Falludscha USA werfen 1000-Kilo-Bombe ab

Ein US-Kampfflugzeug hat mit dem Abwurf der Bombe über der irakischen Widerstandshochburg Falludscha ein Gebäude zerstört, in das sich Aufständische zurückgezogen hatten. Über Opfer machten die US-Streitkräfte keine Angaben.

Nach der Explosion stieg eine riesige Wolke aus Staub und Rauch auf, die ganze Straßenzüge einhüllte.

Zuvor hatten die US-Streitkräfte und Vertreter der Stadt Falludscha erstmals direkte Verhandlungen über ein Ende der Gewalt angekündigt.

Seit Beginn der Belagerung der Stadt vor zwölf Tagen hatten mit den USA verbündete Iraker die Gespräche mit den städtischen Vertretern geführt. Die US-Truppen seien für Lösungen offen, sagte ein Militärsprecher.

Unterdessen hat sich der zwischenzeitlich untergetauchte radikale irakische Prediger Muktada al-Sadr erneut zu Wort gemeldet. In der Moschee von Kufa, nur wenige Kilometer von den Positionen der US-Armee entfernt, hielt der schiitische Geistliche die Freitagspredigt.

Tote bei Kämpfen zwischen US- und Mahdi-Armee

Er kündigte an, er werde seine Miliz, die so genannte "Mahdi-Armee", nicht auflösen. "Ich habe die "Mahdi-Armee" nicht alleine gegründet, sondern zusammen mit dem irakischen Volk", sagte er. Schuld am Blutvergießen im Irak seien die Besatzer und der Regierungsrat.

Bei Kämpfen zwischen US-Soldaten und Angehörigen der "Mahdi-Armee" nördlich von Kufa starben am Freitag nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders al-Dschasira zwei Iraker.

Ärzte erklärten, bei einer Attacke auf einen Stützpunkt der spanischen Truppen in Nadschaf in der Nacht seien drei Iraker getötet und zehn weitere Menschen verletzt worden, als die Soldaten das Feuer erwidert hätten. Die US-Armee verteilte in der Region Flugblätter auf denen es hieß, El Sadr stehe außerhalb des Gesetzes und müsse bestraft werden. Sie forderte die Milizionäre auf, Nadschaf zu verlassen und die Waffen niederzulegen.