Die Bundeskanzlerin hat für Anfang Januar ein neues Konjunkturpaket angekündigt. Konsumschecks sind nicht geplant, dafür sollen die Milliarden in andere Projekte fließen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Mitte Januar ein zweites Konjunkturpaket mit Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur auf den Weg bringen.
"Ich denke, dass da nochmal einige Milliarden zustande kommen": Bundeskanzlerin Merkel will erneut ein Hilfspaket gegen die Wirtschaftsflaute aufwenden. (© Foto: dpa)
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"Die Bundesregierung wird im Januar noch mal agieren", sagte Merkel bei einem Vortrag am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. "Ich denke, dass da nochmal einige Milliarden zustande kommen."
Zugleich verteidigte sie das eher abwartende Vorgehen der Bundesregierung in der Wirtschaftskrise und verwies auf den Amtsbeginn von Barack Obama als US-Präsident am 20. Januar. "Wir sind der Meinung, wenn es in Amerika reicht, wenn der neue Präsident ins Amt kommt, ein großes Programm zu machen, wird es auch in Deutschland richtig sein, zu einer ähnlichen Zeit ein zweites Programm aufzulegen."
Die Kanzlerin zeigte sich besorgt, dass eine Kreditklemme das mögliche Wachstum der Realwirtschaft in Deutschland zunichtemachen könnte. Dadurch könnte es zu einer Verschärfung der Wirtschaftskrise kommen, warnte sie. Mit dem Rettungspaket der Bundesregierung sei die "Funktionsfähigkeit" der Banken noch nicht wiederhergestellt, weil das Vertrauen untereinander im Finanzsektor fehle. "Das kann man einzelnen Banken nicht vorwerfen."
Die Regierung könne zwar für Kredite bürgen, müsse aber aufpassen, dass sich staatliches Handeln nicht so verfestigt, "dass ohne gar nichts mehr geht." Darauf zu achten, sei "die wichtigste Aufgabe der kommenden Monate".
Förderung von Forschungsprojekten
Eine wichtige Maßnahme des zweiten Konjunkturpakets soll die stärkere Förderung des Straßenbaus sein. "Es liegt auf der Hand, dass man im Infrastrukturbereich alles macht, was man schnell machen kann", sagte Merkel. Die Ministerpräsidenten der Länder sollten jetzt ihre bereits fertig geplanten Straßenprojekte zusammenstellen, damit Bau oder Sanierung "im frühen Frühjahr" beginnen könnten. Es müsse auch überlegt werden, ob die Ausschreibung für die Projekte verkürzt werden könne.
Die Kanzlerin erklärte zudem, die Bundesregierung überlege, ob sie Forschungsprojekte noch stärker fördere. Darüber hinaus wolle sie mit Ländern und Kommunen einen Pakt schmieden, um Schulen zu modernisieren. Zudem wolle die Regierung die Wärmedämmung von Gebäuden beschleunigen. Dafür müsse auch das Mietrecht geändert werden, damit private Vermieter mehr Anreize bekommen, ihr Haus zu sanieren. Außerdem plädierte Merkel für mehr schnelle Internet-Anschlüsse auf dem Land. Hier gebe es "irrsinnige strukturelle Nachteile im ländlichen Bereich".
Merkel begrüßte die Ankündigung einiger Dax-Konzerne, im kommenden Jahr auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Diese Botschaft vom Gipfel im Kanzleramt am Sonntag sei ein "Symbol". "Ich weiß, dass das nicht jedes mittelständische Unternehmen versprechen kann." Aber: "Wer es kann, versucht es." Es sei doch ein Signal an die Zulieferer, wenn ein Konzern wie Siemens auf Entlassungen verzichten wolle.
Die CDU-Vorsitzende sprach sich gegen die von Teilen der SPD und den Gewerkschaften geforderten Konsumgutscheine zur Bekämpfung der Rezession aus. Davon sei sie "kein Freund".
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(dpa/cag)
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was wir sicher nicht weiter brauchen können ist die form der "fabrik", die am laufband absolventen produziert, die sich auf ihr spezialistentum berufen können, aber keine ahnung haben, was oben, unten, links und rechts davon passiert, geschweige denn transfer in andere bereiche leisten können.
leider hat die "ausbildung" an den unis, mit ba, master und "execellenz"-initiative, die sich nur auf effizienz, nciht aber auf originalität stützt, erheblich dazu beigetragen, es soweit kommen zu lassen.
wenn ein Unternehmen von einer gewissen Bedeutung Insolvenz beantragt, dann wird nicht selten mal durchgeblättert, welche faulen Sachen da drin sind und ob man die - natürlich nur zum Zwecke einer Sanierung - in Sondergesellschaften ausgliedern kann. Das wäre doch mal ein interessanter Lösungsansatz: dort hinein kommen alle Finanzblasen und Hohl-Immobilien, nebst faulen Versprechnungen und betrügerischen Anlagen.
Dort kommen aber auch rein all jene, die in den vergangenen 10 Jahren, sagen wir mal, von diesen Luftbuchungen in besonderen Maße profitiert haben.
- Zack! und schon haben wir geordnete Verhältnisse, etwa in einer Größenordnung wie wir standen vor der Lockerung der Börsengesetze in den USA und den Laschheiten der Aufsichten in Europa.
Und in der Sondergesellschaft? vielleicht würde sih dort die Erkenntnis breit machen können, daß man einfach mit Nix Nix verdienen kann....
Schütten wir aber mit vollen Händen das frische, neue Geld erneut auf diese armen Kreaturen, werden sie weiterhin dumm bleiben, und wir haben:
business as usual...
gings grad eben nicht drum, dass preisverleihungen durch korruption und "geschmiere" zustande kommen?
ist doch irgendwie schon angekommen am hehren ort der wissenschaft oder? und sicher sehen wir auch da nur die spitze des eisbergs....
das alles doch am Erfolg. Haben wir genügend Basisinnovationen, um völlig neue Produkte auf den Markt zu bringen oder haben wir diese nicht?
Scheinbar ist Kreativität nicht am Fließband zu produzieren. Dafür braucht es ein geeignetes Klima.
Es beginnt im Kindergarten, der dem Kind signalisieren muss, auf seine Ideen käme es an, was es denkt, sei wichtig und was es mache, das sei interessant. Die Schule hat das fortzusetzen.
Dann wäre eine Institution (oder mehrere) denkbar, die Erfinder an der Hand nehmen. Stellen, denen man vertrauen kann und eine gute Idee zu realisieren helfen.
Für eine Erfinderkultur braucht es Institutionen, die im Bewußtsein der Öffentlichkeit genügend präsent sind, über Fördermöglichkeiten aufklären und -wenn eine Idee wirklich gut ist- Risikokapital zu vernünftigen und faieren Konditionen zur Verfügung stellen.
Nur dann wird Deutschland ein Land der Ideen.
Und eine "private" Bemerkung sei gestattet. Verzichten Sie doch auf die eben gezeigte Aggressivität. Die bringt nix.
ist wirklich eine gute Idee. Es werden ja hundertausende, ja wenn nicht sogar Millionen neuer Arbeitsplätze damit geschaffen. Nicht nur das. Auch die Autoindustrie könnte es befeuern, weil sich dann viele Menschen sagen: "Hier ist ne neue Straße, nun kaufe ich mir das passende Auto dafür". Da sage noch Einer, wir hätten keine vernünftige Regierung! Sogar die Nobelpreisträger sind schon neidisch auf uns!
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