Kandidatur für Bürgermeisterwahl New Yorker Senator soll Parteifunktionäre geschmiert haben

Der demokratische Senator Malcolm Smith: Zusammen mit anderen New Yorker Politikern unter Korruptionsverdacht festgenommen.

(Foto: Reuters)

Unter Korruptionsverdacht: Die Polizei hat mehrere New Yorker Politiker festgenommen. Sie sollen Senator Malcolm Smith geholfen haben, eine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in New York zu erkaufen. Immerhin geht es um die Nachfolge von Michael Bloomberg.

Er war der erste Afro-Amerikaner, der das Amt des New Yorker Senatspräsidenten innehatte, und er wollte noch mehr: Bürgermeister von New York war das Ziel. Nachfolger des beliebten liberalen Republikaners Michael Bloomberg, der Ende des Jahres abtritt. Malcolm Smith wollte in diesem Jahr für die republikanische Partei bei der New Yorker Bürgermeisterwahl antreten - im Senat sitzt er derzeit für die Demokraten.

Nun wurde der 56-Jährige wegen Korruptionsverdachts festgenommen, zusammen mit mutmaßlichen Helfern. Angeblich wollte sich Smith in das Rennen ums Bürgermeisteramt einkaufen. Der New York Times zufolge seien unter anderem an zwei republikanische Politiker 40.000 Dollar gezahlt worden, weitere 40.000 Dollar habe man ihnen versprochen. Er habe auch mit Schmiergeld um Unterstützer geworben, sagte der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara.

Smith sei vor Sonnenaufgang von FBI-Beamten in Handschellen abgeführt worden, berichtet die New York Times. Ebenfalls festgenommen wurden der republikanische Stadtrat Daniel Halloran und vier weitere Politiker, sie hätten ihm bei seinem Vorhaben geholfen.

Unterstützer gegen Bestechungsgeld vermittelt

Laut der Zeitung hätten Treffen in Hotels, Restaurants und in Smiths Büro stattgefunden. Dabei soll auch ein Undercover-Agent des FBI beteiligt gewesen sein.

Halloran habe offenbar Parteivorsitzende der Republikaner vermittelt, die bereit waren, Smith gegen Zahlung von Bestechungsgeld zu unterstützen. Smiths Anwalt wies die Vorwürfe laut New York Times zurück. Noch am Dienstag wurden die fünf Politiker erstmals vor Gericht erwartet.

Smith war 2008 zum Senatspräsident gewählt worden, 2010 wurde er dem Amt allerdings wieder enthoben, nachdem er sich einer Abspaltung der demokratischen Partei angeschlossen und etwa gleichzeitig bekannt gegeben hatte, dass er für die Republikaner kandidieren würde.