Nicht genug mit dem CSU-Debakel in Bayern, aus Brandenburg kommt eine weitere Hiobsbotschaft für die Union: Auf kommunaler Ebene bricht die CDU massiv ein, während die Linke triumphiert.
Bei den Kommunalwahlen in Brandenburg zeichnet sich nach ersten Auszählungsergebnissen am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und Linkspartei ab. Zugleich verlor die CDU ihre Spitzenposition und erlitt herbe Verluste.
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Während die Linke in Brandenburg einen Höhenflug erlebt, bricht die CDU ein (© Foto: ddp)
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Nach Auszählung von knapp 30 Prozent der 3584 Wahlbezirke sackt die CDU von 27,8 auf 18,9 Prozent ab. Die Sozialdemokraten kommen laut Landeswahlleiter auf 24,8 Prozent, etwas mehr als vor fünf Jahren (23,5 Prozent). Die Linke verbessert sich von 21,3 Prozent für die damalige PDS 2003 jetzt auf 24,7 Prozent.
Die FDP bleibt mit 6,4 Prozent (2003: 6,3 Prozent) fast konstant, Bündnis 90/Die Grünen kommen nach 4,2 Prozent nun auf 3,9 Prozent. Die rechtsextreme NPD legt von 0,5 auf 2,1 Prozent zu, die DVU bleibt mit 1,4 Prozent nahezu unverändert (1,5).
Der Linke-Vorsitzende Thomas Nord sagte, der Ergebnistrend entspreche den Erwartungen. Die CDU werde mit so einem Ergebnis "in schweres Fahrwasser" geraten.
In Cottbus lagen die ersten Ergebnisse vor, da die Stimmen hier mit Wahlcomputern erfasst wurden. Nach Auszählung von 77 der 90 Wahlbezirke lag die SPD mit knapp 30 Prozent vorn, während die Linke auf 26 und die CDU auf 18 Prozent kommt. Vor fünf Jahren war die SPD noch abgeschlagen hinter der damaligen PDS (heute: Linke) und CDU auf dem dritten Platz gelandet.
In Potsdam lag nach Auszählung von 40 der 134 Wahlbezirke die Linke klar vor. Demnach lag die Partei bei mehr als 36 Prozent, vor der SPD mit 26 und der CDU mit gut 11 Prozent. Zu den Wählern in Potsdam gehörte auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der gut gelaunt in einer Kita im Stadtteil Babelsberg zur Stimmabgabe erschien. Zuvor erklärte er einer Wählerin die Wahlzettel. Sein Stellvertreter, der CDU-Landesvorsitzende Ulrich Junghanns, wählte in Frankfurt (Oder).
In manchen Kommunen fast keine Kandidaten-Auswahl
Gewählt wurden 14 Kreistage und die Stadtverordnetenversammlungen der vier kreisfreien Städte sowie auch 416 Gemeindevertretungen. Dazu kamen 266 ehrenamtliche und vier hauptamtliche Bürgermeister sowie 353 Ortsvorsteher und 1264 Ortsbeiräte. In Müncheberg (Märkisch-Oderland), Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz), Kremmen (Oberhavel) und Belzig (Potsdam-Mittelmark) wurden die hauptamtlichen Bürgermeister bestimmt. Insgesamt hatten sich 21.977 Kandidaten beworben, fast 180 mehr als 2003.
In manchen Gemeinden waren die Wahlzettel groß wie Poster. In anderen Kommunen waren sie dagegen sehr übersichtlich, da die Menschen dort (fast) keine Wahl hatten. In acht Gemeinden gab es nur eine Wählergruppe, die ihre Kandidaten zur Wahl stellte, teilte der Landeswahlleiter auf Anfrage mit.
Das waren Hohensaaten (Barnim), Retzow (Havelland), Guteborn und Hohenbocka (Oberspreewald- Lausitz), Lawitz und Langewahl (Oder-Spree), Sieversdorf-Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) und Lenzerwische (Prignitz).
Keine Kandidaten, keine Bürgermeisterwahl
Darüberhinaus gab es eine Anzahl von Ortsteilen, in denen es keine echte Wahl zwischen Parteien oder Gruppierungen gab. In vier Gemeinden fielen die Wahlen der ehrenamtlichen Bürgermeister ganz aus, weil es keine Kandidaten gab. Das sind Niederfinow (Barnim), Schlepzig (Dahme-Spreewald), Treplin (Märkisch-Oderland) und Grünewald (Oberspreewald-Lausitz).
Hier können die Gemeindevertretungen einen Bürgermeister aus ihrer Mitte ernennen. Am Wahltag trat auch die neue Kommunalverfassung in Kraft. Wichtig für viele Abgeordnete dürfte die künftige Staffelung bei der Einstufung als Fraktion sein. So gilt der Fraktionsstatus in den Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte erst ab vier Abgeordneten statt bisher ab drei.
Die Wahlbeteiligung lag bei 41,4 Prozent. Mehr als 2,1 Millionen Wähler waren am Sonntag aufgerufen, ihre Vertretungen neu zu wählen. Bis zum Nachmittag zeichnete sich eine leicht höhere Wahlbeteiligung als 2003 ab.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/ihe/cag)
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So wenig die Erfolge der SED-Nachfolger sind, die Bundesländer mit rot-roten Regierungen (z.b. Berlin und Meck-Pomm) betreiben solide Haushaltspolitik - bundesweit. Das macht Hoffnung. Vielleicht ist der rot-rote Konkurrenzkampf stark genug um die informativen Strukturen des "Merkelinismus" zu überwinden. Das geht bei denen nicht besser ab als unter Helmut "schwarze Kasse" Kohl.
.. die FDP hinwollte. 18% in Bayern.
Bleibt zu hoffen das die bayrische Watsch´n sich bei der Bundestagswahl fortsetzt, damit unserem Land und Volk die Bilderberger-Marionette und und US-Schosshündchen Merkel mit einer zweiten Amtsperiode erspart bleibt.
Warum liefern Sie der bürgerlichen Presse immer wieder Futter, wenn Sie höhere Steuern für Großverdiener, oder Enteignung von Frau Schaeffler thematisieren. Westerwelle sagt doch auch nicht, dass er durch die Privatisierung von Staatseigentum, der Rente und des Krankenwesens hauptsächlich das gemeine Volk enteignen will. Der verkauft jedenfalls seine schmutzigen Absichten so geschickt, dass 55 % der Deutschen im kommenden Jahr eine CDU/CSU/FDP Regierung einer großen Koalition vorziehen.
Sie haben durch die "Enteignungsdiskussion", die 81,999980 Millionen der Deutschen nicht betrifft, der Linken die erforderlichen 0,7 Prozent gekostet, um in den bayerischen Landtag einzuziehen. Denn in der rechten Presse wurde prompt die Meinung geschürt, die Linke wolle die Deutschen enteignen.
Das ist umso bedauerlicher, weil Sie im Gegensatz zu Populist Westerwelle, der jetzt in Bayern triumphiert, ja meistens Recht haben.
Bundesbürger, hört die Signale: Die Republik rückt nach links. Und was heute in Brandenburg passiert ist, wird "morgen" in Thüringen und im Saarland stattfinden und selbst in den "schwarzen" Herrschaftsgebieten, wird die Komplementärfarbe Rot nicht mehr einfach weggetüncht werden können.
Fazit: Die Verteufelung der "Linken" als "SED" wird von sehr vielen Bürgern als dumme, verleumderische Lüge wahrgenommen, denn in der CDU und FDP zusammen gibt es schon längst mehr ehemalige SED-Mitglieder als bei der LINKEN. Diese Parolen sind für die Rechten ebenso kontraprodukriv wie für die sPD.
Wenn die heutige sPD dereinst bei der Ziffer 10 vor dem Komma angelangt sein wird, dürfte es auch ihrem vom "Seeheimer Kreis" gestützten Führungspersonal langsam dämmern, dass sie auf dem falschen Dampfer sitzt.
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