Die Grünen sind "drin": Die Partei will gezielt im Internet um Wähler werben. Mit ganz so viel Erfolg wie Barack Obama rechnen sie allerdings nicht.
364 Freunde hat Jürgen Trittin. Das zumindest ist der Stand von Donnerstagnachmittag. Die Zahl dürfte rasch wachsen; der Spitzenkandidat der Grünen ist schließlich erst seit kurzem beim Internetportal Facebook registriert - so auch seine Co-Kandidatin Renate Künast. Zufall ist das nicht: Die Grünen sind entschlossen, 2009 den Wahlkampf ins Internet zu tragen.
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Die Grünen arbeiten auf allen Kanälen. (© Foto: dpa)
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"Wir werden nicht die einzige Partei sein, die online großschreibt. Aber wir werden es richtig schreiben", sagt Wahlkampfmanager Rudi Hoogvliet, der am Donnerstag mit Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke die Wahlkampfzentrale "Triebwerk" in Berlin eröffnet hat.
In den Kampagnen vor der Europawahl im Juni und der Bundestagswahl im September wollen sich die Grünen in einem Umfang im Internet präsentieren, den es bei bisherigen Wahlkämpfen nicht gegeben hat. Geplant ist zu diesem Zweck ein virtuelles "soziales Netzwerk". Der Datenschutz, wird versichert, werde natürlich gewahrt.
Der Erfolg des stark von den Möglichkeiten des Internets geprägten Wahlkampfs Barack Obamas in den USA hat Strategen in allen Bundestagsparteien beeindruckt, die Grünen aber halten ihre Anhängerschaft für besonders "internetaffin". An den Möglichkeiten des Obama-Wahlkampfes wolle man sich aber nicht messen, versichert Hoogvliet. Nach Angaben der Geschäftsführerin und Wahlkampfleiterin Lemke stehen der Partei für den Europa- und den Bundestagswahlkampf insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Damit gehe man im Vergleich zur Konkurrenz mit dem kleinsten Etat in die Wahlkämpfe, sagt sie. Mit einem "kleinen und schlanken Team" wolle man das in einen Vorteil verwandeln.
Auf die klassischen Mittel des Wahlkampfs wollen die Grünen, die erneut die Agentur Zum goldenen Hirschen verpflichtet haben, trotz der Konzentration aufs Internet nicht verzichten. Vor der Europawahl werden sie ihre Spitzenkandidaten zwei, vor der Bundestagswahl sechs Wochen auf Tour durch die Bundesrepublik schicken. Neben den Europa-Spitzenkandidaten Rebecca Harms und Reinhard Bütikofer sowie dem Duo Trittin-Künast für die Bundestagswahl sollen dabei immer auch die beiden Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir eine Rolle spielen.
Zwar wollen die Grünen nicht mit einer Koalitionsaussage, wohl aber mit einer "Wahlaussage" in den Wahlkampf ziehen. Diese werde man, kündigt Lemke an, entweder vor oder während des Parteitags im Mai formulieren. Darin werde es um Inhalte, aber auch um mögliche Regierungsbündnisse gehen. "Die realistischste Option scheint die Ampel zu sein", sagt Lemke. Ähnlich äußern sich Künast und Trittin. Ein Kuschelkurs soll es im Wahlkampf im Hinblick auf die Liberalen deshalb aber nicht geben. Hoogvliet verspricht: "Wir werden die FDP jagen."
(SZ vom 27.2.2009/vw)
Kapitalabzug aus Südeuropa
Die Grünen haben es noch nicht bemerkt.
Die Grünen sind von Obama so weit entfern, wie der Pluto von der Sonne.
Rot und Grün steht im übrigen auf der Negativliste.
Nichts haben wir vergessen.
Herzlichst
Georges H.Peters
Ich muss hier mal einen Kabarettisten zitieren: "Ein Grüner ist im Grunde genommen ein Liberaler der für Dosenpfand ist!!!" und ausserdem ist es mir schnurzpiepegal wie die Grünen ihre Werbung machen. Inhalte liebe Grünis, die sind wichtig, und zwar die Richtigen. Bitte lasst aber den Pazifismus weg, das zählt nicht mehr, gelle ;)
"die grünen im netz" finde ich gar nicht mal so unpassend.
Naja, so lange der Tschemm nicht anfängt sein Geseire zu rappen gehts ja noch.
kennen die Grünen die plattform lokalisten.de nicht ;-))))))))))9
Von der Farbe passt das allemal ;-)
hier wären sie bestens aufgehoben und sparten auch noch die Kosten den Aufwand
und die Plege für dias eigene
virtuelle Netzwerk ;-)
Paging