Kanzlerin Merkel verspricht trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten einen ausgeglichenen Bundeshaushalt bis 2011. Die Opposition wirft der Regierung "Täuschung" vor.
Bundeskanzlerin Angela Merkel will trotz der internationalen Finanzkrise den Kurs der großen Koalition fortsetzen. Dazu gehörten die Konsolidierung der Staatsfinanzen, weitere Reformen und Investitionen in Forschung und Bildung, sagte Merkel am Mittwoch in der Generaldebatte zum Haushalt 2009 im Bundestag. "Trotz schwächer werdenden Wachstums werden wir auch im kommenden Jahr diesen Kurs fortsetzen", sagte die Kanzlerin.
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Kanzlerin Merkel will bis 2011 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorlegen - Grüne und Linkspartei werfen ihr "Täuschung" vor. (© Foto: dpa)
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Deutschland als offene Volkswirtschaft werde von den Folgen der weltweiten Finanzkrise nicht unberührt bleiben, sagte Merkel. Doch bislang seien die Folgen jenseits der Finanzbranche für die deutsche Wirtschaft noch moderat.
Merkel bekräftigte für Deutschland das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts bis 2011. In diesem Sinne habe die Regierung einen Haushaltsentwurf für 2009 erstellt, "der seinesgleichen sucht", sagte die CDU-Vorsitzende unter dem Gelächter aus den Reihen der Opposition. Merkel sieht im Bundeshaushalt 2009 mit der geringsten Neuverschuldung seit der deutschen Einheit eine Wende in der Finanzpolitik.
Merkel: "Die Bildungsrepublik ist der beste Sozialstaat"
In ihrer gut halbstündigen Rede warb Merkel immer wieder für die "Bildungsrepublik Deutschland". "Die Bildungsrepublik ist der beste Sozialstaat", sagte sie. Die Quote der Schulabbrecher müsse gesenkt werden, die Hochschulen müssten sich weiter öffnen. "Es geht um das Bündnis der Stärkeren mit den Schwächeren." Ziel bleibe, die Ausgaben für Bildung zu erhöhen. Mit der Verringerung der Arbeitslosenzahlen um 1,6 Millionen und der Haushaltskonsolidierung habe die große Koalition hierfür die Voraussetzungen geschaffen.
Merkel kündigte zudem an, die große Koalition werde den Arbeitslosenbeitrag weiter absenken und auch die Familienförderung erhöhen. Die Entscheidung dafür solle in den nächsten Wochen fallen, bekräftigte die Kanzlerin.
Opposition wirft Regierung "Täuschung" vor
Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn kritisierte, die Regierung habe es trotz guter Konjunktur und massiver Steuererhöhungen versäumt, in guten Zeiten für die schlechten vorzusorgen. Ungeachtet aller Haushaltsrisiken und eines möglichen Abschwungs verspreche sie jedoch weiterhin, bis 2011 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Dabei wisse jeder, dass das nicht einzuhalten sei.
Linksfraktionschef Gregor Gysi warf der Bundesregierung vor, die Bürger über die Folgen der internationalen Finanzkrise zu täuschen. Die Regierung tue so, als ob die Krise Deutschland nichts angehe, sagte Gysi in der Haushaltsdebatte des Bundestages.
"Der Bundesfinanzminister stellt sich hier hin und erklärt stolz, es gebe nur eine Neuverschuldung von zehn Milliarden - und so nebenbei sagt der Mann, wir haften hier mit 9,2 Milliarden Euro mit." Gysi warf der großen Koalition vor, die Spaltung der Gesellschaft zu vergrößern. "Die Armut nimmt zu, der Reichtum wird maßlos, und dagegen unternehmen sie gar nichts", sagte er. Während die Realeinkommen bei den Geringverdienern in den letzten zehn Jahren um zehn Prozent gesunken seien, seien sie bei den Spitzenverdienern um vier Prozent gestiegen.
Gysi verlangte, endlich zur paritätischen Beteiligung der Unternehmen an der Rentenversicherung zurückzukehren. Die Riester-Rente bedeute nichts anderes als eine Entlastung der Unternehmen. Die Allianz mache damit riesiges Geschäft. Es sei kein Wunder, dass sie allen im Bundestag vertretenen Parteien jedes Jahr hohe Spendengelder überweise - mit Ausnahme der Linken, sagte der Fraktionschef. "Ich bin relativ stolz darauf, dass es noch eine nicht Allianz-gesponserte Partei im Deutschen Bundestag gibt."
FDP: Regierung ist an wirtschaftlichem Abschwung schuld
Der FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle hat die Bundesregierung für den wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich gemacht. Die große Koalition habe in den guten Zeiten nicht vorgesorgt für die nun anstehenden mageren Jahre. "Sie hat ihre Zeit verplempert", sagte Westerwelle.
Die Bürger seien damit um die Früchte des Aufschwungs gebracht worden. Die große Koalition habe 19 Steuern erhöht. "Wir haben kein Einkommensproblem, sondern ein Ausgabenproblem dieses Staates", warb Westerwelle für eine sparsamere Haushaltspolitik.
Der FDP-Chef warf der Koalition vor, bis zur Bundestagswahl einen Dauerwahlkampf zu betreiben, der das Land lähme. "Gegen diese Koalition wären Kain und Abel eine friedliche Gesellschaft."
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(Reuters/dpa/AP/buma/bica)
Russland unter Putin
ist schlicht und ergreifend : lächerlich.
Dies ist die größte Finanzkrise seit dem schwarzen Freitag und die Merkel will Kurs halten?
Ihr unfähiger Finanznminister hat nichts mal davon gewusst, dass eine seiner Banken die Millionenn zu Hunderten zum fenster rausgeschmissen hat.
Wer jetzt noch- beim Angstschweiß Greenspans- Kurs hlaten will:
Ich bin im Prinzip ja Ihrer Meinung:
Die CDU und damit auch Frau Merkel sollten "abgewählt" werden, noch immer 40% Zustimmung für die CDU und Frau Merkel ist wirklich nicht mehr zu kapieren
ABER: Wer sind Ihre Nachfolge-Kandidaten, welche Personen und welche Parteien?
DAS, so scheint jedenfalls mir, ist DAS PROBLEM.
Und keine vernünftig scheinende Lösung in Sicht, denn aus reinem Ärger und Protest
DIE LINKE zu wählen oder, noch schlimmer, garnicht zu wählen, ist kein!.
... sie hat gut reden über Dinge, auf die sie keinen Einfluss (mehr) nehmen kann, welchen sie mit der Föderalismusreform im Bezug auf die Bildungspolitik final aus der Hand gegeben hat.
Als ihr die Phrase "Es geht um das Bündnis der Stärkeren mit den Schwächeren." über die Lippen kam, muss sie eher an Bündnispolitik (Nato mit Georgien u. a.) als an Bildungspolitik gedacht haben.
Es hat auch etwas, wenn sie, trotz sich massiv verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, trotzig den (Tot-)Sparkurs der GroKo zementiert - von den Segnungen antizyklischer Fiskalpolitik hat unsere Zuchtperle kanzlerischer Außen- und Abwesenheitspolitik offensichtlich noch nie etwas vermittelt bekommen. Allerdings lassen sich mit dieser, als unabdingbar propagierten finanzpolitischen Zielsetzung, recht locker weitere Kürzungsmaßnahmen auf dem sozialen Sektor umsetzen - nicht nur der kluge Mann, auch die Frau baut schon mal entsprechend vor.
den Kurs des Abzockens den Kurs Kriege zu führen, dabei Kinder und Mütter bombadieren ? den Kurs Partys für 8 Leute zu machen die uns Arbeiter und Rentner Millionen kosten ? diesen Kurs ?? Diese Frau gehört schlicht und einfach abgewählt. Soll sie nach Texas zu ihrem Freund Bush gehen und den Vögeln beim zwitschern zuschauen.
Natürlich wird Kurs auf einen ausgeglichenen Haushalt gehalt. Und wenn die US - Finanzkrise auch zur deutschen Krise wird, wenn sich dieses dann in Rezession und zunehmender Arbeitslosigkeit niederschlägt, hat Merkel immer noch ein Mittelchen parat:
mehr Sozialabbau, mehr Beschäftigung zu Hungerlöhnen, Kürzungen bei Renten und im Sozialen. Soll der kleine Mann doch blechen.
Es ist schlicht nicht zu fassen, das die CDU immer noch fast 40 % der Wählerstimmen auf sich vereinigen kann. Nur: jene Wähler der Union, denen es heute noch relativ gut geht, werden dann auch zur Kasse gebeten.
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