Nach Bremen sind fünf von sieben Wahlen im Superwahljahr 2011 gelaufen. Für einige Parteien ist die Bilanz ernüchternd bis niederschmetternd, andere haben Hoffnung, wieder andere wissen gar nicht wohin vor lauter Freude. Jetzt richten sich alle Augen auf die Hauptstadt und die dortige Wahl zum Abgeordnetenhaus. Die Prognosen für die Parteien im Überblick.
Gut, Bremen ist klein. Sehr klein für ein eigenständiges Bundesland. Bei knapp unter 650.000 Einwohnern inklusive Bremerhaven fällt es schwer, der Bürgerschaftswahl eine bundespolitische Bedeutung beizumessen. Doch Bremen ist eine von sieben Wegmarkierungen im Superwahljahr 2011. Das Ziel ist Berlin. Die Hauptstadt. Der Regierungssitz. Von dort aus steuert Angela Merkel das Land. Wenn es so weitergeht allerdings nicht mehr lange. Nun kommt im September die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Dann folgt die Bundestagswahl 2013. Die Prognosen:
Rot-Grüner Jubel in Bremen
Anzeige
CDU:
Übler hätte das Wahljahr schon jetzt kaum werden können für die CDU. In Hamburg chancenlos. In Baden-Württemberg abgewählt. In Rheinland-Pfalz nur ein Achtungserfolg. In Bremen mit dem dritten Platz hinter den Grünen praktisch versenkt. Nur in Sachsen-Anhalt stellt die CDU nach fünf Landtagswahlen 2011 den Ministerpräsidenten.
Und dabei wird es wohl bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern deutet zwar alles auf eine Neuauflage der großen Koalition hin, allerdings unter Führung des SPD-Mannes Erwin Sellering. In Berlin aber wird CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel nicht mal mehr als ernstzunehmender Herausforderer des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit von der SPD wahrgenommen. Die Rolle hat die Grüne Renate Künast übernommen. Ihre Partei liegt nach jüngsten Umfragen sogar deutlich vor den Sozialdemokraten.
Wenn Henkel viel Glück hat, bleibt seine CDU über der 20-Prozent-Marke. In der SPD hätten solche Ergebnisse längst zum sofortigen Austausch des Bundesvorsitzenden geführt. In der CDU ist das anders. Solange Angela Merkel Bundeskanzlerin ist, gilt sie als unantastbar. Die CDU war immer eine Kanzlerpartei. Erst die Abwahl macht den Weg frei für personelle Veränderungen. Was Merkel sicher nicht machen wird: Neuwahlen ausrufen. Sie ist keine Kämpferin wie Gerhard Schröder. Sie wartet lieber ab, ob sich der Wind bis zur Bundestagswahl dreht.
SPD:
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 5 nächste Seite
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Thema
- Bürgerschaftswahl Bremen RSS
- Perspektive Volkspartei Neue grüne Welt 23.05.2011
- Bremen-Reaktionen aus Berlin Stunde der Sprechknechte 23.05.2011
- Kommentar - Prantl über Bremen Triumph im grünen Urland 23.05.2011
- Wahl in Bremen: Schlappe für die CDU Aussichtslose Mission 23.05.2011
- Problem-Stadtstaat Bremen Land der roten Laternen 21.05.2011
- Wahl in Bremen Rösler: Langer Weg zum FDP-Comeback 25.08.2011
- Wahl in Bremen: "Bürger in Wut" Der Erfolg des Geert Wilders von Bremen 23.05.2011
Youtube-Hit aus USA
Vielleicht sollte sich Herr Dr. (?) Westerwelle in Lady Gaga umbenennen, dann haette die FDP wieder Chancen bei Jung- und Erstwaehlern. Und Christian Lindner vielleicht in Justin Bieber?
Projekt 18 (Promille).
Leserkommentar von Deliverfreddy
Deliverfreddy.w. schreibt „ca-canaris über Korruption in der Spitze der Grünen“
Kein Wort über die Amigos, kein Wort über die kohlrabenschwarzen Kassen der CDU, kein Wort über die Steuerhinterzieher in der FDP, kein böses Wort über die SPD. Aber die Grünen, die bösen Grünen. Korrupt bis zum Gehtnichtmehr. Ach ca-canaris, was müssen Sie die Grünen hassen. Hoffentlich werden Sie vor Grünen-Phobie nicht noch krank.
.. 23.05.2011 um 17:29 Uhr
_____________________________________________________________
Soweit aus dem Leserkommentar eines Deliverfreddy.
Dazu ist zu sagen, dass dieser Leser mit Nick „Deliverfreddy“ offenbar keine Kenntnis hat von einem der vielen hundert, ja tausend Kommentare seitens von ca-canaris bzw. c.antaris bzw. kendel zur Korruption in den Gross-Parteien (Union/SPD).
Seit dem Jahr 2000 wird hiervon geschrieben.
Und in den Büchern dieser Seite seit 1979 steht es auch . . .
Also was soll diese mangelnde Recherche!
Ein Blick in das Feld von suedcafe würde genügt haben.
cc.
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Kein Wort über die Amigos, kein Wort über die kohlrabenschwarzen Kassen der CDU, kein Wort über die Steuerhinterzieher in der FDP, kein böses Wort über die SPD. Aber die Grünen, die bösen Grünen. Korrupt bis zum Gehtnichtmehr. Ach ca-canaris, was müssen Sie die Grünen hassen. Hoffentlich werden Sie vor Grünen-Phobie nicht noch krank.
Wer zählt die Parteien, glaubt den Programmen? Alle lt. Medien wählbaren Parteien haben uns dem Abgrund einen Schritt näher gebracht. Die Rechtsbraunen und Rechtspopulisten hatten 1000 Jahre Zeit, sich für immer zu blamieren und die Linke hat für die Mehrheit noch zuviel DDR-Stallgeruch.
Da hilft es nicht, sich wie die Linke vehement für die Arbeiter, Arbeitslosen und Rentner einzusetzen - mehr als 6% der Stimmen sind nicht drin. Und das bei einem Potential von 60%.
Vielleicht finden die zur Zeit noch orientierungslos und also zu Hause bleibenden Nichtwähler ihre Heimat in einer neuen Partei der Empörung.
Paging