Die Freien Wähler haben entschieden: Gabriele Pauli soll als Spitzenkandidatin in den Europawahlkampf ziehen - sowie Union und FDP Wähler abwerben.
Die Freien Wähler wollen mit der früheren CSU-Rebellin Gabriele Pauli als Spitzenkandidatin in den Eurowahlkampf ziehen und den Protest gegen die etablierten Parteien mobilisieren.
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Die einstige CSU-Rebellin Gabriele Pauli wird Spitzenkandidatin der Freien Wähler für die Europawahl. (© Foto: dpa)
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Die Freien Wähler würden "die Republik verändern", sagte Pauli vor ihrer Kür zur Nummer eins der FW-Europaliste in München. "Wir werden für die Bürger antreten, die die Machenschaften der etablierten Parteien satt haben".
Pauli wurde ohne Gegenkandidaten mit 76 von 81 Stimmen nominiert. "Wir werden die fünf Prozent gut erreichen", gab sich die frühere Landrätin des Landkreises Fürth siegesgewiss.
Die bürgerlich-konservativen Freien Wähler sind eigentlich in der Kommunalpolitik beheimatet. Nach dem Einzug in den bayerischen Landtag im Herbst 2008 treten sie nun erstmals bei einer Europawahl an. Dabei konkurrieren sie hauptsächlich mit Union und FDP.
Sorgen bereiten die Freien Wähler vor allem der CSU in Bayern, die im vergangenen Jahr bei der Landtagswahl sehr viele Wähler an die Freien verloren hatte.
Die 51 Jahre alte Pauli hatte Ende 2006 den Anstoß für den späteren Sturz des langjährigen CSU-Chefs Edmund Stoiber gegeben. Nach einer erfolglosen Kandidatur für den CSU-Vorsitz im November 2007 wechselte sie zu den Freien Wählern.
Ein Problem für die Gruppierung im Wahlkampf könnte der geringe Wahlkampfetat werden. "Wir haben keinen perfekten Apparat wie die anderen Parteien", räumte Pauli ein.
Verbal-Attacke von der CSU
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat die frisch gekürte Spitzenkandidatin der Freien Wähler attackiert. "Frau Pauli geht es offensichtlich nicht um ernsthafte Politik, sondern nur um Show", sagte Dobrindt. "Sonst würde sie ihr Landtagsmandat ernst nehmen und nicht ständig nach neuen Posten schielen."
Mit der Nominierung Paulis zur Spitzenkandidatin zeigten die Freien Wähler deutlich, dass sie sich "vom politischen Willen ihrer Wähler bereits entfernt" hätten. "Frau Pauli macht sich für eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU stark, die Basis der FW-Partei denkt anders", betonte der CSU-Generalsekretär und fügte hinzu: "Es stellt sich wieder einmal die Frage: Wofür stehen die Freien Wähler eigentlich?"
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(dpa/ddp-bay/bica)
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von den Parteien in Rente geschickten EU-Parlamentarier. Endlich kommt Leben in die Bude. Reihenweise bewerben sich schon Bundestagsabgeordnete für das EU-Parlament. Verheiratete Bewerber müssen aber eine Einverständniserklärung ihrer Frauen vorlegen.
na, eine sehr gute Alternative, viel schöner als Palin, und einen gesunden Menschenverstand, dass wird was..............
sind Fleisch vom Fleisch der CSU.
Und Frau Pauli ist das beste Beispiel dafür. Sie hat in der CSU nicht erreicht, was sie wollte, also wechselt sie zu den FW. Manche Wechsel sind auch nur kurzfristig, bis die Wechsler ein bestimmtes Mandat erreicht haben (z. b. Bürgermeister) und dann kehren sie wieder in den Schoß der Mutter zurück.
Ich denke nicht, daß die FW Nichtwähler mobilsieren können.