Benedikt XVI. hat einen Holocaust-Leugner rehabilitiert. Die deutschen Bischöfe distanzieren sich von den Äußerungen des Briten - aber nicht von der Entscheidung des Papstes.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich von den Äußerungen des britischen Bischofs Richard Williamson zum Holocaust distanziert.
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Die Entscheidung Papst Benedikts XVI., die Exkommuzierung von Richard Williamson aufzuheben, sorgt mancherorts für Empörung. (© Foto: AFP)
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Die Leugnung des Holocaust sei inakzeptabel und gehöre nicht zur Lehre der katholischen Kirche, sagte der Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, im ZDF. "Williamson wird früher oder später seine Äußerungen zurückziehen müssen", sagte Kopp. Die Kirche habe Mechanismen, auf ihn einzuwirken.
In einem Fernsehinterview bei einem Besuch in Bayern vor wenigen Wochen hatte Williamson gesagt, historische Fakten sprächen gegen die Existenz von Gaskammern. Es seien nicht sechs Millionen Juden von den Nazis ermordet worden, sondern 200.000 bis 300.000 - aber keiner von ihnen in Gaskammern.
Bischof Williamson habe sich verpflichtet, die Lehre der katholischen Kirche anzuerkennen, sagte Kopp weiter. Dazu gehöre auch das Versprechen von Papst Johannes XXIII. seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, den Dialog mit dem Judentum voranzutreiben und jede Form von Antisemitismus zu bekämpfen.
Der Vatikan werde aufmerksam beobachten, wie sich Bischof Williamson künftig äußere. Er erwarte, dass der Bischof das Gespräch mit dem Vatikan suchen werde, sagte Kopp.
Papst Benedikt XVI. hatte kürzlich nach mer als 20 Jahren die Exkommunizierung von vier Bischöfen einer traditionalistischen Glaubensgemeinschaft aufgehoben. Er war damit einen Schritt auf die Priesterbruderschaft Pius X. des ultrakonservativen französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre zugegangen. Die Entscheidung vom Samstag sorgte für Empörung, weil einer dieser Bischöfe - Williamson - jüngst in einem Interview den Holocaust geleugnet hatte.
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(AFP/gal)
Denn wenn ich sehe wie die Türkei mit dem Holocaust an den chrislichen Armenern umgeht, das ein etwas älters Datum hat,dann kann ich sehen wie diseses Kapitel dann mal meine Enkelkinder angehen.Der Staatspräsident Güll war dort anläßlich eines Fußbalspiels und das hat aber Erdogan mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet.Also was können wir da erkennen;aus den Augen aus dem Sinn.
@ Kindergarten...
"Wie ich die Äußerungen des Bischofs Williamson verstehe, hat er nicht den Holocaust als geschichtliche Tatsache geleugnet, sondern ist der Meinung, daß es weniger Opfer gab, als die strafbewehrte geschichtliche Wahrheit des deutschen Staates."
Dann sehen Sie sich das mal an:
http://www.wikio.de/video/795467
(Weihbischof Williamson im schwedischen Fernsehen: "Ich glaube, es gab keine Gaskammern" - 21.1.2009)
Und ich kann nicht glauben, was ich da höre.
@ anasemanini
"Nach fast vier Jahren sollte man zu der Einsicht kommen können dass das Pontifikat Joseph Ratzingers ein Kommunikationsdesaster ist. ...
Immer wird er "falsch verstanden", immer muss er interpretiert und erklärt werden, immer kriegt er angeblich von der falschen Seite Applaus."
Sie haben völlig recht. Dieser Papst wird immer mehr zum Problem. Misstöne beim Auschwitz-Besuch, Karfreitagsfürbitte, Gleichsetzung des Gaza-Streifens mit einem Nazi-KZ durch einen Kurienkardinal, Rehabilitierung eines notorischen Holocaust-Leugners... Die Liste der "Fehltritte" wird immer länger. Was ist da los?
Ich befürchte, wir werden auf ein eindeutiges, klärendes Wort aus dem Munde des deutschen Papstes vergeblich warten. Ob er und die Kirche sich über die Folgen im Klaren sind?
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