NPD-Chef Voigt Ende eines Hauptmanns

Das Verteidigungsministerium will NPD-Chef Udo Voigt den Bundeswehr-Dienstgrad aberkennen. Das erklärte Ziel: Voigt so weit wie möglich von der Bundeswehr entfernen.

Das Verteidigungsministerium will NPD-Chef Udo Voigt das Recht entziehen, den Dienstgrad eines Hauptmanns der Reserve zu führen. Gegen den Rechtsextremisten laufe ein Disziplinarverfahren, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt am Dienstag.

Das Recht zum Tragen einer Uniform sei Voigt bereits früher aberkannt worden. Auch zu Wehrübungen wird er nicht mehr eingezogen.

Es gehe darum, Voigt soweit wie möglich aus der Bundeswehr zu entfernen und einen Schnitt zu machen zwischen dem ehemaligen Soldaten und dem jetzigen Volksverhetzer, sagte Schmidt. Voigt war im April wegen Volksverhetzung zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.