Wuppertal Schwebebahn von Kran aufgeschlitzt

Ein vollbesetzter Zug der Wuppertaler Schwebebahn ist am Dienstag mit einem Kran kollidiert. Der 46 Jahre alte Fahrer des Kranwagens wurde schwer verletzt.

Nach der Kollision der Wuppertaler Schwebebahn mit einem Kran ermittelt die Polizei gegen den Kranführer. Der 46-Jährige soll trotz Verbots mit dem Kran im Fahrbereich der Schwebebahn Baumaterial abgeladen haben, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Mittwoch auf Anfrage.

Aufgerissene Unterseite: Die Fahrgäste des Wagens kamen mit dem Schrecken davon

(Foto: Foto: ddp)

Bei der Kollision war der Zug am Dienstag auf zehn Meter Länge aufgeschlitzt worden. Der Fahrer des Kranwagens war von der Ladefläche gestürzt und hatte sich ein Bein gebrochen. Der Fahrer des Schwebebahn-Zuges erlitt einen Schock. 31 Passagiere blieben mit viel Glück unverletzt, obwohl der Ausleger auch den Fußboden des Waggons aufgerissen hatte.

Der Kranaufbau war gegen 17.10 Uhr an der Schwebebahn hängengeblieben und hatte den Wagen über eine Länge von zehn Metern aufgerissen.

Die Wuppertaler Schwebebahn gilt als eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt. Der legendäre Sturz des Zirkuselefanten "Tuffi" in die Wupper, der sich 1950 ereignete, war jahrzehntelang der einzige Vorfall mit der Bahn.

Erst fünf Jahrzehnte später erlebte der "grüne Lindwurm" die schwärzeste Stunde seiner Geschichte: Am frühen Morgen des 12. April 1999 stürzte ein Wagen zwölf Meter tief in die Wupper und riss fünf Menschen in den Tod. 37 Fahrgäste wurden verletzt. Eine rund 100 Kilogramm schwere Stahlkralle, die bei Sanierungsarbeiten in der Schiene vergessen worden war, hatte den Zug zum Entgleisen gebracht.

Ein tiefer Riss

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