Bundeskanzlerin Merkel hat in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem an die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden erinnert. Zugleich erklärte die Regierungschefin "ihre Entschlossenheit zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft".
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem der sechs Millionen ermordeten Juden gedacht. In der Halle der Erinnerung entfachte sie in Anwesenheit des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert eine Mahnflamme und legte einen Kranz nieder.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel trägt sich in das Gästebuch der Holocaust-Gedenkstätte ein. (© Foto: dpa)
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In das Gästebuch schrieb Merkel anschließend: "Im Bewusstsein der Verantwortung Deutschlands für die Shoah unterstreicht die Bundesregierung mit den ersten deutsch-israelischen Konsultationen ihre Entschlossenheit zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft."
Nach dem Besuch der Gedenkstätte kam Merkel zu einem Gespräch mit Olmert zusammen, anschließend sollte die Plenarsitzung der Regierungskonsultationen stattfindet. Dabei werden gemeinsame Projekte in zahlreichen Politikfeldern in die Wege geleitet - von der Bildung über den Klimaschutz bis zur Verteidigung.
In der ARD sagte Merkel, sie wolle bei ihrem dreitägigen Israel-Besuch auch den geplanten Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland zur Sprache bringen. Zwar gebe es dazu auch "viele innerisraelische Diskussionen". Sie sei aber überzeugt, dass Ministerpräsident Olmert alles tue, um den Friedensprozess mit den Palästinensern voranzubringen. "Die Fortschritte sind langsam, aber beide Seiten sagen: Es gibt keine Alternative", sagte die Kanzlerin.
An der Regierungskonferenz in Jerusalem nehmen auf beiden Seiten mehrere Minister teil. Der deutschen Delegation gehören Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sechs weitere Bundesminister und die Staatsministerin im Kanzleramt, Hildegard Müller, an.
Regierungskonsultationen führt das Bundeskabinett bisher nur mit fünf Ländern durch: Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Russland. Die israelische Regierung kennt dieses Format der bilateralen Zusammenarbeit noch gar nicht. Die deutsch-israelischen Konsultationen sollen künftig jährlich stattfinden. Als Gastgeber werden sich beide Regierungen abwechseln.
Die Kanzlerin war am Sonntagnachmittag in Israel eingetroffen und hatte das Grab des ersten israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion besucht und dessen Wohnhaus im Kibbuz Sde Boker besichtigt. Am Dienstag wird sie als erste ausländische Regierungschefin vor dem israelischen Parlament reden und dann nach Berlin zurückreisen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AP/schä/sg)
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Liebe SZ!
Ich entschuldige mich für die falsche Verdächtigung. Ich fand meinen Beitrag in einer anderen Diskussion wieder. Ich war der festen Überzeuigung, ich hätte ihn hier gepostet.
Tut mir echt leid!
Liebe SZ!
Ich finde, es wäre ehrlicher, Sie würden Kommentare zu diesem Thema verbieten und die Kommentarfunktion sperren anstatt Beiträge einfach verschwinden zu lassen - wie den meinen, der unter dem Stichwort "Arabeske zum Thema" sich in Luft auflöste - da Sie ganz offensichtlich keinen Grund fanden, ihn wegen des Verstoßes der "Netiquette" zu löschen. Für mich ist das schwerwiegend: Entweder man hält sich an seine eigenen Vorgaben (die Netiquette) bei freier Kommentarmöglichkeit (wenn die Netiquette beqachtet wird) - oder man gibt bekannt, daß man nur trendgenehme und politisch erwünschte Beiträge veröffentlichen wird - das erspart es dann Kommentatoren wie mir, in dieser Zeitung überhaupt noch zu kommentieren.
Als ich meinen Kommetar zu letztenmal sichtete, hatte er 6 Grünbewertungen - für mich ein Zeichen, daß er nicht irgendwo auf dem Flug über den Atlantik verlorenging.
Also, liebe SZ: Hü oder Hott.Teilen Sie uns allen mit, wie Sie es halten wollen, denn angewiesen auf die SZ sind wir /bin ich nicht.
"Hat es Vergleichbares schon je in der Menschheitsgesichte gegeben ? "
Ich wüsste nicht, dass die Belgier jedes Jahr der mehr als 10 Millionen Toten gedenken, die zur Bereicherung der belgischen Königsfamilie im Kongo ermordet wurden...
die an die 100 Millionen Verhungerten, die die sogenannte Freihandelspolitk der englischen Upper Class im Rahmen ihrer Kolonialpolitik allein in Indien zur eigenen Bereicherung hinterlassen hat, wird auch nirgendwo gedacht...
ganz zu schweigen von eingem Gedenktag für die hunderttausende Iraker, die die Bereicherungspolitik der amerikanischen Eliten kostet und weiter kostete...
Ich bin kein Hobbytheologe - aber "nach einem Backenstreich die zweite Wange hinhalten" wird unter der Mehrzahl der Theologen als Hinweis verstanden, sich in Kriesen unkonventionell-friedlich zu verhalten als bedingungslos friedlich. Erstes kann Automatismen wie Gewalt und Gegengewalt brechen, bedingungsloser Pazifismus belohnt lediglich Agressoren.
Wobei die Bibel zugegeben einigen Interpretationsspielraum lässt.
Welchen "Herren" beten Sie an? Den "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Gott oder den der Bergpredigt? Das müssen zwei ganz verschiedene sein. Der zweite ist auf Frieden erpicht, (nach einem Backenstreich die zweite Wange hinhalten), nach meinem Geschmack eher zu friedlich, der erste, alttestamentarische ist offenbar der von G.W. Bush, der von Mich und Honig, aber auch von Blut und Tränen.
Nach Ihren Ausführungen sind Sie eher ein Fan der zweiten Ausgabe.
Paging