Eine sensationelle Stammzellen-Operation wäre fast geplatzt: Die Fluglinie Easyjet wollte die Reagenzgläser nicht mitnehmen - wegen der Gepäckverordnung.
Die weltweit einzigartige Verpflanzung einer Luftröhre wäre beinahe an den Gepäckbestimmungen des Billigfliegers Easyjet gescheitert.
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Gepäckverordnung am Flughafen: Daran wäre eine sensationelle Operation fast gescheitert. (© Foto: AP)
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Die für die Operation nötigen Stammzellen sollten von Großbritannien nach Barcelona transportiert werden. Doch die Airline wollte das seltene Gepäck in den Reagenzgläsern nach Angaben eines britischen Professors nicht mitnehmen - weil es mehr als die erlaubte Menge Flüssigkeit enthielt und ein Sicherheitsrisiko sei.
Wie mehrere britische Zeitungen am Freitag berichteten, habe Martin Birchall von der Universität Bristol dann nur Stunden vor der Operation für 14.000 Pfund (rund 16.600 Euro) einen Privatjet gechartert.
Ein deutscher Student habe dafür einen Piloten-Freund aus Deutschland kontaktiert, der die wertvolle Fracht ausfliegen konnte. "Nach ein paar Anrufen brachte er seinen Freund dazu, von Deutschland hierher zu kommen." Ohne dieses Angebot hätte die Operation nicht stattgefunden, sagte Birchall.
Mit dem Eingriff hat das europäische Ärzteteam in Barcelona das Leben einer jungen Frau gerettet. Die Mediziner verpflanzten der schwer kranken 30-Jährigen ein Stück maßgeschneiderte Luftröhre, das zuvor mit ihren körpereigenen Zellen besiedelt worden war. Damit ersparten die Ärzte der jungen Frau den Verlust eines Lungenflügels.
"Ich wäre fast von bewaffneten Polizisten verhaftet worden. Ich war so wütend", erzählte Birchall. "Wenn wir die Zellen nicht geliefert hätten, wäre die jahrelange Arbeit umsonst gewesen."
Easyjet erklärte, dass nicht vorab um Erlaubnis für den Transport gefragt wurde. Man wolle die Kosten für den Easyjet-Flug erstatten.
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(dpa/bre)
Es kann doch nicht sein, daß ich so eine Fracht nicht vorher anmelde und mich dann aufrege wenn es Probleme gibt. Gerade wenn es um jahrelange Arbeit geht, sollte man auch an sowas denken.
Oder wie würdet ihr reagieren wenn jemand mit Reagenzgläsern an Bord eines Flugzeugs will und das ganze mit einem medizinischen Notfall erklärt oder mit jahrelangen Studien und akkuter Lebensgefahr untermauert. Würdet ihr denken, daß so jemand das Zeugs ausgerechnet mit Easyjet transportieren will?
Wer eine derart wichtige Fracht so zeitnah als normaler EasyJet-Pax befördert haben will, ist ja wohl selbst schuld.
die auf Betreiben der USA in der ganzen Welt ausgebrochen ist. Gerade, ob die Maßnahmen betr. Mitnahme von Flüssigkeiten irgendein nennenswertes Plus an Sicherheit bringen, ist ja - vor allem in Europa - sehr umstritten und wird immer mal wieder zur Revision anempfohlen...
Dumm ist aber auch der Professor, der nicht vorher anfragt, wie es in diesem Fall mit den Vorschriften gehandhabt wird - und wie eine Sondergenehmigung zu erhalten sei.Vor allem, wenn es um den Nutzen JAHRELANGER Arbeit und eine bahnbrechende OP geht.Eine solche Naivität dem realen Leben gegenüber erhält man sich wohl nur im Elfenbeinturm der Wissenschaft...
dann muß halt beim nächstenmal der patient zur stammzelle fliegen. und nicht umgekehrt.
klar war easyjet da ein bisschen anstellerisch, aber die haben nicht die regeln gemacht.
Man wolle die Kosten für den Easyjet-Flug erstatten.
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Auch inklusive der Surcharge und der Kerosinzuschläge? Super, mit den hundert Pfund kann man ja dann ein Riesenfass aufmachen.