Das Pentagon warnt vor den Risiken, die die Freilassung von Häftlingen aus Guantanamo bergen könnte - und verweist darauf, dass bereits ehemalige Insassen zu Terrorgruppen zurückgekehrt sein könnten.
Nach der Verordnung von Präsident Barack Obama zur Schließung des Lagers Guantanamo hat das US-Verteidigungsministerium auf die Risiken verwiesen, die eine Freilassung von Gefangenen mit sich bringen könnte. Ein Pentagon-Vertreter bestätigte einen Bericht der New York Times, wonach der 2007 aus Guantanamo entlassene Saudiaraber Said Ali al Shihri sich erneut dem Terrornetzwerk al-Qaida angeschlossen habe.
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Pentagon verweist auf Risiken, die eine Schließung von Guantanamo nach sich ziehen könnte. (© Foto: dpa)
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Er sei inzwischen "in der Führung der al-Qaida im Jemen" aktiv, sagte der US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP.
Es sei nicht auszuschließen, dass Al Shihri auch hinter dem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa stehe, bei dem im September 16 Menschen getötet wurden. "Wir können das nicht bestätigen, aber es würde uns nicht wundern", sagte der Regierungsmitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Nach Pentagon-Schätzung könnten bis zu 61 der 520 aus Guantanamo entlassenen Häftlinge in extremistische Gruppierungen zurückgekehrt sein. Bei 18 von ihnen stehe dies zweifelsfrei fest, hieß es im Pentagon. Ministeriumssprecher Bryan Whitman sagte zu den Freilassungen: "Man kann nicht absolute Gewissheit haben, das jemand zu seinen terroristischen Aktivitäten zurückkehrt."
Obama hatte am Vortag die Schließung Guantanamos binnen eines Jahres angeordnet. Ein hochrangiges Gremium soll darüber beraten, welche der restlichen 245 Insassen freigelassen und welche vor Gericht gebracht werden sollen.
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(AFP/bica)