Sonnenstunden in Deutschland Wo die Sonne am meisten scheint

Zieht ein Münchner nach Hamburg, wird er behaupten: nur Regen, kaum Sonne. Dabei sind es nur 12 Minuten weniger pro Tag.

Deutschlands Millionenstädte sind nicht nur die bevölkerungsreichsten, sondern auch die sonnigsten Metropolen des Landes. Das gilt zumindest für das erste Halbjahr 2008, wie eine Auswertung aktueller Daten des Wetterdienstes Meteomedia zeigt. Im Vergleich der Großstädte mit einer halben Million Einwohnern und mehr liegt München dabei knapp vor Hamburg und Berlin.

Die ausgewerteten Daten der Messstationen in der bayerischen Landeshauptstadt verzeichnen für die ersten sechs Monate des Jahres durchschnittlich 5 Stunden und 44 Minuten Sonne pro Tag.

In der nördlichsten Metropole Hamburg ergibt sich ein Mittel von 5 Stunden und 32 Minuten.

Und die Berliner konnten sich über durchschnittlich 5 Stunden und 22 Minuten Sonne pro Tag freuen.

Am wolkigsten fiel das vergangene Halbjahr im Vergleich in Essen aus, wo die Sonne sich weniger als 5 Stunden pro Tag blicken ließ.

Gleichzeitig bestätigt die Auswertung die Ostsee-Insel Hiddensee als sonnigsten Ort Deutschlands. Beinahe sieben Stunden lang schien dort von Januar bis Ende Juni an jedem Tag die Sonne.

Insgesamt gingen Daten von fast 500 Wetterstationen in die Auswertung ein, von denen 35 mehr als sechs Stunden Sonnenschein täglich für das erste Halbjahr verzeichnen. Darunter finden sich vor allem Stationen an Nord- und Ostsee, etwa auf Fehmarn, der Hallig Gröde und in Heiligendamm.

Besonders selten schien die Sonne dagegen in der Mitte Deutschlands. So kam die Wetterstation in Hainichen im sächsischen Landkreis Mittweida lediglich auf etwas mehr als viereinhalb Stunden Sonnenschein pro Tag. Ebenso schattig fiel das erst Halbjahr 2008 für Leinefelde in Thüringen, Fritzlar in Hessen und Siegen in Nordrhein-Westfalen aus.

Für Meteorologen sind diese niedrigen Werte wenig überraschend, liegen diese Orte doch in einem Landschaftsgürtel, der in diesem Jahr großes Pech mit der Sonne hatte. "In diesem Gebiet bleiben die atlantischen Regenwolken oft an den Mittelgebirgen hängen. Es gibt schon auch hier sonnige Perioden, aber eher bei Hochdrucklagen und die waren in diesem Frühling seltener", sagt Michael Beisenherz von Meteomedia.

Heiße Plätze, kühles Nass

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