Im Amt ist er noch nicht, die Rolle des Mahners Nummer eins hat er aber schon drauf. Adressat seiner Appelle sind nicht nur Spitzenpolitiker - der oft wegen seiner ökonomischen Denkweise kritisierte Köhler nimmt sich auch die Wirtschaftsführer zur Brust.
Der künftige Bundespräsident Horst Köhler hat an den politischen Entscheidungsträgern und manchen Wirtschaftsführern in Deutschland unmittelbar nach seiner Wahl deutliche Kritik geübt.
Anzeige
"Die Politik ist ein bisschen müde geworden auch zu schauen, was die Bürger wirklich bewegt. Man bewegt sich zu sehr im eigenen Brei", sagte Köhler am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". "Wir verlieren zu viel Zeit durch Übertünchen von Problemen." Er hoffe, als Bundespräsident Anwalt der Bürger zu sein.
Köhler fordert Manager zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf
Er wolle auch die Arbeit der Spitzenmanager kritisch begleiten, unterstrich Köhler in der Sendung. "Es ist ja nicht so, dass die Wirtschaftsführer in Deutschland sozusagen glänzen durch Einfühlungsvermögen und Vorbildfunktion."
Wenn jemand ein großes Unternehmen führe "und zweistellige Millionenbeträge in Euro an Gehalt einstreicht und gleichzeitig vermittelt, dass er zehntausende von Leuten freisetzt, dann fehlt es hier nicht nur an Instinkt, sondern auch an unternehmerischem Bewusstsein". Er wünsche sich mehr Verantwortungsbewusstsein bei den führenden Managern.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Youtube-Hit aus USA