Auf der Flucht in den Westen sind mehr Menschen getötet worden als bisher bekannt war: 1303 Menschen kamen an der innerdeutschen Grenze ums Leben.
Durch das Grenzregime in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sind zwischen 1945 und 1989 nach neuen Recherchen des privaten Berliner Mauermuseums 1303 Menschen zu Tode gekommen. Das sind 58 Todesopfer mehr als das Mauermuseum-Haus am Checkpoint Charlie noch vor einem Jahr aufgelistet hatte.
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Besucher in der ehemaligen DDR-Grenzsicherungsanlage des Deutsch-Deutschen Museums im vogtländischen Mödlareuth (© Foto: dpa)
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Dessen Leiterin Alexandra Hildebrandt verwies bei der Präsentation der Opferliste auf die Vorläufigkeit aller bisherigen Zahlen. Die Recherchen gingen weiter.
Laut Hildebrandt fällt die aktuelle Gesamtzahl höher aus, weil vor allem aus der Zeit vor dem Mauerbau vom 13. August 1961 mehr Opfer an der innerdeutschen Grenze ermittelt wurden.
Allein für die Berliner Grenze geht das Mauermuseum nun von 289 Opfern aus, von denen 67 vor dem Mauerbau und 222 danach starben. Bei neun Menschen, die noch vor einem Jahr als Todesopfer nach dem Mauerbau genannt worden waren, stellte sich inzwischen heraus, dass sie noch leben. Dennoch sei die Gesamtzahl um 9 Fälle auf 289 gestiegen, weil für die Zeit vor dem Mauerbau 18 bisher nicht bekannte Todesfälle ermittelt worden seien, sagte Hildebrandt.
Über die Zahl der Opfer an Mauer und Stacheldraht während der deutschen Teilung wird seit Jahren gestritten, weil es über die Erfassungs- und Bewertungskriterien keine Einigkeit gibt. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und die Gedenkstätte Berliner Mauer etwa hatten kürzlich die Zahl von mindestens 136 Menschen genannt, die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben gekommen seien.
Diese Wissenschafter halten die Angaben des Mauermuseums für viel zu hoch angesetzt. In dessen Listen werden unter anderen auch DDR-Bürger mit aufgeführt, die an den Grenzen Bulgariens, Ungarns, Polens und der CSSR umkamen. Auch zu Tode gekommene fahnenflüchtige sowjetische Soldaten werden hier gezählt oder DDR-Grenzsoldaten, die sich selbst das Leben nahmen.
(dpa/ssc/woja)
Müll am Fluss
Es war alles ein wenig anders- siehe Rolf Steininger:
images.zeit.de/text/2001/25/Sterben_fuer_Berlin_
Der nivellieren-Popanz. Schön aufgebaut, nur eben nicht getützt durch einen Beleg.
Ein Popanz halt. Viel Spaß beim Verhauen. Ich garantiere Ihnen: Sie gewinnen dabei.
Das Heuchl-Argument wird hingegen immer stärker, wenn ich soas lese.
Die selbstgefälligen Verherrlicher der Kadaver des Sozialismus meinen , die Opfer des Schiessbefehls duchr die Aufzählung anderer Toter nivelieren zu müssen.
Eine Geschmacklosigkeit sondergleichen.
Als ob sich Menschen gegeneinander aufrechenen lassen.
Genauso wie man durch Nennung der NS Opfer die Opfer des Stalinismus vergessen machen wollte.
Geschmacklos!
Der Niveau hat mit toten Menschen zu tun. Nicht mit Mauern, nicht mit Kaffee, nicht mit Booten im Mittelmeer. ENTWEDER es gilt das Wort der Vorredner "Jeder Tote ist einer zuviel" (dem kann ich mich anschließen) ODER es wird unterschieden zwischen "guten" Toten an der Mauer und "schlechten" Toten, über die man tunlichst schweigt, bei anderen Grenzübertritten. ENTWEDER wird eine Grenze anerkannt mit der Konsequenz, dass es Tote an der grenze gibt, gab, geben kann - oder es gilt die allgemeine freizügigkeit für ALLE Menschen. Wer sich da nicht entscheidet, heuchelt. Wer zu den EU- oder US-Einreiseregeln oder zu ZOLL und Exportsubventionen schweigt, dem GEHT ES NICHT um die Toten an der Mauer. Sondern nur um Systempropaganda.
Das muss so eine Art Abwandlung von "es war ja nicht alles schlecht" sein, das sich angesichts von 1303 Toten beim besten Willen nicht mehr sagen lässt.
rack66
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