Union und SPD haben einen Kompromiss zum umstrittenen BKA-Gesetz gefunden. Damit wird Bundesinnenminister Schäubles Lieblingsprojekt - leicht gestutzt - offenbar doch bald Realität.
Union und SPD haben sich nach dem Veto des Bundesrates auf einen Kompromiss zum BKA-Gesetz geeinigt. Das erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, in Berlin. Damit kann das Gesetz wahrscheinlich wie geplant zum Januar 2009 in Kraft treten.
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Nach langem Streit könnte das umstrittene BKA-Gesetz nun doch im Januar 2009 in Kraft treten - Bundesinnenminister Schäuble hat sich lange dafür eingesetzt (© Foto: ddp)
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Am Dienstagabend waren Experten der großen Koalition und der Länder in Berlin zusammengekommen, um über Änderungen an dem Gesetzentwurf zu beraten. Der Bundesrat hatte das umstrittene Gesetz am Freitag abgelehnt.
Nach der Einigung hat die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss angerufen. Das Gremium besteht aus Mitgliedern des Bundestages und Bundesrates und kann Empfehlungen aussprechen, wenn der Bundesrat ein Gesetz des Bundestages abgelehnt hat. Allerdings muss ein Ergebnis des Vermittlungsausschusses anschließend noch von beiden Kammern verabschiedet werden.
FDP prüft Verfassungsklage, Sachsen-SPD gibt Widerstand auf
Die FDP kündigte unterdessen an, eine Verfassungsklage gegen das BKA-Gesetz zu prüfen. FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle kritisierte am Mittwoch vor allem die geplante Einschränkung des Berufsgeheimnisses etwa bei Ärzten, Anwälten und Journalisten.
Seine Fraktion prüfe, ob eine Normenkontrollklage aus dem Kreis des Bundestages gegen die neuen Befugnisse für das Bundeskriminalamt oder aber Verfassungsbeschwerden einzelner Abgeordneter angestrebt werden sollen. Als positiv sah Westerwelle an, dass in dem Gesetz als Vorbehalt bei Online-Durchsuchungen eine Richterentscheidung geplant werde.
Gegen das Gesetz, das dem Bundeskriminalamt erstmals die Aufgabe der Terrorprävention zuweist, hatten sich vergangenen Freitag in erster Linie die Länder ausgesprochen, in denen die FDP und die Grünen an der Regierung beteiligt sind. Aber auch SPD-regierte Länder enthielten sich.
In Sachsen hat die SPD nach der Einigung nun ihren bisherigen Widerstand aufgegeben. Das Gesetz sei "in den für uns entscheidenden Punkten geändert worden", erklärte der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk am Mittwoch in Dresden. "Mit der auf unsere Initiative hin erzielten Einigung werden die bürgerlichen Freiheitsrechte gewahrt." Vor jeder Online-Durchsuchung werde sich künftig ein Richter den Sachverhalt anschauen müssen - auch bei den Eilfällen.
Auch bei der der Entscheidung, ob Daten gelöscht oder gesammelt werden, sei der Richter künftig maßgebend. Darüber hinaus seien nun die Zuständigkeiten zwischen dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern klar zugeordnet, erklärte Jurk. Damit gebe es keine Doppelzuständigkeiten mehr. Die sächsische SPD hatte im November beschlossen, dem BKA-Gesetz in der ursprünglichen Fassung nicht zuzustimmen.
Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) erwartet nach der Einigung, dass das BKA-Gesetz noch in diesem Jahr in Kraft tritt. Beide Seiten hätten ihren Verhandlungsspielraum restlos ausgeschöpft, sagte er. "Jetzt kann man nur noch Ja oder Nein sagen."
Keine Änderungen beim Zeugnisverweigerungsrecht
Zuvor hatte die Neuen Osnabrücker Zeitung berichtet, das Spitzentreffen habe schon am Dienstagabend den Kompromiss beschlossen. "Um Kompetenz-Gerangel zwischen BKA und Länder-Polizeien zu verhindern, wird der Aufgabenbereich des BKA zudem noch präziser umrissen", erklärte dem Blatt zufolge ein Teilnehmer der Spitzenrunde.
Keine Änderung am Gesetzentwurf wird es nach seinen Angaben beim Zeugnisverweigerungsrecht geben. Das heißt: Weiterhin sind nur Seelsorger, Strafverteidiger und Abgeordnete absolut vor Überwachungen geschützt, nicht aber Journalisten, andere Rechtsanwälte und Ärzte.
Mit dem BKA-Gesetz soll dem Bundeskriminalamt bei der Gefahrenabwehr im Rahmen der Terrorismusbekämpfung unter anderem die Rasterfahndung, die Online-Durchsuchung, die Überwachung der Telekommunikation und die Ortung von Mobilfunkgeräten ermöglicht werden.
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(dpa/AP/AFP/cgu/ihe/bosw)
Die erneute Erwähnung der FDGO ist megazynisch, das der BKA-Gesetz "Reformer" ganz klar gesagt hat, dass die FDGO für ihne keine Priorität hat, Für ihn ist die Berufsfreiheiheit seiner Verfassungsschützer wichtiger. Wenn vor Gericht beknannt würde, dass viele, viele NPD-Mitgleider aus der Kasse des BMI bezhalt werdne, wäre das selbst Herrn Schäuble peinlich, so aufzufliegen. Also lieber FDGO hintenan stellen udn weiter den Staat zersetzen.
"Zwar sei man sich in der großen Koalition einig, "dass die NPD in vielfältiger Weise gegen die Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstößt", sagte der CDU-Politiker bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes. Aber wenn ein Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht gestellt würde, müsste die Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz für die Dauer des Verfahrens eingestellt werden."
www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/386/114272/
Mit staatszersetzenden Fundamentalisten kann man nicht diskutieren. Die Drohung Bushs: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" hat nicht zu weniger Terrorismus geführt, sondern dazu, dass deutsche Steuergekder dafür aufgewendet werden, dass Soldaten flüchtenden Frauen und Kindern in den Rücken schiessen. Dieses Töten führt wie das Bombardieren von zivilen Hochzeitsgeselllschaften feige und hinterhältig aus der Luft zu mehr Hass der Afghanen auf uns, wie die ehemalige Chefin von MI5 ausgearbeitet hat.
"Wer gegen das BKA-Gesetz ist, ist für den Terror!" ist von gleichem Kaliber. Man verwechselt Erhöhung staatlicher Repression mit zileführender Politik. Die politische Unfähigkeit des rechten Randes liefert keine besseren Ergebnisse. Man ist zu feige, die repressiven Massnahmen zu evaluierende. Der Russlandfeldzugteilnehmer Horst Herold spielt am Computer mit dem Ergebnis, dass durch das Verschlampen der Polizeiarbeit das S S-Mitglied Schleyer (Mitgliedsnummer 221714) von Terroristen ermordet wird. Der ganz grosse Lauschangriff wird auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt, mit dem Ergebnis, dass der Herr Atta völlig unbehelligt von lauschenden Behrörden in Ruhe und Sicherheit seinen Massenmord vorbereiten kann. Die Rasterfahndung nach 2001 hat keinen einzigen Terroristen dingfest gemacht. Normale Menschen würden nun kritische Reflektion der gescheiterten Massnahmen ansetzen. Die Fundamentalisten am rechten Rand erhöhen die Repression statt dessen gegen die nicht kriminelle Bevölkerung als Ersatzhandlung,
Hätte man den §129a gegen Helmutr,Schmidt, Hans-Martin-Schleyer, Franz-Josef Strauss oder Horst Herold schon gehabt, wären die für Jahre ins Gefängnis gegangen. Aber bei unserer asymmetrischen Rechtssetzung, war deren Massenmord straffrei. Aber statt Massenmord zu verhindern, vernichtet man lieber die Demokratie wie schon mit dem §129:
"Betroffenen von Ermittlungsverfahren und Verurteilungen waren in den ersten Jahren der Bundesrepublik vor allem Gegner der Wiederaufrüstung und Kommunisten. In der Zeit von 1950 bis 1968 gab es über 100.000 Ermittlungsverfahren und etwa 10.000 Verurteilungen wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung."
de.wikipedia.org/wiki/Kriminelle_Vereinigung
Sie drehen es auch so wie es Ihnen passt.
Nochmals. Ein Mord ist ein Mord, ein Mord, ein Mord.
Und diesen Mord kann man letztendlich nur mit einer guten Polizeiarbeit und einem guten Gericht begegnen. Ach so, wenn ich hier seit Jahren in Wuppertal beobachten darf wie unsere Polizisten mit ihren uralt Analogfunkgeräten rumlaufen und ab und an in einem Funkloch versinken, denke ich mir, so kann man gute Polizeiarbeit verhindern. 10 Jahre hat es gedauert, bis unsere Polizisten 9mm Pistolen bekamen. Die Ganoven, auch die Mörder lachen sich inzwischen schlapp. In der Prävention kann man sogar dafür sorgen, das die Verbrechensrate sinkt, aber das wollen wir ja nicht. Wir sind ja froh das es diese Verbrechen gibt, sonst würden wir uns nicht im Gefühl der Selbstgerechtigkeit suhlen können.
Und was die Erpressung des Staates anbelangt, die Mafia hat das in allen Staaten gemacht, nur wurde kein Bürgerrecht eingeschränkt.
Also, ich rede mit Polizisten und da höre ich schon das die Leute ziemlich frustriert über ihren Arbeitgeber, dem Staat, sind.
Aber das wird sich ja jetzt alles ändern durch die Einschränkungen der Bürgerrechte, die Kriminalstatistik wird sodann gegen Null tendieren. Denn die Ganoven werden sich übers Internet oder per Telefon allesamt verraten. Warscheinlich werden die Terroristen ihre Sprengstoffanschläge erst beim kommunalen Ordnungsamt anmelden, damit das BKA sie nicht aufspürt.
Also soviel Realitätsferne und soviel Naivität hätte ich Ihnen nun doch nicht zugetraut.
Die RAF hat aber nicht "nur" Menschen ermordet. Sie hat versucht, den Staat zu erpressen und die FDGO zu beseitigen. Das wird immer gerne "übersehen", wenn versucht wird, die "hehren" Ziele der RAF schön zu reden.
Gruppierungen, die das auch heute noch gerne möchten, also die FDGO beseitigen und sie durch ihre eigene krude Vorstellung eines Staates zu ersetzen, gibt es leider auch heute noch und wieder, ebenso wie die Bereitschaft, das auch mit Gewalt durchzusetzen.
... und die bekommen sogar massive Unterstützung von diversen Arbeitgeberorganisationen und sind extrem erfolgreich.. allerdings ohne dass sich irgendein Staatsanwalt für sie interessiert...
Ich denke, wir sind uns darüber einig, dass das Recht auf Freiheit der Person nicht nur ein Bürger- sondern sogar ein Menschenrecht ist. In dieses Freiheitsrecht greift das Strafrecht seit jeher ein, indem es nämlich einem verurteilten Straftäter diese Freiheit entzieht. Und zwar deshalb, weil es den Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten dieses Täters schützen will - und auch muss.
Würde ich nun so argumentieren wie Sie, dann würde ich hier behaupten, dass Sie das bei keinem Mörder stört, aber eben dann schon, wenn es um politisch motivierte Morde geht?
Die RAF hat aber nicht "nur" Menschen ermordet. Sie hat versucht, den Staat zu erpressen und die FDGO zu beseitigen. Das wird immer gerne "übersehen", wenn versucht wird, die "hehren" Ziele der RAF schön zu reden.
Gruppierungen, die das auch heute noch gerne möchten, also die FDGO beseitigen und sie durch ihre eigene krude Vorstellung eines Staates zu ersetzen, gibt es leider auch heute noch und wieder, ebenso wie die Bereitschaft, das auch mit Gewalt durchzusetzen.
rack66
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