Daher lasst uns einen neuen Geist des Patriotismus entwickeln, der Verantwortung, bei der jeder von uns beschließt, einzuspringen und härter zu arbeiten und nicht nur nach uns selbst, sondern auch nach den anderen zu schauen.
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Lasst uns daran denken, dass uns diese Finanzkrise wenn überhaupt gelehrt hat, dass wir keine blühende Wall Street haben können, während die Main Street leidet. In diesem Land sind wir eine Nation, ein Volk, wenn wir uns erheben oder fallen. (...)
Und an diejenigen Amerikaner, deren Unterstützung ich erst noch erlangen muss: Ich mag heute nicht eure Stimme bekommen haben, aber ich höre eure Stimmen. Ich brauche eure Hilfe. Und ich werde auch euer Präsident sein.
"Neue Morgendämmerung der amerikanischen Führungskraft"
Und an alle, die heute abend jenseits unserer Küsten zuschauen, von Parlamenten und Palästen, an die, die in den vergessenen Ecken der Welt vor dem Radio zusammensitzen - unsere Geschichten sind verschieden, aber wir teilen ein Schicksal, und eine neue Morgendämmerung der amerikanischen Führungskraft ist da.
An diejenigen, die diese Welt niederreißen wollen: Wir werden euch besiegen. An diejenigen, die Frieden und Sicherheit wollen: Wir unterstützen euch. Und an diejenigen, die sich gefragt haben, ob das Leuchtfeuer Amerikas noch so hell brennt: Heute abend haben wir einmal mehr bewiesen, dass die wahre Stärke unserer Nation nicht von der Macht unserer Waffen oder dem Ausmaß unsereres Wohlstands kommt, sondern von der andauernden Kraft unserer Ideale: Demokratie, Freiheit, Chancen und unablässige Hoffnung.
Dass ist der wahre Geist Amerikas: Dass Amerika sich ändern kann. Unsere Union kann vervollkommnet werden. Was wir schon erreicht haben, gibt uns Hoffnung für das, was wir morgen erreichen können und müssen.
"Diese Wahl hatte viele Geschichten"
Diese Wahl hatte viele erstmalige Dinge und viele Geschichten, die noch über Generationen hinweg erzählt werden. Aber eine ist heute abend in meinem Kopf von einer Frau, die ihre Stimme in Atlanta abgegeben hat. Sie ist wie die Millionen anderen, die in der Schlange gewartet haben, damit bei dieser Wahl ihre Stimme gehört wird - mit einer Ausnahme: Ann Nixon Cooper ist 106 Jahre alt.
Sie wurde gerade eine Generation nach der Sklaverei geboren, in einer Zeit, als es keine Autos auf der Straße und keine Flugzeuge im Himmel gab, als jemand wie sie aus zwei Gründen nicht wählen konnte: Weil sie eine Frau ist und wegen ihrer Hautfarbe.
Und heute abend denke ich an alles, was sie das ganze Jahrhundert hinweg in Amerika gesehen hat - den Kummer und die Hoffnung, den Kampf und den Fortschritt, die Zeit, in der wir gesagt bekamen, dass wir nicht können, und die Leute, die am amerikanischen Glauben festhielten: Ja, wir können.
Wenn da Verzweiflung im Staub und Depression im Land war, erlebte sie eine Nation, die ihre Angst mit einem New Deal bezwang, mit neuen Arbeitsplätzen, einem neuen Sinn für gemeinsame Ziele. Ja, wir können. (Rufe: Yes we can)
Als die Bomben auf unseren Hafen fielen und Tyrannei die Welt bedrohte, erlebte sie, wie eine Generation sich zur Größe erhob und eine Demokratie gerettet wurde. Ja, wir können. (Rufe: Yes we can)
Sie war da für die Busse in Montgomery, die Wasserschläuche in Birmingham, eine Brücke in Selma, und da gab es einen Prediger aus Atlanta, der einem Volk gesagt hat: We Shall Overcome. Ja, wir können. (Rufe: Yes we can)
"Das ist unsere Zeit"
Ein Mann ist auf dem Mond gelandet, eine Mauer wurde in Berlin niedergerissen, eine Welt wurde verbunden durch unsere eigene Wissenschaft und Vorstellungskraft. Und in diesem Jahr, bei dieser Wahl, berührte sie mit ihrem Finger einen Bildschirm und gab ihre Stimme ab, weil sie nach 106 Jahren in Amerika, durch die besten Zeiten und dunkelsten Stunden hinweg, wusste, wie Amerika sich wandeln kann. Ja, wir können. (Rufe: Yes we can)
Amerika, wir sind so weit gekommen. Wir haben so viel gesehen. Aber es ist noch so viel mehr zu tun. So lasst uns heute abend fragen, ob unsere Kinder leben sollen, um das nächste Jahrhundert zu sehen, ob meine Töchter so glücklich sein werden, so lange zu leben wie Ann Nixon Cooper, welchen Wandel werden sie dann erleben? Welchen Fortschritt werden wir dann gemacht haben?
Dies ist unsere Chance, auf diesen Ruf zu antworten. Das ist unser Augenblick. Das ist unsere Zeit, unser Volk zurück zur Arbeit zu bringen und Chancen für unsere Kinder zu eröffnen, Wohlstand wiederherzustellen und die Sache des Friedens voranzubringen, den amerikanischen Traum zurückzugewinnen und diese fundamentale Wahrheit zu bekräftigen, dass wir aus vielen heraus eins sind, dass wir hoffen, während wir atmen.
Und wenn wir auf Zynismus und Zweifel stoßen und auf diejenigen, die sagen, wir können das nicht, dass wir dann mit jenem zeitlosen Glauben antworten, der den Geist eines Volkes zusammenfasst: Ja, wir können. Danke. Gott segne euch. Und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen."
Hören Sie hier Barack Obamas Rede im Originalton.
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- USA nach der Wahl Auferstanden aus Ruinen 05.11.2008
- US-Wahl Yes, he can - Barack Obama President 05.11.2008
- Präsident Obama Amerika hat sich neu erfunden 05.11.2008
(AP)
Russland unter Putin
"An diejenigen, die diese Welt niederreißen wollen: Wir werden euch besiegen. An diejenigen, die Frieden und Sicherheit wollen: Wir unterstützen euch."
Das kommt mir alles ziemlich bekannt vor....
Und es klingt schon sehr nach amerikanischen Größenwahn. Schon erstaunlich, dass, wenn Obama solche Worte spricht, alle Welt ergeben zustimmt. Mir macht das alles eher Angst!
Und schnulli: Sollen wir uns ernsthaft einen Wahlkampf a la USA wünschen? In den letzten 8 Jahren haben viele Menschen in Europa langsam aber sicher kapiert, dass der amerikanische Weg ein Irrweg ist. Fast 1000mal hat die "demokratisch legitimierte" Regierung gelogen, um den Irakkrieg vom Zaun zu brechen. Die Wirtschaft fußt fast ausschließlich auf dem Konsum, der überwiegend auf Pump finanziert ist. Eine unglaubliche Blase, die schließlich geplatzt ist. Der Rest vor allem der westlichen Welt eifert diesem Modell immer stärker nach, mit dem Ergebnis, dass eine kleine Elite über immer mehr Werte verfügt, während immer mehr Menschen nach unten durchgereicht werden. Und jetzt kommt einer daher, der bisher nur durch Worte aufgefallen ist, Versprechungen, aber auch (siehe oben) Drohungen. Und jetzt wird also alles besser? Bisher hat mir noch niemand auch nur ansatzweise erklären können, warum dies so sein sollte. Obama wird versuchen, am Ende seiner Amtszeit als jemand dazustehen, der Amerika wieder "nach oben gebracht hat". Der Rest der Welt wird darunter mehr oder weniger zu leiden haben. Wie gehabt. Vielleicht scheitert er aber auch, vielleicht ist die Zeit für Amerika schon abgelaufen und es wäre besser, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Das, und nur das wäre eine große Leistung, und genau daran werde ich ihn als Nicht-Amerikaner messen. Mir ist allerdings bewusst, dass er dafür von den wenigsten gewählt wurde, und bei uns stand er ohnehin nicht zur Wahl.
Politiker wie gerade in Hessen z.B. oder in Berlin Steinmeier, Müntef und Steinbrück etc., die ihre eigenen Leute verraten.
was für eine tolle rede. beim lesen bekam ich gänsehaut!!!
sowas würde ich mir mal vom kanzler oder der kanzlerin der bundesrepublik deutschland wünschen! wir wundern uns über politikverdrossenheit.... dann deshalb, weil es sowas bei uns nicht gibt. kein politiker spricht die menschen so persönlich an und macht solchen wahlkampf!