In Österreich wird nun offen über heikle private Details des Verunglückten diskutiert, weil sie auch politische Folgen haben.
Selten haben persönliche Umstände derart große politische Auswirkungen wie im Falle des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider. Schnell hatte es nach Haiders Unfalltod geheißen, das von ihm gegründete und geführte Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) solle nun von Stefan Petzner geleitet werden, dem bisherigen Generalsekretär der Partei.
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Jörg Haider und zwei seiner jungen Mitarbeiter: Stefan Petzner (rechts) und Martin Strutz (links), beide vorübergehend gemeinsam BZÖ-Generalsekretäre. (© Foto: dpa)
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Doch der 27-Jährige ist umstritten in diesem Amt. Zum Verhängnis wird ihm offenbar seine übergroße Nähe zu Haider. Auch als Vorsitzender der neuen Nationalratsfraktion in Wien konnte er sich nicht durchsetzen. Man zog ihm den eher blassen Josef Bucher aus der Kärntner Parteiorganisation vor, die als einzige etwas Substanz in dem bislang nur auf Haider zugeschnittenen BZÖ hat. Petzner wurde erster von fünf Stellvertretern in der 21-köpfigen Fraktion.
Der Widerstand gegen Petzner hat mit der Abneigung vieler Parteimitglieder gegenüber der gleichsam dynastischen Nachfolge zu tun: Petzner war jahrelang so etwas wie Haiders Lebensgefährte. Daher auch die anhaltende Erschütterung Petzners nach Haiders Tod, den er als erster - andere machten es nach - seinen "Lebensmenschen" nannte. Dass dies bei dem jungen Mann der Wirklichkeit ziemlich nahe sein könnte, wollen viele im BZÖ indessen nicht unbedingt als Qualifikation nehmen.
Petzners Fassungslosigkeit erklärt sich auch daraus, dass ein Beziehungsdrama möglicherweise den Tod des österreichischen Rechtspopulisten mitverursacht hat. Auch wenn derlei sehr privat ist, verlangt doch Österreichs Öffentlichkeit immer energischer Aufklärung über den wirklichen Hergang des katastrophalen Unfalls. Demnach ist Haider von einer Festlichkeit fast nüchtern mit seinem Dienstwagen abgefahren.
Doch dann verunglückte er südlich von Klagenfurt im Ortsbereich nach Berechnungen der Polizei mit einer Geschwindigkeit von 184 Kilometern in der Stunde und 1,77 Promille Alkohol im Blut. Was er in den anderthalb Stunden dazwischen getan hat, das galt zunächst als ungeklärt. Inzwischen wurde bekannt, dass Haider ein Homosexuellenlokal in Klagenfurt aufsuchte. Dort soll er in Begleitung mehr als eine Flasche Wodka konsumiert haben.
Diese Tatsache hat offenbar zu Zerwürfnissen im unmittelbaren persönlichen Umfeld geführt. Haider hat jedenfalls, so ergibt sich aus Indiskretionen seiner Mobilfunkgesellschaft, während der fraglichen Fahrt telefoniert - dem Hörensagen nach mit Petzner. Er hat außerdem SMS empfangen und verschickt. Direkt danach bricht der Netzkontakt seines Mobiltelefons ab. Zwei Minuten später meldet eine Zeugin, sein zertrümmertes Fahrzeug vorgefunden zu haben.
Auf der nächsten Seite: Warum Haiders Privatleben nun öffentlich diskutiert wird.
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Die Menschenverachtung faschistischer Heilslehren macht vor den Verfechtern nicht halt. Die Wahrheit kann mit den grellsten Schweinwerfern mithalten. Unser Verstand orientiert sich eher an der Beleuchtung als an der tatsächlichen Welt.
Das Schicksal Haiders kann eine Warnung für seine "Möchte-gern-Nachfolger" sein. Wir werden sehen, wer der Nächste sein will.
in Österreich wird das Doppelleben nicht diskutiert.
Es ist schlicht widerlicher Schlüssellochjournalismus, der hier betrieben wird und zu dessen Rechtfertigung politische Folgen behauptet werden, die es gar nicht gibt.
Wenn es Folgen gibt, dann relutieren die lediglich daraus, daß das BZÖ mit dem Tod des Hauptdarstellers Haider als one-man-Show seinem Ende entgegendämmert und wenn, dann bestenfalls noch in Kärnten eine Fortsetzung findet aber nicht mehr im übrigen Österreich. Eine Fusion des BZÖHier mit den Freiheitlichen, der FPÖ wird sich früher oder später einstellen.
Das alles aber wird durch das Doppelleben nicht tangiert. Wie gesagt: widerlicher Schlüsselloch-Journalismus .
"wenn Sexualität an ihrer Entfaltung gehindert wird - egal, ob Hetero-, Bi- oder Homosexualiät, besteht die große Gefahr von Hinwendung zum Faschistischen."
Kann schon sein. Demzufolge wäre der Islamismus und auch der Katholizismus nichts Anderes als zur Religion verschwommener Fa ismus. Im Kommunsimus wars ja auch nicht soo viel anders. Man stelle sich vor, Honecker oder Che Guevara wären schwul gewesen!
So betrachtet, sehe ich die Demonstrationen der Hisbollah, wo mit großen Pappraketen herumgefuchtelt wird, mit ganz anderen Augen
Da steckt überall der 6 dahinter!
Die Rätsel um das unnatürliche Ableben Jörg Haiders nebst nun plötzlich aufkommenden Thesen wie Doppelleben, Drogen u.v.m. errinnern schon wieder an die beliebten Guido-Knopp-Sendungen, in denen jede Facette oder hypothetische Möglichkeit aus dem Privatleben vom Gröfaz ganz wissenschaftlich :-) aufgearbeitet wurde.
R.Greiler schrieb
"Beides geht wohl nicht gut. "
Beides geht sogar sehr gut. Hans- Karl hat versucht, dass aufzuzeigen und wurde gelöscht. Warum eigentlich?
Und ich wiederhole das, was ich schon einmal sagte: Immer dann, wenn Sexualität an ihrer Entfaltung gehindert wird - egal, ob Hetero-, Bi- oder Homosexualiät, besteht die große Gefahr von Hinwendung zum Faschistischen.
Beispiel Nazizeit: Nicht von ungefährt gab es da diesen hoch geschätzten und propagierten Prototyp des deutschen Mannes: hart wie Kruppstahl, geschmeidig wie Juchtenleder und flink wie ein Windhund. Hier wird eine geradezu vor Sexualität nur so strotzender Männerkult aufgebaut, von Männern über Männer gemacht.
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