Schäuble kämpft seit 15 Jahren dafür, jetzt kann ihn nur noch die Opposition verhindern: Den Einsatz der Bundeswehr im Inland.
Es ist ein vergiftetes Geschenk zum 60. Jubiläum: Die große Koalition schickt sich an, das Grundgesetz zu ändern. Sie will den bisher verbotenen Bundeswehreinsatz im Inneren zulassen.
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Sie will beschließen, was die Verfassung bisher ausschließt. Sie will die Amtshilfe der Bundeswehr für die Polizei zumal bei Terrorgefahr erlauben. Dies ist ein Bruch mit der deutschen Grundgesetztradition.
Nur in absoluten Ausnahmefällen soll die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden, heißt es beschwichtigend. Der Mechanismus dieser absoluten Ausnahmefälle ist bekannt: Aus ihnen wird über kurz oder lang, meist über kurz, eine Regel.
Bei ganz vielen Sicherheitsgesetzen war das schon so. Daher muss es bei dem ehernen Verbot bleiben: Innere Sicherheit ist eine Sache der Polizei, nicht des Militärs. Das Militär ist keine Hilfspolizei, solange es eine gut funktionierende Polizei gibt; und die gibt es in Deutschland.
Natürlich, da hat Schäuble recht, ist die Bundeswehr, anders als die Reichswehr, kein Staat im Staate, keine Truppe, die Ordnungsfaktor im Inneren spielen will.
Gleichwohl bleibt der Grundgedanke der Verfassung gültig: Machtmissbrauch durch Missbrauch der Bundeswehr soll ausgeschlossen bleiben - nicht nur deswegen, weil die Verantwortlichen verantwortlich handeln, sondern weil das Grundgesetz den Militäreinsatz im Inneren kompromisslos verbietet.
Schäuble verfolgt seine Pläne seit über 15 Jahren. Das macht sie nicht besser. Aber der Widerstand schwindet. Jetzt hängt es von den Grünen, der Linken und vor allem von den Freien Demokraten ab, ob Schäuble es schafft.
Wenn die von ihnen mitregierten Länder sich verweigern, gibt es im Bundesrat nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit.
2005 wurde die Libanesin Gazale Salame abgeschoben, ihr Mann und zwei Töchter blieben in Hildesheim – dort gibt es Protest gegen den Kindesentzug. Jetzt lesen ...
(SZ vom 07.10.2008/odg)
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Sieht mir auch alles danach aus, Vorsorge für Unruhen zu treffen, die der eigenen Machtposition gefährlich werden können.
Ja, die Bundeswehrsoldaten, sollte es dazu kommen, müssen sich gewahr sein, daß sie auf das 'noch vorhandene' Grundgesetz vereidigt sind und auf keine Regierung. Im Zweifelfsall müssen sie dafür Sorge tragen, daß die in Deutschland lebenden Menschen vor den Regierenden und ausuferndem, antidemokratischen Handeln dieser geschützt werden.
Dann gerne im Inneren. Aber, ich bin für eine strikte Trennung von Polizei und Bundeswehr. Nicht ohne Grund wurde diese strikte Trennung nach dem 2. Weltkrieg vollzogen.
Der Demokratie schwimmen die Felle davon, wir staunen nur mehr so, was die Regierenden im Namen der Demokratie für Gesetze verabschieden. Machtlos stehen wir den Einschränkungen der Freiheit gegenüber. Im Kampf gegen den Terror. Langsam glauben wir nicht mehr daran.
Ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren kann durchaus Sinn machen. Bei Katastrophen tat die Bundeswehr dies bereits (z.B. Flutkatastrophen).
Wir haben kein Vertrauen mehr. Wir Mißtrauen Schäuble, die Grünen sind keine Grünen mehr. Das Vertrauen der SPD hat uns spätestens der Schröder genommen. Obwohl ich den noch am ehrlichsten fand. Der sagte wenigstens "Ich bin der Kanzler".
Bis zur nächsten Wahl, setzen sie ihr Kreuz des Vertrauens!
Eine Frage hätte ich da noch: Wann gab es je einen Fall, der den Einsatz der Bundeswehr im Inneren nötig gemacht hätte? Welche Notwendigkeit besteht also für diesen Entschluß? Wird das Volk eingekesselt?
Hilfe!
jetzt von allen guten Geistern verlassen, dass sie das mitmacht? Ist Gustav Noske, der Bluthund der Sozialdemokraten, dem Grabe entstanden, die SPD endgültig auf Rechtskurs zu bringen? Mir gruselt...
Es ist numal eine Lüge, wenn behauptet wird, die Regierung plant die Bundeswehr gegen die eigene Bevölkerung einzusetzten. Ich nenne die Dinge nunmal beim Namen. Wenn sie die Wahrheit als schlechten Stil empfinden, das ist ihre Sache. ;-)
Und TROTZDEM ist Schäubles Forderung traurige Realität !!! ...
Ein Schelm, wer - wie auch ich - Böses dabei denkt ...
Meinungsgegner als Lügner zu diffamieren ist kein guter Stil ... ;-)
Paging