Der frühere US-Präsident Carter hat Blair in ungewöhnlich scharfer Form angegriffen. Die britische Unterstützung für den Irakkrieg sei eine "Tragödie für die Welt". Auch George W. Bush bekam sein Fett ab.
Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat in ungewöhnlich scharfen Worten den amtierenden Präsidenten George W. Bush und den scheidenden britischen Premierminister Tony Blair kritisiert. Bushs Außenpolitik sei die "schlechteste in der Geschichte" der USA, beklagte der Friedensnobelpreisträger am vergangenen Samstag in einem Interview mit der Zeitung Arkansas Democrat-Gazette.
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In einem Interview mit dem Sender BBC griff Carter zugleich den britischen Premierminister Blair scharf an. Blairs "unentwegte Unterstützung" für den Irakkrieg sei eine "große Tragödie für die Welt", sagte Carter in einem Interview. Auf die Frage, wie er Blairs Verhalten gegenüber Bush einschätze, antwortete der 82-jährige Carter: "Widerwärtig, ergeben, blind, offensichtlich unterwürfig."
Es gebe von Seiten der Bush-Regierung "null Friedensgespräche" im israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Umweltpolitik Washingtons nannte Carter "ziemlich verstörend". Bush habe sich zu einem präventiven Krieg gegen den Irak entschieden, obwohl die Sicherheit der USA nicht gefährdet gewesen sei.
Die sei eine "radikale Abkehr von der Politik aller Vorgängerregierungen", kritisierte der Friedensnobelpreisträger Carter. Er rügte zudem, dass religiöse Stiftungen unter der Bush-Regierung Milliarden Dollar an Bundesmitteln erhielten. "Als traditioneller Baptist ist mir die Trennung von Staat und Kirche wichtig. Während meiner Amtszeit habe ich das beherzigt, wie alle anderen Präsidenten auch. Ich darf behaupten, dass dieser Präsident die Ausnahme ist."
Bush-Berater warnen vor Kurswechsel Browns
Der Ex-Präsident hat Blairs Unterstützung für den Irakkrieg schon mehrfach kritisiert, jedoch noch nie in derart scharfer Form. Das Interview wurde gesendet, während Blair am selben Tag zu einem überraschenden Abschiedsbesuch bei der irakischen Führung in der hermetisch abgeriegelten Grünen Zone in Bagdad eintraf. Der Premierminister hatte kürzlich seinen Rücktritt zum 27. Juni erklärt.
Blair sagte den Irakern zu, dass Großbritannien auch nach seinem Rücktritt Ende Juni standhaft an ihrer Seite bleiben werde. Die konservative britische Zeitung Sunday Telegraph berichtete dagegen, Blairs designierter Nachfolger, Gordon Brown, wolle eine Kehrtwende in der Irak-Politik vollziehen.
US-Präsident George W. Bush sei von Beratern gewarnt worden, dass Brown bereit sei, die traditionell engen Beziehungen zwischen London und Washington durch einen baldigen Abzug der bislang noch 7100 britischen Soldaten zu gefährden.
Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Präsident Dschalal Talabani sagte Blair bei seiner siebten und voraussichtlich letzten Reise in den Irak weiter, es gebe "echte Zeichen für einen Wandel und Fortschritt" im Irak.
(dpa/AP)
Russland unter Putin
Wenn Mrs. Clinton Präsident würde, mit Mr. Carter in ihrem Beraterteam, so hätte die Welt wieder eine Scheibe mehr auf dem Brett.
dass seit Jahren diesem Treiben Bushs und Blairs weltweit tatenlos zugeschaut wird.
Wird es doch garnicht.
Interessant ist, dass seit Jahren diesem Treiben Bushs und Blairs weltweit tatenlos zugeschaut wird. Was müssen da die Familien denken, die derweil ihre Söhne im Irak verloren haben. Müssen doch mittlerweile weit über 4000 sein, oder? Und dann noch die ganzen Iraker, die ihr Leben lassen durften. Ganz schweigen, die Leute, die diversen Attentaten zum Opfer fielen.
Und das alles, weil der Angriff auf das World Trade Center prima zum Anlass genommen werden konnte, um sich einige ölpfründe zu sichern. Da macht es Bush und Blair auch nichts aus, dass sie junge Leute für das Benzin der eigenen Limousine opfern.
Nur gut, dass das amerikanische Volk Bush nicht noch einmal wählen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass einige mutige Menschen in der englischen und amerikanischen Regierung in Zukunft dafür sorgen werden, dass beide hinter Gittern verschwinden. Am besten in Guantanamo, damit sie sich selbst ein Bild von ihren eigenen Methoden machen können.
Na ja, aber Schröder wurde mit Steinen beworfen als er es rundweg ablehnte unsere "amerikanische Freunde" im Irak Krieg zu unterstützen. Was hat der damals Prügel von den Medien und der Politik bezogen. Und heute, Merkel würde am liebsten, wenn Bush es wollte, sofort ein paar Soldaten in den Irak schicken. Was für eine verkehrte Welt.
carters worte in allen ehren, aber sie kommen vom falschen. nur wenn ein neugewählter präsident es schafft jede höflichkeit abzulegen und sich damit vom gegenwärtigen kurs der usa zu distanzieren, ist es ein versöhnliches zeichen an die welt!
Paging