Verschärfter Sanktionskurs gegen Iran: Die Bundesregierung will deutsche Unternehmen davon überzeugen, keine Geschäfte mehr mit dem Land zu machen.

Im Atomstreit mit Iran will Berlin künftig offenbar einen härteren Kurs einschlagen. Um den Druck auf Teheran zu erhöhen, plant die Bundesregierung einem Bericht des Spiegels zufolge, deutsche Unternehmen vom Handel mit dem Land abzubringen.

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Uran-Zentrifuge in Iran (© Foto: dpa)

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Auch ohne weitere formell bindende Sanktionen sollten vor allem Versicherer, Rückversicherer und Firmen der Energiebranche angesprochen werden. Darauf habe sich eine Runde verschiedener Ministerien auf Initiative von Außenstaatssekretär Reinhard Silberberg geeinigt. Das Auswärtige Amt lehnte eine Stellungnahme ab.

Wirtschafts- und Finanzministerium sollten die Unternehmen nun ansprechen, um einen Verzicht auf Geschäfte mit dem Iran zu erreichen, hieß es in dem Bericht weiter. Es gehe besonders darum, Iran den Zugriff auf nur von wenigen Herstellern angebotene Produkte unmöglich zu machen, die es nicht auch in Russland oder China kaufen könne.

Der Anstoß dafür kommt offenbar von der französischen Regierung, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Frankreich wolle eine große Gruppe von Staaten dazu bringen, ihre heimische Wirtschaft vom Iran-Geschäft abzubringen, solange die Vereinten Nationen oder die EU sich auf keine neuen Sanktionen einigen können.

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(sueddeutsche.de/Reuters/aho/bre)