Nach Kindstötung bei Regensburg Mutter in Psychiatrie eingewiesen

Die Frau, die am ersten Weihnachtsfeiertag ihre beiden Söhne getötet hat, ist in das psychiatrische Bezirksklinikum gebracht worden. Offenbar hatten psychische Probleme das Familiendrama ausgelöst.

Nach der Tötung ihrer beiden Söhne ist die Mutter aus dem oberpfälzischen Beratzhausen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das ärztliche Gutachten habe erhebliche Zweifel an der Schuldfähigkeit der 37-Jährigen ergeben, sagte ein Polizeisprecher in Regensburg.

In diesem Haus in der gemeinde Beratzhausen bei Regensburg brachte eine 37-Jährige am ersten Weihnachtsfeiertag ihre beiden Söhne um.

(Foto: Foto: ddp)

Die Frau wurde von der Regensburger Justizvollzugsanstalt in das nahe Bezirksklinikum gebracht. Sie hatte am ersten Weihnachtsfeiertag ihre beiden Söhne im Alter von zwei und drei Jahren umgebracht. Die Frau leidet nach bisherigen Erkenntnissen an Depressionen.

Am Donnerstag bestätigte der leitende Regensburger Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel, dass die Frau seit längerer Zeit in Behandlung war. Sie sei allerdings nur ambulant mit Tabletten und nicht in einer Klinik therapiert worden.

Am Donnerstag unternahm die Frau im Regensburger Gefängnis einen Selbstmordversuch. Sie wollte sich laut Ruckdäschel mit ihrer Schlafanzughose erdrosseln. Justizbeamte konnten den Tod der Frau jedoch verhindern. Sie war in ihrer Zelle überwacht worden.

Nach Angaben der Ermittler hatte die vermutlich depressive Frau schon einige Wochen überlegt, ihre zwei Buben zu töten. Sie habe Angst gehabt, in eine Nervenklinik eingewiesen zu werden und so ihre Kinder zu verlieren, sagte der Chefermittler.

Die 37-Jährige sei der Meinung gewesen, es sei nicht gut, sollten die zwei und drei Jahre alten Kinder allein beim Ehemann und ihren Schwiegereltern bleiben müssen. "Sie meinte, ihren Kindern etwas gutes zu tun", sagte Ruckdäschel zum Motiv der Mutter.

Bei den Vernehmungen sagte die Frau aus, dass sie bereits geplant habe, sich und ihre Söhne mit einer Geisterfahrt auf der Autobahn zu töten. Diesen Plan habe sie aber dann verworfen. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten die Familie und Bekannte nichts von den Plänen der Frau mitbekommen.