Merkel und Sarkozy auf Schulbesuch 25-Jähriger beleidigt Kanzlerin

Als Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy eine Berliner Schule besuchten, wurden sie lauthals beschimpft. Der Pöbler wurde in Gewahrsam genommen.

Der Zwischenfall ereignete sich, als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ein Gymnasium in Berlin-Reinickendorf besuchten.

Der 25-jährige Mann habe aus der Menge heraus zu Merkel beleidigende Parolen gerufen, als die beiden Staatschefs die Schule verließen, sagte ein Polizeisprecher. Unter anderem habe der Festgenommene in Richtung der Bundeskanzlerin gegen den "Überwachungsstaat" gepöbelt. Als Zivilbeamte ihn abdrängen wollten, habe der Mann Widerstand geleistet. Er sei daraufhin überwältigt worden.

Dem Sprecher zufolge bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Merkel und Sarkozy. Der Mann sei nicht in die Nähe der beiden Politiker gelangt. Zu seiner Identität machte die Polizei am Nachmittag noch keine Angaben. Gegen den Mann werde nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Nach Angaben des Sprechers wollte der 25-Jährige vermutlich gegen die Speicherung von Telefon- und Internet-Daten protestieren, die am Freitag vom Bundestag beschlossen worden war.

Das französische Staatsoberhaupt hatte zusammen mit der Bundeskanzlerin an der Romain-Rolland-Oberschule mit Gymnasiasten über Integration diskutiert. Sarkozy sowie zahlreiche französische Minister weilten am Montag zur Sitzung des deutsch-französischen Ministerrates in Berlin.