlotterte Europa geben.
Danke für die Hinweise. Ich habe es mir so ähnlich allerdings fast schon gedacht. Zumindest das Proporzdenken bei der Wahl des Bundestagspräsidium ist hier ja ähnlich.
Wobei ich es allerdings noch erlebt habe, wie gerade in der BRD in den 80er Jahren alles versucht wurde mit Hilfe von Geschäftsordnungstricks speziell die Grünen aus Ausschüssen etc. herauszuhalten, wenn es denn irgendmöglich schien. Da war man an einer Einbindung wohl nicht so interessiert und das Wählerreservoir erschien den Etablierten damals wohl als zu gering.
es sind in kürze wahlen bezüglich europaparlament und da shene die grünen (zerstritten mit sehrs chwacher spitzenkandidatin) und die spö ihre felle davonschwimmen
sie haben in der vergangenheit kaum was in brüssel erreicht, außer abzuzocken und jetzt wird gegen einen gegner schmutz ausgeschüttet
übrigens wo war der rücktritt von der glawischnig, die sich so aufregt, als sie höhere steuern nur für männer einforderte??
Paging