Menschen unter Schock verbreiten abschreckende Kriegsgeschichten, die vor ethnischen Vorurteilen und Überempfindlichkeiten triefen, und dabei werden sie von der offiziellen Propaganda unterstützt. Wir brauchen dringend ein unparteiisches Bild von außen, die Ereignisse müssen Schritt für Schritt untersucht werden, wir brauchen eine faire und ausgewogene Schilderung. Deswegen sind die Untersuchungen so wichtig, die die EU und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) derzeit vornehmen.
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Der georgische Präsident Saakaschwili kennt die Antwort auf schwierige Fragen - sagt er. (© Foto: dpa)
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Die größten Verlierer sind die Südosseten
Neben der Klärung der Fakten, die zum Ausbruch des Krieges führten, ist aber noch die Klärung einer anderen Frage wichtig: die Frage, welches Schicksal die vielen tausend früheren Bewohner der zerstörten georgischen Dörfer in Südossetien haben sollen. Sie scheinen die größten Verlierer dieses Krieges zu sein, weil sie bislang kaum Aussicht darauf haben, jemals wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu können.
Dass die Europäische Union über viele Jahre hinweg im Kaukasus eine Politik verfocht, die nur aus Deklarationen bestand, ansonsten aber dem Prinzip der Nichteinmischung folgte, hat das Ansehen der EU in der Region geschmälert. Trotzdem hat nun gerade sie die einmalige Chance, die zerrissenen Teile wieder zusammenzufügen - kommen die USA mindestens bis Januar 2009 als gestaltende Kraft nicht in Frage.
Was Georgien betrifft, sieht es derzeit so aus, als beginne mal wieder ein neues Kapitel in der Geschichte des Landes. Seit der Rosenrevolution, die im Jahr 2003 den Präsidenten Eduard Schewardnadse vertrieb und den heutigen Staatschef Michail Saakaschwili ins Amt brachte, hat die Republik bereits mehrere Phasen durchlebt.
Auf Versprechen folgte Unruhe
Am Beginn stand die "Phase der Versprechen", in der junge, frische Führungsfiguren neue Strategien entwickelten, um sich und ihr Land so weit wie möglich weg von der sowjetischen Vergangenheit zu bringen. Es folgte die "Phase der Unruhe", in der verschiedene offene und verborgene Taktiken angewandt wurden, die sich in zum Teil befremdlicher Weise widersprachen.
Der August-Krieg sowie die anschließende russische Anerkennung von Abchasien und Südossetien als souveräne Staaten schlossen diese Periode ab. Nun stehen wir an der Schwelle zur "Phase der Fragen". Nino Burdschanadse, die frühere Parlamentspräsidentin, die sich inzwischen der Opposition angeschlossen hat, veröffentlichte vor zwei Wochen 43 Fragen zum georgisch-russischen Krieg, auf die sie Antworten von den Behörden erwartet.
Warum ist Georgien in die Falle getappt?
Ihre Liste besteht aus vier Teilen, auf Fragen zu der Zeit "vor dem Krieg", während der "Aufnahme der Kampfhandlungen", dem "Verlauf der Kämpfe" sowie zum "Truppenrückzug". Weshalb ist Georgien in die russische Falle getappt, obwohl der Westen die Regierung in Tiflis vor einer militärischen Auseinandersetzung mit Moskau gewarnt hatte?
Wieso haben Zivilisten aus der Umgebung von Präsident Saakaschwili die direkte Führung der Kampfhandlungen an sich reißen können? Warum hat die Armee Südossetiens Hauptstadt Zchinwali beschossen, statt den Roki-Tunnel zu zerstören, durch den die Russen vom russischen Nord- ins georgische Südossetien gelangen konnten? Präsident Saakaschwili sagt, er habe Antworten auf all diese schwierigen Fragen.
Nun gut. Es scheint so zu sein, als wollten jetzt alle Seiten die schmerzhaften Wahrheiten zur Sprache bringen.
Die georgische Journalistin Margarita Achwlediani leitet das Programm des Institute for War and Peace Reporting in Tiflis. Sie war Korrespondentin des Hörfunksenders Echo Moskaus.
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Bilder des Tages
"Ne, war nicht so. Und das wissen Sie hoffentlich selbst. Wie konnte Georgien damals das eigene Land überfallen? "
Diese Information habe ich auch sowohl in FAZ als auch in Financial Times auch gelesen und zwar mit Analyse der Tatsachen und Kommentaren der Experten - alles Zeitschriften, die nicht verdächtig sind unter Einfluss von RU zu stehen
"3. Es würden russische Pässe an alle Bayern herausgegeben. " -
"Ich würde gerne Bayern sehen, die rissische Pässe beantragen... Ohne Antrag - keine "Ausgabe". Übrigens stehen RU Truppen (warum mit ""?) mit Mandat in Abhasien, in Bayern würden sie hoffentlich nicht stehen (kein Grund). Also, Frage an Sie - warum brauchen - und auch wollen - Abchasien und Ossetien Friedenstruppen und warum beantragen sie russische Pässe?
Sie wollen oder können es nicht verstehen.
Es wäre in einem demokratischem Land kein Schuss gefallen.
Man hätte sich, auch wenn es Jahre gedauert hätte, zu Verhandlungen zusammengesetzt.
Okay, okay. War gemein, geb ich zu. ;)
Ne, war nicht so. Und das wissen Sie hoffentlich selbst. Wie konnte Georgien damals das eigene Land überfallen? Und was hatten die russischen Soldaten und tschetschenischen Marodeure da zu suchen? Und warum musste fast die gesamte georgische Zivilbevölkerung vertrieben werden?
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